• Edda1234
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    geschrieben 1463566315000

    Hallo zusammen!

    Ich befinde mich am Anfang meiner Reiseplanung für eine USA-Tour in 2017. Die Flüge sind noch nicht gebucht, so dass ich mir an dieser Stelle hilfreiche Tipps für die Route erhoffe. Auch wenn es hier schon 100tausend Beiträge dazu gibt, jeder hat ja unterschiedliche Vorlieben, so dass auch ich mich dazu entschieden habe, ein Thema einzustellen. 

    Die erste Frage vorweg: Juni oder September? Ich tendiere eher zu Juni. Stelle mir vor, dass bestimmte Ziele noch nicht sooo heiß sind und die Parks evtl. noch vor der Hauptsaison schöner sind. Lasse mich aber sehr gerne belehren. 

    Die zweite Frage: Ist der Aufpreis bei Flügen und Mietwagen bei Gabelflügen verhältnismäßig hoch oder hält sich das in Grenzen? Ich denke über einen Gabelflug nach um etwas Fahrzeit vor Ort zu sparen. 

    Das ist der erste USA-Urlaub. Ich möchte natürlich nicht, dass alles in Stress ausartet und wir uns zu viele Ziele vornehmen. Andererseits soll die Zeit auch gut investiert sein. Daher hoffe ich auf nützliche Tipps von erfahrenen USA-Hasen, was so machbar ist.

    Ich stelle mir einen gesunden Mix aus Städten und Nationalparks vor. Unbedingt sehen möchte ich SF, LA, San Diego, Las Vegas, Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion. Yosemite würde ich wegen den Wasserfällen zumindest mal gesehen haben (hier muss aber kein langer Aufenthalt eingeplant werden). Wir sind keine großen Wanderer oder Kletterer, so dass ich der Aufenthalt in den NP nicht zu lange sein muss, da wo es aber Sinn macht zB Byce Canyon würden wir schon gerne übernachten. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass wir in Vegas heiraten wollen. Das aber mehr oder weniger by the way (ist nicht unsere erste Hochzeit ;-). Es liegt also nicht das Hauptaugenmerk darauf, aber dennoch sollten es schon 2 besser 3 Übernachtungen in Vegas sein. 

    Wichtig wäre für mich auch, den Schluss der Reise an der Küste zu verbringen um hier noch etwas Strand zu genießen und die Eindrücke zu verarbeiten, z.B. auf der Rückfahrt von SF nach LA oder um LA rum. Ich hoffe die Reise lässt sich so realisieren, notfalls mit Gabelflügen. Aber San Diego würde ich schon sehr gerne unterbringen. Direktflüge nach San Diego gibt es nicht, oder?

    Welches Outlet bietet sich auf unserer Route an?

    Fragen über Fragen!! :frowning: Ich freue mich wirklich sehr auf eure Routentipps und Hinweise! Auch Motel und Hotelempfehlungen nehme ich sehr gern entgegen!

  • tancarino
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    geschrieben 1463571802000

    Moin! Für Fragen über Fragen bietet dieses Forum Antworten über Antworten. Eigentlich ist im Forum wirklich schon alles beantwortet und Eure Fragen wurden so oder ähnlich schon unzählige Male gestellt.

    Auch wurde schon häufig darauf hingewiesen, das man möglichst den schlimmen Anfängerfehler, zu viel in zu wenig Zeit zu packen, vermeiden sollte, und wenn ich Eure Reiseroute so sehe, dann erkenne ich da genau diese Gefahr. Wie viele Tage wird man benötigen, um San Francisco und gar "Los Angeles" (was eigentlich eher mit einem County oder kleinen Bundesland vergleichbar wäre) zu sehen und San Diego, UND noch die Nationalparks, und nebenbei noch heiraten.

    Mein Rat: eindampfen. Man muss übrigens kein "Wanderer" und auch kein "Kletterer" sein, um einen Nationalpark zu erkunden. Fährt man jedoch am Grand Canyon an den South Rim, guckt einmal in den Abgrund, läuft einen Kilometer nach links und nach rechts und noch durch das Glas des Bodens auf der Plattform, hat man - leider - vom Grand Canyon NICHTS gesehen. Das wäre ungefähr so wie auf den Fernsehturm am Alexanderplatz zu fahren und zu glauben, man hätte Berlin besichtigt.

    Unter drei bis vier Tagen hat man von San Francisco und Umgebung (Alcatraz, Muir Woods, Napa & Sonoma, Robbenfelsen, Cable Car Ride) nichts, Los Angeles ist riesig und man wird auch gewisse Zeiten in unvermeidlichen Verkehrsstaus verbringen, das lässt sich gar nicht umgehen.

