• kfocke
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    geschrieben 1362523204000

    Hallo!

    Ich schildere mal unser Erlebnis: Wir buchten bei FTI eine Pauschalreise in Curacao. Abflug war Sonntag in Berlin über London nach Miami (Montag) weiter nach Curacao. Als wir die Reiseunterlagen erhielten fiel uns die Umsteigezeit von 1 Stund und 50 Minuten in Miami auf. Doch FTI meinte das wäre vollkommen ausreichend.

    In Miami standen wir 20 Minuten zu spät am verwaisen Gate, aufgehalten durch die Security Prozedur. Umbuchen kostete uns 3 mal 320$ und ein von uns selbst angemietetes Hotelzimmer. Auf dem Rückflug wäre uns das fast noch einmal in London passiert, da hatten wir nur eine Stunde Zeit, aber flinke Füße. FTI meint, wir haben uns falsch verhalten, wir hätten sicherzustellen zügig duch den Security Check zukommen und damit pünktlich am Gate zu stehen. Wir sollen damit die Mehrkosten selbst tragen. Bitte, wer weiß hier Rat?

    Vielen Dank & liebe Grüße!

  • Sunshine997
    Dabei seit: 1231200000000
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    geschrieben 1362560019000

    Das ist meiner Meinung nach ziemlich eindeutig: Auch wenn es kein direkter Fehler von FTI war (die Mindestumsteigezeit wurde eingehalten, aber aus Erfahrung sollte FTI wissen, dass sie sehr knapp ist) haftet FTI dafür, dass Ihr rechtzeitig am Urlaubsort ankommt, es sei denn es war Euer Fehler. Bei so einer knappen Umsteigezeit liegt das aber nicht an Euch.

    Hinflug: FTI schuldet Euch die Umbuchungs- und Hotelkosten PLUS eine Reisepreisminderung von 5 % pro Stunde verspäteter Ankunft ab der 5. Stunde.

    Wegen vertaner Urlaubszeit gibt es nichts, da es kein wirklicher Fehler von FTI war.

    Rückflug: Für den Stress auf der Rückreise gibt es nichts, da es letztendlich geklappt hat.

    Das Gesagte gilt NUR, wenn es eine Pauschalreise war (Gesamtpreis für alles). Wenn es eine Bausteinreise war (Hotels und Flüge haben Einzelpreise), sieht das anders aus.

    "Recht haben" bedeutet nicht unbedingt "Recht bekommen", jeder Fall ist anders und selbst gleiche Sachverhalte führen nicht unbedingt zu identischen Urteilen
  • Rhodos-Peter
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    Verwarnt
    geschrieben 1362577579000

    @Sunshine997

    es war eine Pauschalreise, steht im ersten Satz des Eingangspostings ;)

    @kfocke

    ist der Flieger denn pünktlich in Miami gelandet? Wenn ja, dann würde es bedeuten, dass Ihr 1Std und 50min Umsteigezeit plus die geschilderten 20min am verwaisten Gate gebraucht hättet, also 2Std und 10min um die Immigration zu absolvieren und zum Weiterfluggate zu gelangen. Das erscheint mir ein bisschen viel, so groß ist der Flughafen von Miami nun auch nicht, ich war erst im letzten Spätsommer dort, alles ist sehr übersichtlich. Andere Urlauber berichte hier im Forum von max. einer Stunde bei der Einreise in Miami, oft deutlich weniger. Meine persönlichen Erfahrungen liegen zw. 15-30min, selbst bei der Ankunft mehrerer Maschinen gleichzeitig. Das Personal am Flughafen weist die ankommenden Reisenden eigentlich zielsicher zum nächstmöglichen Counter, kurz ein Foto und Fingerabdruck, ein paar Fragen beantworten und fertig. In Dallas hatten wir z.B. mal nur 1Std. und 20min zum Umsteigen und sind zudem noch mit dem Skylink zum nächsten Terminal gefahren, hat auch geklappt, nur flink muss man sein.

