• Gofy1
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    geschrieben 1286878037000

    Zum Beispiel Pamukkale möchte ich folgendes sagen. Seitdem der Bereich für Autos gesperrt wurde, die Hotels weg sind, ist es eigentlich besser geworden. Den Raubbau früher haben aber nicht nur die Touris zu verantworten, sondern in gleichem Maße die Einheimischen. Ich habe selbst gesehen wie die Einheimischen das Gelände überströmt haben (ende der 70. Jahre) und verunreinigt haben. Pamukkale ist seit der Renovierung schöner und wieder sehenswert geworden, trotz Massentourismus.

  • Günter/HolidayCheck
    Dabei seit: 1092268800000
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    geschrieben 1286879676000

    @3footure

    Natürlich wird das kommen: Leistungen abbauen. Wer mal genauer hinsieht weiss, dass dies schon seit geraumer Zeit begonnen hat.

    Und zum Thema Bezahlung der Angestellten:

    Hinzu kommt dass die "Trinkgeld-Vergabe" der Gäste ganz dramatisch abgenommen hat.

    Das ist jetzt keine Vermutung. Ich war in den vergangenen Monaten mehrfach in der Türkei unterwegs und hab mit vielen Verantwortlichen gesprochen.Inzwischen sind das oft nur noch Bruchteile der früher üblichen Werte.

    Vonschmeling hatte mal irgendwo einen herrlichen Satz zu dem Thema geschrieben: "...Huldvoll einen Euro überreicht..." Ich hab ihn immer noch präsent.Punktlandung! ;)

    Auch das hat sich nämlich verändert-- vielleicht ist es einfach auch nur das fehlende Wissen um die Wichtigkeit dieses Lohnteils, der natürlich in der Kalkulation der Gehälter als feste Größe eingebaut, besser eingeplant ist.

    Wir sollten - wenn wir schon einen leicht sentimentalen Rückblick vornehmen- auch vor solchen Fakten nicht halt machen.

    Denn auch das sind Veränderungen und zwar drastisch negative --für die Angestellten.

    Auf Dauer wird u.a. auch dieser Punkt zu Lohnsteigerung  und damit Kostensteigerungen der Hotels führen müssen. Dann verändert sich noch erheblich mehr in der Nummer 1 der

    AI-Destinationen.

  • tina1312
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    geschrieben 1286884015000

    Mit den Löhnen hast du recht. Andererseits kann vom Touri nicht erwartet werden, Euro um Euro an Trinkgeldern zu geben. Zumal ich festgestellt habe, dass ohne Trinkgeld der Service manchmal schleppend ist. Ich habe mir angewöhnt, z.B. dem Zimmermädchen direkt am Anfang des Urlaubs die geliebte Milka sowie 5,00 € auf das Bett zu legen. In letzter Zeit ist es mir aber auch öfter passiert, dass man sich trotzdem keine besondere Mühe mit der Raumpflege gegeben hat. Auf Blümchen und Schwäne etc. verzichte ich sowieso gerne. Was sollte mich veranlassen, dann nochmal was springen zu lassen? Außerdem kenne ich es so, dass Trinkgelder erst NACH gutem Service gegeben wird und das handhabe ich in der Türkei genauso. Unseren Reisepreis haben wir schließlich schon bezahlt.

    Vielleicht sollte man auch mal im Management anfangen, die vom Lohn einen bestimmten Teil einbehalten, um die Trinkgeldzahlungen "auszugleichen", oder sich an den Tipboxen bereichern.

  • 3footure
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    geschrieben 1286886032000

    Apropos Naturschutzgebiet. Hier der Beweis, dass ich nicht gelogen habe. Habe noch einen Interessanten Link vom Spiegel  aus dem Jahre 1987 gefunden. Interessant zum lesen

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13525118.html

  • Barmies
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    geschrieben 1286889041000

    Eine kleine Episode aus dem Jahr 1991. Urlaub in Incekum. Mittags ging man auf die andere Strassenseite zum essen. Auf dem Rückweg fehlte dann der Papa. Er saß frohgelaunt bei den Taxifahrern. Diese hatten ihn auf seine Frage was sie zu essen hätten , gleich eine Gabel in die Hand gedrückt und eingeladen. Es gab lecker Ziege.

