vor Renovierung oder Betreiberwechsel
Thomas (19-25)
Verreist als FreundeAugust 20071 Woche Sonstige

Punta Arabi - einmal und nie wieder!

1,3 / 6
Die Bungalowanlage im maurischen Stil sieht von aussen nichtmal so schlecht aus, angelegt in Dorfform. Die Auslastung liegt bei ca. 1000 Personen. Die Aussenanlagen, wie z. B. Hinterhöfe oder etwaige "Gartenanlagen" wurden größtenteils ihrem natürlichen Wachstum überlassen. Fassaden und Gehwege waren in ordentlichem Zustand. Internet nur gegen Bezahlung, zwei Rechner.
Die "Gäste" bestehen zu 99% aus deutschen Teenagern, die sich auch gerne mal auf die Gehwege übergeben, Mülltonnen umschmeissen und Flaschen aus Versehen zu Boden fallen lassen. Der Altersdurchschnitt lag bei bestenfalls 18 Jahren.

Lage & Umgebung
1,0
Der Transfer vom Flughafen zur Anlage und zurück funktionierte ausnahmsweise reibungslos. Das Ressort liegt abseits jeder Unterhaltung. In der Ortschaft Es Cana, in dem Punta Arabi liegt, hofft man vergeblich auf Partystimmung und Spaß. Der Ort ist von Engländern okupiert, die einzige Möglichkeit, was zu unternehmen, ist der Besuch eines Restaurants oder Cafes. Mit dem Taxi nach Ibiza Stadt braucht man gut 20 Minuten, vorausgesetzt, man hat das seltene Glück, nicht 2 Stunden auf eines warten zu müssen. (Kosten: 30 euro ca.). Busverbindungen katastrophal.

Zimmer
1,0
Zimmer: Zitat Wikipedia:
"Als Zimmer wird ein Raum bezeichnet, der einen von Wänden, Boden und Decke umschlossener Teil einer Wohnung oder eines Gebäudes, insbesondere eines Wohngebäudes bildet und mind. 10 m² groß ist". Soweit so gut. Das wars aber auch schon. Was in einem normalen Hotel mit 2 Betten belegt wird, wird im Megaressort mit 4 belegt. Fernseher, Kühlschrank, Tresor, Minibar...Fehlanzeigen. Wenn man Glück hat, ergattert man ein Zimmer mit Klimaanlage, was ich dringenst empfehle!! Die Betten sind sowas von durchgelegen, dass nach einer Woche Aufenthaltsdauer Rückenprobleme drohen. Fliessend Wasser ist nicht selbstverständlich!! Jenes fiel bei mir einen ganzen Tag aus, und das bei 35 Grad im Schatten..Das Badezimmer war für 3 Leute im Zimmer einfach viel zu klein, die Dusche teilweise verschimmelt. Als Highlight erwiesen sich 4 Steckdosen. Die Putzfrauen kommen alle 2 Tage, man darf allerdings nicht erwarten, dass das Zimmer auch gereinigt wird, lediglich die Handtücher werden ausgetauscht.

Service
1,0
Arbeiten wir folgende Punkte ab:
Freundlichkeit: Das Wort Freundlichkeit zu benutzen wäre eine Farce. Genervte Hotelangestellte sind damit beschäftigt, im Akkord massenweise Beschwerden abzuarbeiten. Die Leistungen der Servicekräfte an den Bars sind unter aller Kanone. Es gehört dort anscheinend zum guten Ton, den Gästen, die bereits seit 20 Minuten auf ein 0, 2 Bier warten, einfach mal die Bar vor der Nase zu schliessen.
Hilfsbereitschaft: Sämtliche Anliegen der Hotelgäste werden mit Augenrollen und einer durchaus spanischen Gemütlichkeit nach gut 2 Stunden Wartezeit bearbeitet. Ob das dann auch zum erfolg führt, liegt dann in den Händen einer höheren Macht...
Kompetenz: Man hat das Gefühl, dass die Angestellten erst seit 2 Tagen in diesem Gewerbe arbeiten und sind selbst mit den kleinsten Angelegenheiten hoffnungslos überfordert. Die Tatsache, dass es jeden Tag Beschwerden hagelte, spricht für sich. ein kleiner Pluspunkt ist, dass die meisten "Fachkräfte" der deutschen Sprache teilweise mächtig waren. Englischkenntnisse mangelhaft.
Check-In: Der gesunde Durchschnitt der Check-In-Dauer im LiveLevel-Ressort beträgt gut 3 Stunden, es wurden allerdings Spitzenwerte von 6 1/2 Stunden gemessen. Auch nach erfolgreicher Absolvierung der Wartezeit ist es nicht automatisch garantiert, dass man seinen Bungalow in naher Zeit beziehen kann:
Ich und meine Freunde wurden gleich einmal in ein anderes Hotel verbannt, da das Ressort hoffnungslos überbucht war. Andere hatten das Pech, gleich für 6 Tage ausquartiert zu werden, was sich später jedoch als Sechser im Lotto erwiesen hat (mit Zusatzzahl).
Zusätzliche Serviceleistungen: Einzig positiv war der clubinterne Supermarkt, der sämtliche Formen von Alkohol zu vernünftigen Preisen angeboten hat (Sixer Bier für 3 Euro, analkoholische Getränke gibt es übrigens auch).