    Seid Ihr denn die einzigen Urlauber gewesen, die den Anschluss nicht geschafft haben oder gab es noch mehr Pauschalreisende mit dem gleichen Reiseziel und Euren Erfahrungen?

    Es sollte schon im Interesse der Reisenden liegen, sich ein wenig zu beeilen, zumal Euch die Umsteigezeiten bekannt waren, womit ich nicht unterstelle, dass Ihr dabei gebummelt habt. Insofern kann ich die von Dir geschilderte Aussage von FTI: "Ihr hättet sicherzustellen, zügig duch den SecurityCheck zukommen" nachvollziehen.

    edit: Wer kennt sie nicht, die Durchsagen am Airport: "Letzter Aufruf für die Fluggäste XYZ, gebucht auf den Flug 1234 nach ABC" und sieht dann die betreffenden Reisenden völlig überrascht aus dem Duty-free heraus stürzen...

    "Ein Merkmal geistiger Mittelmäßigkeit ist die Sucht, immer etwas zu erzählen" -Jean de La Bruyère-
  • ericmu
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    geschrieben 1362591870000

    Hallo,

    ich wünsche euch Erfolg zumindest einen Teil von FTI zurück erstattet zubekommen.

    In den USA kann eine kanppe Umsteigezeit zum Verhängnis werden, bin deshalb

    selbst schon auf Kohlen gesessen aber es ging gut, die Sicherheitskräfte arbeiten

    dort in aller Ruhe einen nach den anderen ab, wenn eine große Schlange

    2-3 Jets = 300-500 Personen vor Dir ist,

    kümmert die das wenig, deshalb sollte hier ein ausreichender Zeitpuffer bestehen,

    die Maschine kommt verpätet an, die Abfertigung ist schleppend usw. kann einem

    in große Zeitbedrängnis und einen verpassten Flug bringen

  • Sunshine997
    Dabei seit: 1231200000000
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    geschrieben 1362594183000

    @Rhodos-Peter

    Manchen Touristen ist der Unterschied zwischen Pauschal- undbausteinreise nicht so ganz klar, denn auch bei einer Bausteinreise können alle Einzelposten auf einer Rechnung stehen ... ich will nur sicher gehen  ;)

    Der Argumentation von FTI kann man zwar folgen, tun Gerichte im Normalfall aber nicht. Hat mein früherer Arbeitgeber mehrfach leidvoll (teuer)erfahren müssen. Wenn ein Kunde seinen Weiterflug verpasste, hat der Kunde eigentlich immer Recht bekommen und Auslagenersatz und Reisepreisminderungwie oben von mir geschildert erhalten.

    P.S. Ich selbst bin bei Umsteigeverbindungen in den USA unter 2 Stunden mit Ein- und Wiederausreise auch schon mehrfach stark ins Schwitzen gekommen und hab's immer nur auf den letzten Drücker und teilweise mit Vordraengeln geschafft.

    "Recht haben" bedeutet nicht unbedingt "Recht bekommen", jeder Fall ist anders und selbst gleiche Sachverhalte führen nicht unbedingt zu identischen Urteilen
  • Rhodos-Peter
    Dabei seit: 1163635200000
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    Verwarnt
    geschrieben 1362605705000

    @Sunshine997

    ich habe Deine Kompetenz auch nicht in Frage gestellt ;)

    zumal Du Dich in der Materie auszukennen scheinst, es war nur ein augenzwinkender Hinweis. Wie auch immer, vielleicht meldet sich der/die TO nochmal mit Details zum zeitlichen Ablauf. Und ich gebe Dir Recht, es ist immer ein unangenehmes Gefühl mit Zeitdruck in den USA umzusteigen oder einzureisen, man muss sich wirklich sputen, denn die Behörden machen ihren Job in aller Ruhe. Gesehen habe ich aber auch schon, dass Reisende mit Hilfe von Flughafenmitarbeitern und dem Verweis auf die enge Umsteigezeit vorgelassen wurden, Eigeninitiative ist hier gefragt,

