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Liesl & Lo (26-30)
Verreist als Paarim Januar 2008für 2 Wochen

War toll!

4,8/6
Angenehmes Mittelklassehotel, das in altem holländischen Gebäude untergebracht ist und nach dem Tsunami renoviert wurde. Es gibt zwei Gebäude mit Zimmern, jeweils parallel zum Strand ausgerichtet --> Meerblick möglich, v. a. aus dem oberen Stockwerk (siehe Zimmer). Wir hatten Halbpension, d. h. Frühstücks- und Abendbuffet (siehe Gastronomie). Waren über Silvester dort, mit lustigem Fest im Palmengarten und wahnsinnige großem Buffet.
Sauberkeit etc. waren in Ordnung, das Personal überwiegend sehr nett.
Die Gäste waren gemischt - anfangs waren noch ein paar Zimmer frei, der Rest belegt von Ö, D, NL einige Inder oder SriLanker und andere...nach ein paar Tagen kamen die Russen und das Hotel war dann auch voll.

Lage & Umgebung5,0
Das Hotel liegt direkt am Strand, der eigentlich recht ruhig ist und zu Spaziergängen einlädt, und der flach ins Meer übergeht. Das Meer war während unseres Aufenthalts eher "aktiv", d. h. Wellengang usw., was lustig zum Plantschen Spielen in den Wellen war, zum Schwimmen war der Pool besser geeignet.
Das Hotel liegt in der Nähe der Brücke, die die Orte Bentota und Alutgama trennt - in zweiterem sind in leicht erreichbarer Entfernung diverse Geschäfte und ein Supermarkt (FoodCity) sowie eine Apotheke (die übrigens nebenbei die besten Geldwechselkurse weit und breit bieten soll) zu finden. Wenn da nicht die Brücke ohne Gehsteig dazwischen wäre, hätten wir das zu Fuss gemacht - so haben wir lieber für ein Spottgeld ein Tuk-Tuk genommen.
Apropos Tuk-Tuk: Mit dem Tuk-Tuk erreicht man in ca. 20 Minuten Richtung Süden den Ort Kosgoda, in dem das Sea Turtle Research Center (auch mit Hasselblad Turtle Farm angeschrieben) ist. Solche Schildkrötenfarmen gibt es einige in der Umgebung, aber nicht alle sind seriös und kümmern sich um die Tier (sondern v. a. um Profit). Also unbedingt darauf bestehen, in diese bereits Ende der 1970-er Jahre von Chandrasiri Abrew gegründete Aufzuchtstation zu fahren. Kostet je nach Fahrer 400-800 Rupien (hin- und retour), d. h. ca. 3-6 Euro. Als Eintritt sind 200 Rupien zu bezahlen, die den Schildkröten zugute kommen. Die gelegten Eier werden gesammelt (bzw. mit dem Eintrittsgeld Einheimischen abgekauft), nach dem Schlüpfen bleiben die Tiere drei Tage in Becken und werden dann freigelassen. So überleben wenigstens 20% der Tiere. Diese Jungtiere (wie auch ein paar ältere verletzte Tiere in den Krankenbecken) gibt es zu sehen, zu fotografieren, anzugreifen. Ist einen Ausflug (mit Fahrt 1, 5-2 Stunden) wert!
Nach Kosgoda könnte man auch mit dem Zug fahren - die Bahnstrecke liegt gleich hinter dem Hotel, der Bahnhof ist ein nur paar Schritte entfernt. Es ist die Bahnstrecke Colombo-Galle, das Zugfahren ist sehr günstig, Zugzeiten weiss die Rezeption. Hin und wieder hört man den Zug zwar pfeifen, aber wir empfanden das nicht als störend. ..
Am Bentota-Fluss kann man Bootsfahrten machen und dabei verschiedene Tiere (Warane, Fischadler, Eisvögel, kleine Krokodile uva.) sowie Seerosen"meere" sehen (siehe Tipps: Lasantha).
Achja, die Transferzeit vom Flughafen beträgt je nach Verkehr 2-2, 5 Stunden.

Zimmer5,0
Das Zimmer war absolut in Ordnung, groß genug, mit Klimanlage, Ventilator, Radio (3 Sender) ausgestattet. Tsunami-bedingt sind die Zimmer relativ neu eingerichtet.
Wir hatten im vorderen Gebäude ein ebenerdiges Zimmer, d. h. wir konnten praktischerweise vorne hinaus und direkt auf die Liegewiese gehen. Vor dem Zimmer gab es noch Sitzgelegenheiten sowie ein Möglichkeit zum Wäschetrocknen...
Von den Zimmern im obenen Stock kann man natürlich nicht direkt auf die Liegewiese (oder im zweiten Gebäude zum Pool heraus) gehen, dafür sieht man vermutlich recht schön auf's Meer.
Für die Steckdosen braucht man einen Commonwealth-Reisestecker. Föhn gab es in unserem Standardzimmer nicht, Superior hat das
angeblich.

