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Beate (36-40)
Verreist als Familieim August 2015für 2 Wochen

Ganz schöner Urlaub, aber sicher keine 5 Sterne!

4,3/6
Das Caribbean war früher sicher mal schön und vielleicht auch gehoben. Seither hat es aber sehr gelitten. Nötige Reparaturen und Ausbesserungen werden notdürftig hingeschustert oder gar nicht gemacht. Nicht schön anzusehen und teils sogar gefährlich (durchgebrochene Eisenplatten oder Holzdielen über unterirdischen Installationen). Die Zimmer sind zwar o.k. (abgesehen vom schmierigen Fliesenboden, den wackligen Wasserhähnen, den ursprünglich wohl weißen aber mittlerweile rotbraunen Klobürsten und der tropfenden Dusche, in der das Wasser nicht abläuft), die restliche Anlage wirkt aber sehr marode und verschlissen. Die Grünanlagen werden zwar ständig gepflegt, haben aber trotzdem viele verdorrte Stellen. Die Restaurants und v.a. deren Interieur könnten eine Generalsanierung vertragen. Wir werden dieses Hotel aufgrund seines schlechten Zustands und dem enttäuschenden Essens- und Getränkeangebot sicher nicht mehr besuchen! Ich verstehe auch nicht, wieso man sich von den Buffets in den Restaurants keine Verpflegung mitnehmen darf, wenn man doch für All Inclusive bezahlt hat. Wenn die Kinder am Strand Hunger haben, kann man sie nur auf die nächste Mahlzeit vertrösten oder hoffen, dass es schon nach 15°° Uhr ist - dann gibt's in der Schlange an der Strandbar wenigstens einen mickrigen Klecks Eis auf einer Billigwaffel.

Lage & Umgebung4,0
Das Hotel ist eine künstliche Oase inmitten von Wüste. Alles, was nicht explizit gepflegt wird - wie die Hotelanlagen - ist trockener Sand vermischt mit Müll. Drumherum gibt es also nicht allzu viel zu entdecken.
Die Grünanlagen des Caribbean werden ständig gepflegt. Innerhalb der Anlage stört das also kaum. Die Lage inmitten der Soma Bay bringt einen wunderschönen breiten Sandstrand mit sich, der flach ins klare Wasser abfällt. Wenn man aber den Strand weiter entlanggeht und den Bereich der Anlage verlässt, trifft man einen guten Teil des Mülls wieder, der im Caribbean dank der bevorzugten Nutzung von Plastikbechern reichlich produziert wird.