  • SueCologne
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    geschrieben 1286889588000

    Ich war 1994 zum ersten Mal in der Türkei, das war im August. Es hat mir so gut gefallen, dass ich im November gleich eine Woche nachgelegt habe. Das Hotel werde ich nicht vergessen: Serap Su -Traum am Wasser. In diesem Jahr habe ich auch die Lokale am Gebirgsfluss hinter Alanya kennengelernt, Dim Cay, wie dieser Geheimtip heute aussieht, will ich gar nicht mehr wissen.

    1994 waren wir zu 4t in einem Restaurant in Alanya und haben Rinderfilet gegessen. Es gab auch Vorspeisen und mit den Beilagen und Getränken haben wir zusammen knapp 30 Mack bezahlt. Ich hatte total Angst, die hätten sich zu ihren Ungunsten verrechnet....

    Es gab auch noch ganz tolle Lederartikel einer türkischen Marke, d.h. ohne D&G Logo oder den anderen Scheiss. Das war so eine tolle Qualität, das Portemonnaie habe ich heute noch, benutze es aber nur noch im Urlaub. Inzwischen kaufe ich dort nichts mehr auf dem Markt ausser Gemüse, grundsätzlich auch keine "Orischinall"-Sachen.

     

    1998 hatte ich durch eine Ausbildung Blockferien von 5 Wochen in den Ferien. Flieger vom ersten bis zum letzten Tag gebucht und einen Mietwagen, damit habe ich die Küste unsicher gemacht. Ich habe viele Leute kennengelernt und wurde auch nicht blöd angemacht. Schön war es auf einem Campingplatz bei Kizilot, mit der Besitzer und einer Schweizerin nachts am Strand noch ein Bier geschlürft und plötzlich war da die Riesenschildkröte, die Eier gelegt hat, diese dann zugeschaufelt hat und von uns zum Wasser begleitet wurde, das alles bei einem Vollmond, der alles beleuchtet hat.

    Klasse war das türkische Feriendorf zwischen Side und dem Turquoise Hotel. Bretterbuden auf Holzstelzen, von unten konnte man die türkischen Toiletten erkennen, aber alle auch mit Satellitenantenne. Vor dem Robinson Club gab es noch eine Bretterbude, wo man ganz fantastisch essen konnte und im Wald dahinter konnte man sich Pferde ausleihen und das gesamte Strandstück zwischen Robinson Club und Side abreiten.

     

    Wir machen noch heute entspannte Urlaube ohne All Inklusive und in kleinen, familiären Hotels, man muss nur wissen wo und darf nicht so festgelegt sein. Wir waren zuletzt im Februar 2006 in einem AI Hotel bei Side für eine Woche. Da möchte ich nie mehr hin!

    Liebe Grüße aus Köln Sue
  • vonschmeling
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    geschrieben 1286893166000

    Eine Trinkgelddiskussion gab es schon, das will ich nicht noch einmal vertiefen.

    10-12% kalkuliert man eigentlich weltweit auf die knapp bemessenen Einkommen der Servicemitarbeiter - ich habe Gäste in hochwertigen AI Anlagen erlebt, die keinen Cent ausgegeben haben. Das ist zumindest unfair, wenn nicht unmoralisch.

    @3footure

    Interessant ... ein Artikel von 1987!? :frowning:

    Im Dalyan Delta wurden keine groß angelegten Hotelanlagen gebaut, es gibt ein weites Naturschutzgebiet und die Laichstrände der Caretta Caretta sind weitesgehend erhalten geblieben.

    Fakt ist, dass es in den letzten 15 Jahren sehr viele erfolgreiche Aktionen für den Naturschutz gab und man weiterhin aktiv bleibt. Fakt ist auch, dass es in der Türkei durchaus Küstenregionen gibt, in denen man ganz fern vom Massentourismus ursprünglich urlauben kann - man muss nur wissen, wo!

    Solange aber Horden von Touristen in ein strandloses Hochhaus pilgern, um einen Kronleuchter und einen Flatscreen zu erleben, behaupte ich, dass der Markt begehrlich bleibt und bei allen Risiken gilt der Massentourismus nun einmal schneller amortisierend, als ein schnuckeliges Individualangebot.