    Wenn noch so viel Zeit bis zum Urlaub ist, dann überlegt Euch einmal, ob Ihr nicht einmal das unvergleichliche Erlebnis eines Abstiegs in den Grand Canyon zum Colorado River mit Übernachtung in der Phantom Ranch machen wollt. Das ist auch für Untrainierte locker zu schaffen und z.B. im Juni noch nicht so heiß. Trocken ist die Wärme sowieso und man geht lange Zeit an einem Bächlein entlang, das immer wieder Erfrischung spendet. Zumindest bis Indian Gardens sollte man hinab- und wieder hinaufgehen, wenn man nicht viel Zeit investieren will, aber richtig interessant würde es erst viel weiter unten werden, wenn man die Menschenmassen hinter sich gelassen hatte. Vernünftiges Schuhwerk, Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser müssen sein.

    Der Westen der USA ist auch im jahr 2018 und 2022 und auch 2030 noch da, ich kann das versprechen. 1982 hatte ich eine ähnliche Tour gemacht, zum ersten Mal, und das in FÜNF Wochen. Auch heute entdecke ich im Westen der USA und Kanadas immer noch neue interessante Orte, die ich noch nicht kenne.

    Anmerkung: man liest trotz guter und brauchbarer Ratschläge immer wieder ähnliche Beiträge im Forum, offenbar liest niemand die Hinweise und wenige scheinen zum Beispiel den Rat zu beherzigen, gerade in Amerika die Entfernungen und die größe des Landes nicht zu unterschätzen. Selten schreibt dann mal jemand, wie denn der Urlaub tatsächlich gewesen ist. Wer Verbrauchersendungen schaut, der weiß: nicht wenige Urlaube und Reisen werden zu wahren Horrortrips, bei Pauschalreisen - aber auch bei selbst organisierten Reisen, weil gewisse Grundregeln nicht beachtet werden und hilfreiche Tipps unbeherzigt bleiben. Wäre es anders, müsste man nicht in jedem Winter tausende Patienten mit Beinbrüchen aus den Skigebieten heimfliegen.

    Von den misslungenen Urlauben liest man nie etwas oder höchst selten. Offenbar möchte sich niemand die Blöße geben, dass man es vermasselt hat. Man darf aber davon ausgehen, dass genügend Kandidaten sich ihren Urlaub selbst ruinieren aus den oben genannten Gründen. Selbstverständlich ist es immer sinnvoll, "positiv" zu denken und das beste zu hoffen, doch alle Hoffnung nützt nichts, wenn man die Reiseplanung von vorn herein so anlegt, dass es stressig statt erholsam wird. Es liegt an jedem selbst, die Vernunft an die erste Stelle zu setzen und nicht die Vorstellung (aus dem Bauch heraus), dass schon alles "gut gehen" werde und man in kurzer Zeit "alles" mitnehmen könne.

    In diesem Sinne: macht was daraus.... Übrigens: trotz aller Online-Möglichkeiten.... in der Wüste Nevadas gibt's kein Internet und ein guter Reiseführer ist immer von renommierten Experten geschrieben und damit einem Online-Forum überlegen. Lonely Planet wäre meine Wahl...

    PS: zum Thema Gabelflug. Nach SFO und von LAX zu fliegen, das wäre immer praktikabel, oder umgekehrt. Preislich sollte das kaum einen Unterschied ausmachen. Gebt Ihr den Mietwagen im selben Bundesstaat (Kalifornien zum Beispiel) ab, gibt es keinen Einwegaufschlag, anders wäre das, wenn es z. B. in Nevada zur Abgabe kommt, wenn man ihn in Kalifornien anmietete.

    Gute Reise und glückliche Heimkehr!
  • Gila
    Dabei seit: 1094860800000
    Beiträge: 881
    geschrieben 1463576933000

    Hallo Tancarino,

    wie recht du hast!!! So ca. 1992 haben wir eine Rundreise im Westen gemacht und genau die beschriebenen Fehler gegangen. Wir sind in LA gestartet mit ca 2-3 Vorübernachtungen. Dann hatten wir eine Paket Rundreise mit den entsprechenden Hotels gebucht, dass heist wir mussten am nächsten Tag weiterfahren zu den vermeintlichen Highlights. Jeden Tag hunderte von Kilometern fahren, bis wir keine roten Steine mehr sehen konnten. Von geniessen keine Spur. Die fest gebuchten Hotels endeten in San Francisco. Von dort hatten wir noch eine Woche Zeit um wieder von LA zurück zu fliegen. Diese Woche war richtiger Urlaub, wir hatten Zeit in St. Barbara uns vieles anzuschauen, in diversen verschiedenen netten Orten und haben am Ende noch 2 Tage südlich von LA am Strand gelegen.