Zimmer5,0
Wir hatten ein Familienzimmer - dabei handelt es sich um zwei durch einen Flur verbundene separate Zimmer jeweils mit eigenem Bad mit Dusche. Das Elternzimmer ist sehr großzügig und verfügt im Erdgeschoss über eine Terrasse, in den oberen Geschossen über einen Balkon mit zwei Stühlen und einem kleinen Tisch. In den Duschen gibt es eine Wäscheleine. Dort trocknen die Badesachen aber deutlich schlechter als draußen, wo immer Wind weht - hier hätte ich mir eine Leine und Wäscheklammern gewünscht (werd ich zukünftig mitnehmen). Das Doppelbett hat eine durchgehende Matratze (es ist also keine "Besucherritze" zu befürchten) und eine einzige extrabreite Bettdecke. Die Kopfkissen sind ca. 50x80cm, was ich als sehr angenehm empfunden habe, da ich die riesigen 80x80-Kissen nicht leiden kann. Das Kinderschlafzimmer ist standardmäßig mit zwei Einzelbetten ausgestattet. Für unser drittes Kind wurde ein zusätzliches Klappbett aufgestellt. Damit ist es dann aber ziemlich eng in dem deutlich kleineren Raum. Die Zimmer verfügen über jeweils eine eigene Klimaanlage, die sich wunderbar temperaturgenau einstellen lässt und sehr zuverlässig - dafür aber auch ziemlich laut - arbeitet. Wer lärmempfindlich ist, sollte sich zum Schlafen Ohrenstöpsel mitnehmen. Es gibt in jedem Zimmer einen Wasserkocher, Tassen und verschiedene Tees und Pulverkaffee. Für Magen-Darm-Probleme hatte ich mir eigene Teebeutel mitgebracht und das war auch gut so. Die Steckdosen sind für unsere Stecker geeignet, es gibt aber nur wenige (bei erhöhtem Bedarf Mehrfachsteckdose einpacken). Der Kleiderschrank könnte ein paar zusätzliche Kleiderbügel vertragen (wer mehr als 6 Bügel braucht, sollte sich welche mitnehmen). Die Badezimmer haben keine Fenster und nur spärliche Beleuchtung (4 dämmrige Deckenspots) - zum Rasieren und Schminken empfiehlt sich ein Handspiegel am Fenster oder extra-Licht. Auch die Schlafzimmer sind ziemlich duster, sobald es dunkel wird. Es gibt keine Deckenbeleuchtung, sondern nur eine dämmrige Stehlampe (Kinderzimmer) bzw. zwei Wand und zwei Nachttischlampen (Elternzimmer).
Ich war froh, dass ich feuchtes Toillettenpapier mitgebracht hatte, das u.a. auch zum Bodenwischen herhalten musste, da dieser selbst nach der Zimmerreinignung nie so richtig sauber war. Der Zimmerservice bringt jeden Tag mehrere Flaschen stilles Wasser (zum Trinken und Zähneputzen) und frische flauschige Handtücher.
Ich hätte dem Zimmer 5 Sterne gegeben, ziehe aber einen Stern ab wegen der unzureichenden Schlafzimmerbeleuchtung, dem dürftigen Duschstrahl, dem schlechten Wasserablauf in Dusche und Waschbecken (letzteres wurde am ersten Tag gemeldet und dann am letzten Tag halbwegs repariert), den wackligen Wasserhähnen, den ekelerregenden Klobürsten und dem dauerhaften Schmierfilm auf den Fliesenböden.
Zimmertyp:Familienzimmer
Zimmerkategorie:Standard
Ausblick:zum Pool

Service6,0
Die meisten Angestellten sind sehr bemüht und freundlich. Vor allem im Strandrestaurant Tortuga war ich positiv beeindruckt von den netten Servicekräften, aber auch in den anderen Restaurants gab es teils aufmerksame und sehr nette Kellner (z.B. der Kaffeeausschenker beim Frühstück im italienischen Restaurant). Die Zimmerreinigung entsprach nicht ganz meinen europäischen Vorstellungen, war aber o.k.. Ein besonderes Lob möchte ich an dieser Stelle der internationalen Kinderbetreuung aussprechen. Meine drei Kinder (5,8,9) gingen gerne in den Kinderclub. Auf Nachfrage, was ihnen am Urlaub am besten gefallen hat, war der Kinderclub bei allen dreien hoch in den Top Ten. Vielen Dank an Iva und besonders Vroni für die liebevolle Betreuung und die erholsamen Stunden für uns Eltern!

Gastronomie3,0
Ich war durch die anderen Rezensionen zwar vorgewarnt und hatte nicht sehr viel erwartet, war vom tatsächlichen Speise-Angebot dann aber trotzdem enttäuscht. Auch von der Atmosphäre im riesigen Hauptrestaurant. Plastikbecher, kleine Plastiklöffel (wenn überhaupt welche verfügbar waren), total heruntergekommene teils kaputte Stühle, sehr eintöniges Essen. Es gab mittags und abends fast immer Reis und Kartoffeln mit wahlweise Fisch, Huhn oder geschnetzeltem Rindfleisch und dazu immer das gleiche gedünstete Gemüse (Karotten, Zucchini, grüne Bohnen und Kraut) oder Gemüseragout (Erbsen oder grüne Bohnen in Tomatensoße). An einer separaten Theke werden zwei verschiedene Nudelsorten mit zwei verschiedenen Soßen angeboten. An die Salattheke haben wir uns aus Angst vor Magen-Darm-Problemen nicht getraut. Im Restaurant gibt es nur Wasser - wahlweise mit Farbstoff und Aroma - sowie Softdrinks, für die man aber bisweilen länger anstehen muss. Mein Mann bemängelte außerdem, dass das Cola nicht gekühlt war und kaum Kohlensäure enthielt. Das Dessert-Buffett besteht hauptsächlich aus einer großen Auswahl an kleingeschnittenen Blechkuchen.
Deutsche können morgens ins Italienische Restaurant zum Frühstücken (kleiner, ruhiger, nicht so viel los). Dafür sollte man sich aber eine Weste oder langarmige Kleidung mitnehmen, da die Klimaanlage dort sehr niedrig eingestellt ist. Für Reservierungen am Abend sind lange Hosen erwünscht. Wir sind aber auch mit Shorts reingekommen. Die Auswahlmöglichkeiten in den beiden italienischen Themenrestaurants (eins im neueren Nachbarhotel) waren exakt gleich und sehr beschränkt. Zwei der wenigen Gerichte waren mit Pilzen (was mal eine Abwechslung gewesen wäre, aber Pilze waren im Nachbarrestaurant leider grade aus, im anderen musste man sie auf der sehr fettigen unappetitlichen Pizza mit Lupe suchen). Das einzige Themenrestaurant, das ich empfehlen würde, ist das Fayrouz - das orientalische Restaurant im Nachbarhotel, wo es durch verschiedene Dips und eine richtige Nachspeise wenigstens ein bisschen Abwechslung und mal eine andere Geschmacksnote gab.
Positiv überrascht war ich von der Atmosphäre und dem Essen im offenen Strandrestaurant Tortuga, wo wir an den letzten Abenden dann immer gegessen haben und wo wohl hauptsächlich Deutsche geladen sind. Sehr zu empfehlen! Ein Mal gab es dort sogar Garnelen und Krebse - man muss dafür also nicht zwangsläufig ein teures Essen im Fischrestaurant buchen.