Gastronomie
1,5
Das Essen am Abend ist für die 2 Sterne-Kategorie und die Verhältnisse in spanischen Low-Budget-Hotels durchaus gut. Es bestand eine Auswahl zwischen 2 Hauptgerichten, diversen Salaten und Desserts. Was zu bemängeln ist, sind die langen Wartezeiten und nicht die nicht klimatisierten Räume.
Was sich als problematisch darstellte, ist die Tatsache, dass es zwischen 12. oo und 19. oo Uhr keinerlei Möglichkeiten zum Essen gab, ausser gegen Bezahlung. All inclusive light lässt grüßen. Die Grillstation am Pool allerdings ist zu empfehlen, auch wenn die Speisen leicht überteuert sind. (5, 50€ für einen Burger).
Bars: Es wird zwar jede Art von Alkoholika angeboten, allerdings lässt die Qualität dieser zu wünschen übrig --> Billigfusel wie von der Tanke!
ACHTUNG ALL INCLUSIVE LIGHT: Während meines kompletten Aufenthaltes hab ich kein einziges Freigetränk zu Gesicht bekommen. Während der Happy Hour-Zeiten (insgesamt 3 Stunden) darf man gleichzeitig nur ein Getränk bestellen, vorausgesetzt, man wartet vorher 30 Minuten.

Sport & Unterhaltung
1,5
Das, was sich in Punta Arabi Fitness-Area schimpft, würde in Deutschland mit 3 Jahren Gefängis bestraft. Auch die hygienischen Verhältnisse in jenem waren ganz einfach widerlich. Sollte man doch auf die abenteuerliche Idee kommen, die Geräte zu benutzen, sollte man dringenst eine Auslands-Krankenversicherung abgeschlossen haben.
Animation: Unterstes Niveau! Augelegt für pupertierende Teenager.
Strand: 10 Minuten Fussweg zum Punta-Strand, wobei dieser nicht sehr einladend is, da das Meer von Algen übersät ist. Strand war steinig. Zu empfehlen ist der Strand weiter in der Ortschaft (rechts vom Eingang Richtung Es Canar Zentrum), Fussweg ca. 15 Minuten. Liegen kosten pro Tag 4 Euro.
Zur Disco: Jede Dorfdisse in Deutschland hat mehr zu bieten als das Ocean. 971. Auch hier ist es lächerlich, überhaupt von Diskothek zu sprechen. Die Soundanlage eines Fiat Seicento bietet mehr Klangvolumen. Der Raum ist in Treppenform aufgebaut, oben steht eine Bar mit wiederum sehr unfreundlichen Bediensteten, die Tanzfläche von 10 mal 10 Metern lädt zum fröhlichen Stelldichein in einem Pulk von Besoffenen ein. Mittig in der Disko ist eine weitere Bar angeordnet, die allerdings nur von einem Einheimischen besetzt ist, was wiederum Wartezeiten von mindestens 15 Minuten zur Folge hat. Der Musikstil entspricht einem Dorffest. Wer auf typischen Ibiza-Sound hofft, wird nur sehr mäßig bedient. Größtenteils laufen Meilensteine der Musikgeschichte wie: Drews, Petry, Viva Colonia, Dj Ötzi und sonstige Ballermannhits.
Pool: Nicht gerade spektakulär und lädt auch nciht besonders zum Reinspringen ein. Viel Chlor, wenig Platz. Entspannung gibt es am Pool schon gar nicht, Lärmpegel unerträglich.

Hotel
1,5

Tipps & Empfehlung
Fazit des Punta-Urlaubs:
Um in Punta Arabi Spaß zu haben, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- vor der Reise sollte man das Niveau am Besten zu Hause lassen
- man sollte zwischen 15 und 18 Jahren alt sein
- nicht mehr als 2 Stunden schlaf benötigen
- von der gnadenlos miesen Animation nicht mehr erwarten, als man es von einem Gorilla auf Crack tun würde
Jeder, der über 18 Jahre ist und einigermaßen über einen gewissen Grad an Intelligenz verfügt, ist davon abzuraten, sich in dieses Moloch zu begeben.
Danke Punta für das Wegschmeissen von 1200 Euro!

Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr schlechtHotel ist schlechter als in der KatalogbeschreibungHotelsterne sind berechtigt
Infos zur Reise
Verreist als:Freunde
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1 Woche im August 2007
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Thomas
Alter:19-25
Bewertungen:1