Service5,0
Die Leute im Hotel waren zumeist sehr nett und bemüht (manche sowieso, bei manchen muss immer wieder mit $1 nachgeholfen werden). Englisch können alle, einige auch ein bisschen Deutsch.
Generell gilt: $1-Scheine mitbringen! Im Hotel z. B. einen pro Tag im Zimmer liegen lassen für den Zimmerservice, einer wird erwartet, wenn man die Gratisliegen auch mit Auflage haben möchte (haben da nicht immer mitgespielt, uns die Auflagen auch mal über Nacht behalten usw. - den "strafenden Blick" überlebt man), einen sollte man beim Abendessen dabei haben wenn das Service passt. Und auch außerhalb des Hotels sind die kleinen Scheine hilfreich bis notwendig.
Das Hotel bietet einen Wäscheservice, den wir aber nicht genutzt haben (aber von anderen haben wir gehört, dass das günstig und in Ordnung ist). Geldwechsel ist im Hotel möglich und ok, günstiger ist es in der Royal Pharmacy in Alutgama. Safe gibt es auch, für $2 für den gesamten Aufenthalt - haben wir genommen, auch wenn wir uns im Hotel sehr sicher gefühlt haben.
Wir sind erst abends zum Heimflug Richtung Flughafen aufgebrochen, haben das Hotel aber nur bis Mittag gebucht gehabt und vor Ort einen Late-CheckOut um $25 pro Zimmer genommen - deutlich günstiger als die unnötige Nacht für zwei Personen zu bezahlen.

Gastronomie4,0
Es gibt zwei Restaurants - eines für die gebuchte Verpflegung und eines A la carte, das immer wieder auch nette Aktionen hat (z. B. sea food promotion). Außerdem gibt es zwischen Pool und Palmengarten/Liegewiese eine Bar...und eine gibt es noch im ersten Stock des vorderen Gebäudes, mit Billardtisch usw.
Im Hauptrestaurant gibt es zwei Speiseräume sowie ein paar Tische im Freien. Grundsätzlich gibt es Buffets. Beim Frühstück verschiedene warme Speisen (Ei, Wurst, Speck, baked beans, Omelettes etc.) sowie Curry-Gerichte (z. T. scharf!), Müsli u.ä., Obst, verschiedenes Gebäck, Süssspeisen. Am Abend gibt es diverse Vorspeisen und Salate, "europäische" warme Speisen (Fisch, Fleisch, Beilagen, usw.) sowie einheimische Curry-Gerichte, außerdem Obst und echt tolle Süssspeisen! Die Verpflegung war absolut in Ordnung, nach zwei Wochen freut man sich dennoch wieder mal auf eine andere Küche (eh klar, das ist wohl überall so).
Die Getränke sind zu bezahlen, wobei für 1l Trinkwasser 125 Rupien (nicht ganz 1 Euro), ein großes(=ca. 0,6l) Bier 275 Rupien (ca. 2 Euro), eine Flasche Wein ab 1700 Rupien für den einheimischen Wein und natürlich mehr für europäischen oder australischen Wein zu berappen sind.
Alle Kosten werden mit Beleg und Unterschrift erstattet und am Ende des Urlaubs gesammelt gezahlt (haben die Abrechnung übrigens genau kontrolliert, war absolut korrekt). Cocktails kosten zwischen 250 Rupien (Sri Lankan Sunrise, Cuba Libre) bis ca. 600 Rupien.

Sport & Unterhaltung5,0
Es gibt im Hotel einen SPA-Bereich, wo man sich z. B. für 2000 Rupien (ca. 15 Euro) eine Stunde lang eine Aromaöl-Ganzkörpermassage oder für etwas weniger eine Stunde lang eine Gesichtsreinigung und-massage gönnen kann.
In der einen Bar gibt es Billardtische. Internet-PC gibt es auch, kostet ca. 1 Euro für 15 Minuten und die Geschwindigkeit ist zumeist ok.
Es gibt einen Pool sowie ein Kinderbecken und eine Liegewiese, wo Palmen Schatten spenden und es Liegen aus Holz gibt, zu denen es auch noch eine weiche Auflage gibt (grundsätzlich kostenlos, aber Trinkgeld für's Bringen und Herrichten wird erwartet). Pool-Handtücher bekommt man automatisch im Zimmer...
Am Strand selbst dürfen in Sri Lanka keine Liegen, Schirme o.ä. aufgestellt werden - zum Glück, der Strand ist frei und recht ruhig. Auch lästig-laute Wassermopeds und so gibt es nur selten am Strand, sind aber über die Tauchschule im Hotel oder eine andere in der Nähe grundsätzlich verfügbar. Achja, eine Tauchschule gibt es im Hotel auch, haben wir aber nicht genutzt (wie auch sonst anscheinend kaum jemand). Und einen Volleyball-Platz gibt es.
Zweimal pro Woche kommt ein Yoga-Lehrer ins Hotel und man kann jeweils eine Stunde lang das mal probieren - er geht auf Interesse und Können der Leute ein. Empfehlenswert!
Anderes, also Disco, Jeden-Abend-Touristen-Show und sonstige "Unterhaltung" gibt es zum Glück nicht im Hotel!