Sport & Unterhaltung5,0
Das Caribbean hat einen wirklich schönen feinen Sandstrand. Badeschuhe braucht man aber trotzdem, um sich auf den Wegen und beim Laufen nicht die Füße zu verbrennen. Die Liegen am Strand und am Pool waren leider (trotz Verbotsschildern) schon immer frühzeitig mit Handtüchern besetzt. Es war ansonsten sehr schwer, später noch Liegen, geschweige denn Schattenplätze zu ergattern. Mit Badetuchkarten konnte man täglich frische Handtücher für die Liegen holen und erhielt bei Abgabe der Badetücher wieder neue Karten.
Gestört hat mich die laute Musik am Pool (am Strand ging's, wenn man weit genug links lag) und die "Salesmen", die ständig Massagen, Rundreisen, Henna-Tattoos, Pferde-Ausritte, Schnorcheln usw. angeboten haben - außer man erwischt eine Liege im "No-Salesmen"-Bereich, was aber kaum ohne frühzeitiges Liegenbesetzen möglich war.
Ansonsten sehr schöne Pools und jetzt im August angenehme Wassertemperatur. Ein wesentlicher Grund für die Buchung dieses Hotels waren für mich die Rutschen, die die Kinder aber dann kaum genutzt haben, da das Rutschen in den zwei Röhrenrutschen ihnen am Hinterteil weh tat.
Gut fand ich das Morning Stretching, Beach-Volleyball und Angebote wie Tanzen und Aqua-Gymnastik. Karaoke wurde abends auch angeboten - leider ist die Musikanlage (bzw. die Box) dort aber so schlecht, dass selbst ein guter Sänger sich nur schwer positiv hervorheben kann.
Wer Tischtennis mag: es gibt einen klimatisierten Raum mit Tischtennisplatte - Schläger mitnehmen!
Wer gerne ins (auf den ersten Blick gut ausgerüstete) Fitnessstudio möchte, muss unbedingt Sportschuhe mitnehmen, sonst darf man nicht an die Geräte.

Hotel3,0

Tipps & Empfehlung
Bei einer erneuten Reise würde ich folgende Dinge mitnehmen: feuchtes Toillettenpapier, Durchfallmedikamente, Zwieback oder Salzstängchen, Teebeutel, Nutella, Sportschuhe, Tischtennisschläger, Kleiderbügel, Wäscheleine + Klammern, eine leichte Weste oder Schal für die teils stark klimatisierten Restaurants.
Stechmücken gibt es dort keine.
Zu empfehlen ist abends das Fayrouz-Restaurant und das Tortuga, morgens das Frühstück im italienischen Restaurant.

Hotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
Hotel ist schlechter als in der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
Infos zur Reise
Verreist als:Familie
Kinder:3
Dauer:2 Wochen im August 2015
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Beate
Alter:36-40
Bewertungen:2
NaNHilfreich