    @Edda1234 Packt nicht zuviel in eure Route, wenn es euch gefällt, dann kommt ihr ohnehin wieder. Wir sind ein paar Jahre später auch mal wieder da gewesen und haben es genossen.

    gila

  • MsCrumplebuttom
    Dabei seit: 1434758400000
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    geschrieben 1463579474000

    Hallo Edda,

    sowohl Juni als auch September sind in Südwesten Hochsaison - vom Wetter her gibt's keinen nennenswerten Unterschied. Der Juni hat noch den Vorteil, dass im Yosemite die Wasserfälle noch nicht so trocken sind. Die Hochsaison geht im Südwesten von Memorial Day (Ende Mai) bis Labor Day (Ende September).

    Für die typische Ersttätertour mit San Francisco, Highway 1, LA, Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Las Vegas, Death Valley, Yosemite, San Francisco brauchst du gute 3 Wochen. Wenn du die Nationalparks um Moab und/oder San Diego noch mit hinzunehmen möchstest, brauchst du 4 Wochen. San Diego passt in die erste Route über 3 Wochen nicht rein. Pauschal empfehle ich: je mindestens 3 Nächte für jede Stadt, besser sind 4. Für jeden Nationalpark vor Ort je 2 Nächte, damit man mindestens 1 vollen Tag pro Park hat.

    Die Frage nach den Gabelflügen kann man pauschal nicht beantworten. Manchmal sind sie günstiger, manchmal sind sie teurer, als normale Flüge. Da ihr in der Hauptsaison reisen wollt, würde ich nicht so lange mit dem Buchen der Flüge warten. Wenn ihr im Juni 2017 fahren wollt, würde ich schon im September / Oktober in diesem Jahr schauen.

    Der Strand in Kalifornien wird von Erstbesuchern in der Regel komplett überschätzt. Wenn ihr am Strand liegen wollt und ins Wasser gehen wollt, solltet ihr nach Florida oder ans Mittelmeer fahren. Wenn ihr surfen wollt, seid ihr Kalifornien richtig. Das sind keine typischen Badestrände dort - und ganz ehrlich: dafür ist die Zeit auch viel zu schade, es gibt so viel zu sehen dort.

    Outlets gibt's viele ... in LA, in Gilroy (südlich von San Francisco), in Las Vegas, Primm...

    Ich hoffe, das hilft schon mal etwas.

  • Lind-24
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    Zielexperte/in für: Berlin
    geschrieben 1463678700000

    Hallo Edda, willkommen im Forum und danke für die PN ich habe dir unsere Tipps geschickt.

    Als Faustformel für die Städte wie S.F. mind. 3 Ü, und für die N.P. 2 Ü damit du einen vollen Tag vor Ort hast. 

    Ich kann mich nur anschließen, packt nicht zu viel in den 1. Urlaub sein. Wir hatten bisher nie Gabelflüge sondern sind immer entwedeer in S.F. oder auch L.A. gelandet und auch abgeflogen. Man kann die Route ein wenig drum herum stricken. 

    Ich habe eigentlich immer erst nach vernüftigen, für uns akzeptabeln Flügen geschaut, danach angefangen zu planen. 

    Jahreszeiten kenne ich dort bisher nur im März/APril, noch ziemlich kalt und im Juli, ziemlich heiß. Für weitere Planungen würde ich wohl den Sept. vorziehen, aber auch das ist preisabhängig. 

    Ich finde den Geo Spezial (noch im Internet zu haben) N.P. im Westen der USA sehr gut. Da bekommt man einen Überblick. 

    ich würde erstmal noch mehr überlegen was dich interessiert und was ihr genau sehen wollt. Als Badeurlaub eignet sich Kalifornien nicht wirklich, der Atlantik ist einfach zu kühl Wir waren im Juli in Scottsdale, im Marriott ein toles Hotel mit klasse Pool. Das hat uns zu Ausspannen gefallen, ansonsten möchte ich im Westen immer so viiiiel wie möglich sehen. 

    LG

    Bine

    Urlaubstage sind die Oasen in der Wüste des Alltags
  • haidafare
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    Beiträge: 335
    geschrieben 1463729678000

    Hallo Edda,

    unsere erste Westcoast-Tour ging auch über 3 Wochen. Wir machten die oft gewählte Route mit Start in SF über den Yosemite, durchs Death Valley nach Vegas, hatten den Zion, den Bryce und den Grand Canyon dabei, besuchten Page mit dem Antelope-Canyon, den Joshua Tree NP und fuhren über LA und den Highway Nr. 1 zurück nach SF. Das ging prima und ohne Stress. San Diego hatten wir erst beim 2. Mal im Programm. In LA und San Diego waren wir auch am Strand und in San Diego sogar im Pazifik. Das ging schon, aber das war nicht unser Hauptaugenmerk.

    Du kannst hier im Forum ja schon einige Touren-Vorschläge finden. Da ist sicher was dabei für Euch. Ansonsten kann ich mir nur anschließen: lieber weniger, aber das dann genießen!

    Viel Spaße beim Planen

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