• xadoo
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    geschrieben 1438364975000

    Bei einer Reisewarung geht es um eine Empfehlung einer Behörde, die sich sehr wohl über deren Konsequenzen bewußt ist. Im Grunde geht es nur um zivilrechtliche Auswirkungen auf abgeschlossene Verträge, aber die Reisebranche ist sehr mächtig. Da zählen Menschenleben oder deren Risiken nur wenig! Und selbst bei einer Teilreisewarung kann noch niemand kostenlos stornieren.

    Business is usual...

  • vonschmeling
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    geschrieben 1438385847000

    Erst einmal hat eine Reisewarnung keinerlei verbindliche zivilrechtliche Auswirkung, auch nicht für ein gesamtes Land ausgesprochen - was außerordentlich selten passiert.

    Des Weiteren hat das mit der "Macht einer Branche" nicht das Mindeste zu tun - diese kann nach wie vor ihre Risiken evaluieren und die Reaktion entsprechend gestalten - behördlicher Rat hin oder her.

    Eine lebensfeindliche Gesinnung zu unterstellen ist wahrlich grotesk!?

    Grundlagen der Bewertung sind recht nüchtern - wenn keine Socke mehr in die Türkei fliegen will leitet man das Angebot um anstatt mit leeren Bombern Gelder zu verbrennen. Das passiert heute ratz fatz, und die Gemengelage kann quasi von heut auf morgen justiert werden.

    Auch in der Reisebranche agiert nicht die Wohlfahrt sondern Unternehmen, die zu wirtschaftlich tadellosen Ergebnissen verdonnert sind.

    Zudem existiert eine inherente weltweite Terrorwarnung - das ist imho soweit die Maßgabe.

    Schon gar nicht wird sich an der Gesetzeslage etwas ändern - dazu gibt´s viel zuviel Rumms auf der Welt - immer!

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  • Holginho
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    geschrieben 1438423644000

    Wenn die Reisebranche "mächtig" ist, dann hätte ich gerne einmal eine Definition von "mächtig".

    Interessant wäre es zudem zu erfahren wie jemand auf den (ich formuliere mal höflich) "extrem schmalen Grat" kommt, daß in dieser Branche "Menschenleben oder deren Risiken nur wenig zählen"!

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • vonschmeling
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    geschrieben 1438426236000

    Stimmt, die Unterstellung der Schutz der Reisenden hätte wirtschaftlichen Erwägungen nachzustehen, ist schlichterdings grotesk.

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  • steviederdreher
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    geschrieben 1438426567000

    Die meisten RV sind Aktiengesellschaften und leben vom Profit.

  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1438426854000

    Selbstverständlich leben sie vom Profit...deshalb allerdings öffentlich zu verkünden das "Menschenleben dort nichts zählen" ist (um bei einem zuletzt hier so beliebten Terminus zu bleiben) reichlich "daneben"!

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • vonschmeling
    Dabei seit: 1102896000000
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    geschrieben 1438460167000

    Wollen wir wieder bei Adam und Eva anfangen und erklären, weshalb Reiseveranstalter - wie die Mehrzahl der Wirtschaftsunternehmen! - nicht gemeinnützig arbeiten?

    :frowning:   :shock1:

    Vollkommen unstreitig ist die Sicherheit ihrer Kundschaft ein weit überwiegendes Kriterium für die Unternehmen und wird nicht etwa ökononmischen Aspekten untergeordnet.

    Ebenso wenig kann man dem AA mangelnde Fürsorge hinsichtlich der ausgesprochenen Warnungen unterschieben - wie gesagt betrachte ich derartige Hypothesen als geradezu grotesk.

    Grotesk ist auch die Hysterie, die solche Diskussionen in der schrecklich transparenten Reisewelt verursachen - vermutlich hat sich das Risiko im Promillebereich verschärft und war eher die allzu vertrauensselige Wahrnehmung vorher verkehrt.

    Es werden Reisende nicht "dem Profit geopfert", auch fallen sie nicht durch´s Sieb der verantwortlichen Behörden sondern nehmen ihre Fürsorgepflicht überaus Ernst.

    Entspannt euch ... wägt reiflich ab und trefft dann eine für eure Situation passende Entscheidung.

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  • gabriela_maier
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    gesperrt
    geschrieben 1438509770000

    Man muss nur die richtigen Fragen stellen, dann bekommt man auch die richtigen Antworten. Nämlich die Antworten, die man hören will. Wenn das "Ergebnis" dann in der BILD-Zeitung veröffentlicht wird, darf man beruhigt davon ausgehen, welche Tendenz dieses Blatt als die repäsentative Meinung der "Deutschen" präferiert. Ich erinnere nur an an die Schlagzeilen in Sachen Grexit/Griechenland/die Griechen allgemein u.a.

    Demnach würden 81% der Deutschen angesichts der militärischen Eskalation in der Türkei einen Urlaub dort ausschliessen. Viele, und ich schliesse mich nicht aus, haben zur Zeit ein flaues Gefühl im Magen. Flauer die, die schon gebucht haben, und wahrscheinlich zumindest ein bischen flau, die ( wie ich ) in nächster Zeit einen Urlaub dort planen.

    Aber ich bezweifel, das die Zahl von 81% korrekt ermittelt worden ist. Dazu fehlen die Grundlagen, sprich wieviel Leute wurden wann und wo mit welcher konkreten Frage ( oder Fragen ) angesprochen. 

    Wohlgemerkt, ich habe eine eigene Meinung zur aktuellen Situation in der Türkei, wie ich sie hier auch artikuliert habe. Das Verhalen der türkischen Regierung ist in meinen Augen völlig unverständlich. Innenpolitische Gründe -weil machtpolitische Interessen- rechtfertigen die kriegerischen Aktionen nicht.

    Ich hoffe sehr, das der Tourismusverband in der Türkei seinen ganzen Einfluss geltend machen wird, um die potenziellen Schäden für den Wirtschaftszweig darzulegen.

    Gruss Gabriela

  • steviederdreher
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    geschrieben 1438514135000

    Es sind in den letzten 2 Monaten ca 14% weniger Buchungen eingegangen.Ob es nur am Krieg/Sicherheit liegt ?

  • gabriela_maier
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    geschrieben 1438516228000

    Ich habe irgendwo gelesen, das in den letzten Tagen rund 30.000 Briten von der Türkei ( diese Zahl kann möglicherweise auch Ägypten mit betreffen ) nach Spanien umgebucht haben.

    Wo es Verlierer gibt, gibt es eben immer auch Gewinner. Ich lege Wert auf die Klarstellung, das ich den Begriff "Kriegsgewinnler" bewusst nicht verwendet habe.

    Die Rückgänge der russsischen Buchungen dürften aber bereits eingepreist sein.

    Gruss Gabiela

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