    Fakt ist auch, dass es keine "Enteignungen" gab - die Strandgrundstücke bis 100m vor dem Flutsaum waren und sind überwiegend Privatbesitz und sofern der bebaut war, war das schlicht illegal.

    Wir sprechen hier nicht von "Lügen", aber wenn man schon Vorwürfe erhebt, sollten diese präzise recherchiert sein.

    How stupid must one be to split with Kiedis?
  • Günter/HolidayCheck
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    Administrator Zielexperte/in für: Fuerteventura
    geschrieben 1286895366000

    ja---vonschmeling -stimmt. Enteigungen sind wirklich nie vorgekommen.

    Durch die Grundstücke am Strand sind viele zu Millionären geworden, die früher nur

    von Landwirtschaft oder Buden am Strand gelebt haben.. Da kenn ich herrliche Beispiele.

    Und - z.B. das heutige Gesundheits-System, das sich in den vergangenen Jahren mächtig verbessert hat(es gibt heute sogar Beschwerdehotlines, wenn es nicht funktioniert) wird auch aus den höheren Steuern auf Alkoholika, Zigaretten finanziert-- datürlich mit aus den Tourismus-Einnahmen.

    @ Tina1312. Zum Thema Trinkgeld nochmals  der Hinweis dass sich die Geschichte dramatisch nach unten entwickelt hat- und das spricht Bände. Soviel schlechten Service kann es ja gar nicht geben.

    Übrigens bekommen die Kellner in viele Hotel heute schon eine Einmal-Zahlung die - vom Hotel festgelegt- auf gute Leistungen abzielt.So clever sind die Hoteliers auch schon. ;)

    Nur deckt das deren Mindereinnahmen eben nicht..

  • vonschmeling
    Dabei seit: 1102896000000
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    geschrieben 1286896378000

    Kleines o.t.: Viele Strandgrundstücke gehörten Frauen - diese Parzellen galten früher als weniger wertvoll, daher hat man die Söhne als potentielle Ernährer mit dem fruchtbaren Land bedacht.

    :p

    Letzter Nebensatz zum Trinkgeld: Einen wirklich grottigen Service wird ein freundlicher und respektvoller Gast auch nicht erleben. Für mich sind Trinkgelder obligatorisch! 

    Früher gaben die Hotelgäste auch reichlich Geld in den Hotelshops aus, heute scheinen sie einen Igel in der Tasche zu haben. Bei ständig steigenden Mieten verzeichnen die Shops jeder Branche zweistellige Einbrüche - bis zu 45%!

    "Draußen" ist es nicht viel besser, lediglich Optiker boomen.

    Früher war die Türkei billig, das scheint noch heute in den Köpfen der Urlauber zu spuken. Leider trifft das, zuallererst für die Einheimischen, nicht mehr zu und der Tourist wird wohl oder übel auch mit den Kostensteigerungen konfrontiert.

    M.E. ist das aber nur der Anfang ...

    Dank des erheblichen Wirtschaftsanteils der Touristik befassen sich blendend ausgebildete und modern denkende Profis mit deren Entwicklung - das lässt mich hoffen. Ein nettes Beispiel ist die vieldiskutierte Promenade in Side: Hier im Forum brandete der Protest - vor Ort allerdings hörte ich 100% positive, ja begeisterte Stimmen. Man muss sich auch mal auf was einlassen!

    Wer Ursprünglichkeit und sanften Tourismus sucht, kann auch noch heute seine Fleckchen finden, und das ist eine sehr bemerkenswerte Tatsache bei einem so schnell wachsenden Angebot!

    How stupid must one be to split with Kiedis?
  • tina1312
    Dabei seit: 1206144000000
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    geschrieben 1286896743000

    Einen grottigen Service habe ich auch noch nie erlebt. Wenn ich z.B. erlebe, dass das Zimmermädchen in 16 Tagen NACH Trinkgeldzahlung am ersten Tag es nicht schafft, z.B. zu saugen oder Handtücher bereitzulegen, bin ich auch nicht willens, einen Nachschlag zu liefern. Und ich hasse es, wenn ich darauf angesprochen werde, Trinkgeld zu geben. Leider schalten da meine Ohren auf Durchzug. Wie gesagt, bei guter / netter Leistung immer, bei durchwachsenem / schlechten Service nicht.

    Natürlich weiß ich, dass dort schlecht verdient wird!

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