Hotel5,0

Tipps & Empfehlung
Ok, der wichtigste Tipp zuerst: Lasantha würde man ev. als beach boy bezeichnen, aber "Reiseveranstalter" trifft's irgendwie besser und klingt positiver. Man findet ihn direkt vor dem Hotel am Strand - oder findet einen ;-) Er bietet von Flussfahrten am Bentota-Fluss bis zu mehrtägigen Auflügen/Inselrundfahrten alles mögliche an. Er arbeitet mit seinem Freund Putha zusammen und die beiden sind nicht nur sehr nett, sondern auch verlässlich und seriös! Wir haben mit Lasantha eine zweitägige Tour nach Kandy gemacht (inkl. Elefantenwaisenhaus, Ananasplantage, Kräutergarten, Botanischer Garten Kandy, Kandy-Tanzshow, Zahntempel, Teefabrik, Wasserfällen und toller Landschaft im Hochland), er hat das toll organisiert, z. B. ein gutes Hotel, gutes Auto, guter Fahrer usw. Außerdem haben wir mit ihm eine Fahrt am Bentota-Fluss (Warane, kleine Krokodile, Kormorane, Fischadler, Eisvögel, Seerosen...) gemacht - die bieten viele an und alle zum etwa gleichen Preis. Der Unterschied ist, dass unsere Fahrt über 3 Stunden gedauert hat, während andere nur 2 Stunden unterwegs waren. Und auch bei diversen anderen Dingen ist er gerne behilflich (z. B. Einkäufe zu vernünftigen Preisen, Tuk-Tuks, Kokosnüsse zum Trinken), und zwar ohne dafür jedesmal die Hand aufzuhalten, wie man es z. T. von anderen kennt - im Gegenteil.
Neuerdings sind Lasantha und Putha an ihren T-Shirts zu erkennen, die ihnen andere zufriedene Kunden geschenkt haben (Foto von den Beiden werden wir raufladen). So wie die beiden auch immer wieder von verschiedenen Touristen im Serendib an andere Touristen empfohlen werden - mit gutem Grund!
Andere Tipps:
-Mückenschutz-Mittel nicht vergessen - in der Dämmerung können sie manchmal lästig sein. Oder vor Ort kaufen, da gibt es zwei Mittel auf Zitronengras-Basis ("Citronella") - eines zur Vorsorge und eines für die Stiche.
- $1-Scheine mitnehmen für Trinkgelder
- Euros werden immer beliebter, aber nur Scheine.
- Am 29. 12. gibt es abends/nachts in Bentota ein buddhistisches Fest mit Umzug von FackeltänzerInnen, Kandy-Tanzgruppen, geschmückten Elefanten usw. - der ganze Ort ist auf den Beinen, wenn man zu dieser Zeit dort ist, sollte man es sich ansehen (aber keine "Tribünen"-Tickets um 2000 Rupien kaufen, man sieht vom Strassenrand gut).
- Grundsätzlich sollte man leider in Sri Lanka damit rechnen, immer wieder mal "Touristen-Preise" zu bezahlen, v. a. in Restaurants. Beim Einkaufen aber zumindest ordentlich handeln.
- Die srilankische Küche ist bekannt scharf - für europäische Gaumen kaum erträglich. Wird aber für AusländerInnen gekocht, wird oft fast gar nicht gewürzt - ist manchmal etwas langweilig. Insofern war das Essen im Hotel vergleichsweise gut.
- Und gerade aktuell ist natürlich die Sicherheitslage im Land ein Thema. Im Hotel bekommt man eigentlich gar nichts mit davon, d. h. v. a. vor Ausflügen (immer, nicht nur in den Tamilen-Norden) unbedingt im Internet die Lage abklären, und nicht nur einfach vor Ort fragen. Als wir in Sri Lanka ankamen, galt noch der Waffenstillstand - dennoch war z. B. der Yala-Nationalpark im SO der Insel gesperrt weil Verdächtige gejagt wurden - , in den Tagen unserer Abreise wurde er dann gekündigt und es gab einige Anschläge und Kämpfe - und innerhalb weniger Tage über 100 Tote...bleibt nur zu hoffen, dass bald wieder Ruhe einkehrt. Aber auch dann sollte man sich unbedingt über Aktuelles informieren, bevor man im Land herumfährt.

Hotelsterne sind berechtigt
Hotel entspricht der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im Januar 2008
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Liesl & Lo
Alter:26-30
Bewertungen:21
NaNHilfreich