    Gruß Peter

    "Ein Merkmal geistiger Mittelmäßigkeit ist die Sucht, immer etwas zu erzählen" -Jean de La Bruyère-
  • vonschmeling
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    geschrieben 1362610517000

    Betrachtet man die reinen Fakten ist der Veranstalter allein dadurch exkulpiert, dass die Mindestumsteigezeit in Miami (1:30h) berücksichtigt wurde - diese Zeiten sind gewöhnlich nicht zu knapp bemessen.

    Aus dem Bericht von @kfocke ergibt sich soweit vorgetragen kein Anhalt für ein Fremdverschulden.

    Möglicherweise sieht ein Gericht das anders? Sofern FTI die Prozessrisiken aus wie von @sunshine997 geschilderter Erfahrung scheut reicht vielleicht schon ein anwaltliches Schreiben?

    Wie intolerant!? Friseurmeisterin Susanne H. forderte eine türkischstämmige Frau unmissverständlich auf, ihr Kopftuch abzunehmen. Andernfalls werde sie ihr das Haar weder waschen noch schneiden.
  • Sunshine997
    Dabei seit: 1231200000000
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    geschrieben 1362651068000

    @ Peter und vonschmeling

    Das mit der Eigeninitiative ist so eine Sache ...   :?

    Auf die Schnelle hab ich ein interessantes Urteil zu einem Nur-Flug gefunden:

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/reiserecht-airline-muss-fluggaeste-mit-baldigem-abflug-bevorzugt-abfertigen-a-473880.html 

    Bei Pauschalreisen muss der Reiseveranstalter haften, da die Airline sein Erfüllungsgehilfe ist ...

    Bei der Airline kann Eigeninitiative weiterhelfen, da gebe ich Euch recht, denn es ist ja auch im Sinne der Airline, wenn die Kunden wie gebucht fliegen ... aber wie gesagt, Gerichte stehen auf der Seite des Verbrauchers...

    "Eigeninitiative" bei langen Schlangen bei der US-Einreise, beim Zoll (wenn man herausgepickt wird) und bei den Sicherheitskontrollen für die Weiterreise zu zeigen kann was bringen, muss aber nicht ... auch schon selbst erlebt ...  der Reiseveranstalter kann hierfür zwar rein gar nichts, deshalb muss er auch keinen Schadenersatz zahlen für vertane Urlaubszeit, aber die Auslagen ersetzen und eine Reisepreisminderung ab der 5. Stunde wird er zahlen müssen ...

    "Recht haben" bedeutet nicht unbedingt "Recht bekommen", jeder Fall ist anders und selbst gleiche Sachverhalte führen nicht unbedingt zu identischen Urteilen
  • vonschmeling
    Dabei seit: 1102896000000
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    geschrieben 1362702506000

    @sunhine997

    WILL er aber offensichtlich nicht und wird daher wohl mittels rechtlicher Schritte aufzufordern sein ...

    :?

    Wie intolerant!? Friseurmeisterin Susanne H. forderte eine türkischstämmige Frau unmissverständlich auf, ihr Kopftuch abzunehmen. Andernfalls werde sie ihr das Haar weder waschen noch schneiden.
  • kfocke
    Dabei seit: 1362355200000
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    geschrieben 1362723425000

    Hallo!

    @Sunshine997

     ja es war eine echte Pauschalreise.

    Und beim absolvieren des Security Checks haben wir natürlich nicht gebummelt, es lag ja auch in unserem Interesse, pünktlich und unproblematisch in den Urlaub zu starten. Und die Flieger waren pünktlich.

     

    Es wird wohl auf einen Rechsstreit hinaus laufen.

    Ich danke allen für die Kommentare und Beiträge.

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