• 18041608
    Dabei seit: 1143763200000
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    geschrieben 1307370577000

    Offenbar entwickeln sich immer mehr Hotels an der türkischen Riviera zu Seminarhotels. Diesen Eindruck gewinne ich, wenn ich neue Hotelkritiken für diese Gegend hier lese ( z. B. Rixos, Xanadu in Belek u.a.). Grundsätzlich besteht bei mir keine Berührungsangst vor dieser Art Hotel, über die Zustände, die sich dabei jedoch in den Hotels zeigen und die auch beschrieben werden, lassen mich überlegen, was ich davon zu halten habe. Da buche ich ein 5-Sterne-Resort, das ich seit langem kenne und in dem ich mich immer wohlfühle und erhalte ein hektisches, übervolles Haus, in dem zur Entspannung keine Möglichkeit mehr besteht. Noch einmal, nichts gegen Seminare in Hotels, bei denen eine passende Relation zwischen Seminaristen und Urlaubern besteht. Stimmt diese Relation nicht mehr überein, bleibt nur die Flucht, besonders wenn es sich um Seminarteilnehmer handelt, die aus Kulturkreisen stammen, in denen das Verhalten in einem internationalen 5-Sterne Resort und insbesondere an Selbstbedienungsbuffets eher unbekannt ist.

     

    Wie sind so die Erfahrungen und was kann geraten werden?

  • curiosus
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    geschrieben 1307371027000

    ...anderes Hotel buchen oder eine andere Destination... ;)

  • Holginho
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    geschrieben 1307371073000

    Die Seminar- und Event-Hotels sind ein seit Jahren anhaltender (und noch im weiteren Ausbau befindlicher) "Trend" der eine seiner Ursachen im immer größer und härter werdenden Konkurrenzkampf hat.

    Weitere Gründe sind z.B. auch in der völlig sinnfreien Boykott-Freudigkeit gerade deutscher Urlauber beim "geringsten Husten" in der Türkei und der daraus resultierenden Suche nach neuen Kunden-Segmenten.

    Aber das ist ein in seiner Gesamtheit sehr komplexes Thema!

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • vonschmeling
    Dabei seit: 1102896000000
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    geschrieben 1307373508000

    Übrigens werden gerade in den saisonalen Randzeiten auch gerne mal in sehr renommierten Etablissements Gäste im Rahmen eines Incentives  beherbergt... Sodann ist es vollkommen müssig, sich über einen "fremden Kulturkreis" und seine Sitten Gedanken zu machen, denn allein der Wortteil "Kultur" spottet auch im Rahmen rein teutonischer Teilnehmer jeder Beschreibung.

    Richtig, die einzige Lösung ist: Man suche ein neues Refugium! ;)

    How stupid must one be to split with Kiedis?
  • gastwirt
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    geschrieben 1307374583000

    ....und buche Sensimare, Sensimare :p

  • Belek4u
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    geschrieben 1307374738000

    Ich sehe das eigentlich nicht als eine "Entwicklung" hin zum Seminarhotel.

    Eigentlich war das schon immer so.

    Dem geneigten Beobachter war es nur noch nicht aufgefallen.

    Z.B. verfügt jedes Hotel in der Region Belek über Seminar-Räume. Diese werden auch dringend benötigt, z.B. jetzt vor den Türkeiwahlen für politische Veranstaltungen, wie beschrieben für Incentives in der Nebensaison, von Januar bis März für die Fussballer (40.000), im Winter ist Hochsaison für die Golffreunde, etc.pp. Im Februar die Langläufer, im März die Rentner, und dann ist auch schon wieder Easterntime.

    Dem Hotelier sind quasi die Hände gebunden. Mit dem Tourismus kann er kaum noch Geld verdienen (aktuell geht das nur noch über die Verpachtungen der Shops in den Hotels, welches nun auch abnimmt, da die Urlauber "gemerkt" haben, dass es auch andernorts Teppiche, Schmuck und Handtaschen gibt). Da ist die Paketierung von Seminarangeboten aussen um die normale Reisebranche herum schon lukrativ.

    Ich wäre auch vorsichtig, im Zusammenhang mit Tourismus und Seminar von 5* Kultur zu reden, dem ist in den meisten Fällen nicht so.

  • gabriela_maier
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    geschrieben 1307391692000

    Ich kann diesem Beitrag bedingt zustimmen. Aber Fussballer, Golfer und Rentner waren schon immmer saisonale Urlauber, und haben daher mit Seminaren nichts zu tun. Wenn es eine Häufung von Seminaren in den Urlaubsresidenzen im 5-Sternebereich gibt hat das eher mit dem innertürkischem Bedarf zu tun. Die türkische Wirtschaft wächst und hat in Sachen "Motivationstraining" noch Nachholfbedarf. Ich bezweifel, das es europäische Firmen sind, Ausnahmen sind natürlich immer möglich. Türkische Urlauber bezahlen -sollte man nicht vergessen- weitaus höhere Preise als die Touristen.

    Was nun die Mieten der shops angeht: die sind ganz sicher rückläufig. Sie können in der gewünschten Höhe nicht mehr bezahlt werden. Früher war der Besitzer eines Fotoshops ein gefragter Mann, der seine Bilder zu Höchstpreisen verkaufen konnte. Heute kommt doch jeder mit seinem handy oder seiner Filmkamera und macht eigene Fotos.

    Einkaufsshops für gefakte Ware ? Ist doch mittlerweile tote Hose. Da werden die Hoteliers auch mit den Mieten runtergehen müssen. Was noch läuft sind die outgesourcten Wellnessbereiche sowie Spezialgebiete wie Tauchen.

    Für mich kein Wunder, das in den Übergangszeiten im Frühjahr wie im Herbst besondere Anstrengungen der Hoteliers gibt, solche Veranstaltungen zu akquirieren. Mich störten die Teilnehmer bisher auch nicht, sie sind mir in keiner Weise negativ aufgefallen.

    Gruss Gabriela

  • nate1
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    geschrieben 1307433777000

    Wir hatten leider in einem Maiurlaub auch mal das große Pech, in einem Hotel mit vielen Seminarveranstaltungen von türkische Firmen gelandet zu sein. Es herrschte an mehreren Tagen unseres 14-tägigen Urlaubs ein derart lautstarkes Kommen und Gehen, was die ungestörte Nachtruhe dann doch sehr einschränkte. Immer wenn ein Seminar war, bekamen die Urlaubsgäste beim Abendessen nur eine kleine Ecke des Speisesaals zugewiesen, der restliche Teil des Saales wurde schön für die Seminarteilnehmer hergerichtet. Auch das Essen war bei einem Seminar immer vielfältiger und auch besser. Bedient wurden die Seminarteilnehmer bevorzugt, erst dann kamen die Urlaubsgäste dran. Wir fühlten uns dort wie nur geduldete Gäste. Seither informieren wir uns besser über das jeweilige Hotel, um nicht nochmal in einem Seminarhotel zu landen.

    - Schlimmer geht immer -
  • Metrostar
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    geschrieben 1307434454000

    @nate1 sagte:

    Wir fühlten uns dort wie nur geduldete Gäste.

    Gäste? Wohl eher ein lästiges Übel. Ich stelle mir gerade unsere Belegschaft vor, die allesamt in einem Hotel untergebracht wird. Urlauber möchte ich dann nicht sein. ;)

  • Holginho
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    geschrieben 1307442240000

    Hallo nate,

    ich kann Deinen "Ärger" zumindest bedingt nachvollziehen, bitte aber zu bedenken, das es nachts u.U. auch ohne Seminar-Teilnehmer nicht leiser gewesen wäre (kenne beide Seiten...also sowohl Seminar-Teilnehmer, alsauch Urlauber in einem "Seminar"(?)-Hotel)...es gibt auch genug Urlauber mit "schwacher sozialer Ausbildung" die nachts lärmend durch's Hotel ziehen oder auf den Zimmern weiterfeiern.

    Ich habe "Seminar"(?)-Hotel deshalb so geschrieben, weil es ab einer gewissen Kategorie und Ausstattung/Ausrichtung eigentlich kaum noch Häuser gibt, die nicht regelmäßig Veranstaltungen in ihrem Hause haben...oder diese zumindest ausrichten könnten (auch kurzfristig).

    Selbst eine Anfrage bei oder sogar vor Buchung wäre kein verläßliches Kriterium (und übrigens auch kein einklagbarer Mangel bei einer Veränderung entgegen einer eventuell vom Hotel getätigten Aussage).

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
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