• matheusmanaus
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    Zielexperte/in für: Brasilien
    geschrieben 1189359658000

    Mich interessiert einmal, wer von Euch hatte im Urlaub tatsächlich schon einmal eine Begenung in der freien Wildbahn mit Giftschlangen, giftigen Spinnen, Skorpionen etc. Vorallem, wie wurde bei einem Biss oder Stich vor Ort geholfen?

    Ich bin in den letzten 10 Jahren ganzen 2 Giftschlangen in Brasilien begegnet. Nicht aber im Urwald, sondern auf Farmen. Dazu habe ich - auch nur auf Farmgelände - ein paar Vogelspinnen gesehen. Im Regenwald - abgesehen von gezielten Nachstellungen - ist mir auch bei längeren Expeditionen nichts davon begegnet. Ungiftige Reptilien, sonstige Spinnen soweid Anacondas und Caimane sicherlich, aber die sind hier nicht gemeint.

    Ich freue mich auf Eure Antworten

    Matheus, Manaus-AM Das schlimmste Weltbild haben noch immer die Menschen, welche die Welt noch nie gesehen haben. (Alexander v. Humboldt)
  • noki
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    geschrieben 1189380095000

    @matheusmanaus,

    ... dein Nickname erinnert an Manaus, der Stadt am Amazonas?!

    Oh doch, es ist schon viele Jahre her, da war ich Gast auf einer großen Hazienda von Manaus den Rio Negro aufwärts ca. 3 Flugstunden mit einer kleinen Piper. Die Landung war abenteuerlich, fast im tiefsten Regenwald.

    Dort hat mich eine Viper gebissen. Sie war nur etwa 40 cm lang, aber der Boy, mein Begleiter, hat die Wunde sofort ausgesaugt und mit Kräutern belegt. Dann schnellstens zurück per Boot. Dort eine Injektion eines Gegengiftes. Das wars was mir unbedingt das Leben verlängert hat.

    Darum merkt Euch: "Die kürzesten Schlangen sind meistens auch die gefährlichsten!"

    Eine Anakonda oder ein Python sind Würgeschlangen.....

    auch der Biss einer Klapperschlange muß keineswegs unbedingt ernsthafte Folgen haben, wenn sofort gehandelt wird wie zuvor geschildert. Das mit der Klapperschlange in den Wüsten Amerikas sind meistens Horrormärchen.

    Allen Schlangengiften ist gemein, es sind lähmende Gifte, und das u. U. sehr schnell!

    ...ach ich weich nun wieder vom Thema ab!

    Giftig sind sie nicht, aber es kann unangenehme Folgen haben:

    Die Gottesanbeterin in mediterranen Gebieten!

    Um anderen Freunden zu beweisen, dass sie nur ihre Vorderbeine gebraucht um Beute zu machen, habe ich mir diese "Göttin" auf den Unterarm gesetzt! Das war ein großer Fehler, denn die hatte nichts besseres zu tun als mich in den Arm zu beißen. Wieder ausgesaugt, gekühlt, und trotzdem hatte es schmerzhafte Folgen! Ein Freund hatte nach einem Biss einen Unterarm so dick wie sein Oberschenkel!

    Also: Was ihr nicht kennt fasst es nicht an! Das gilt auch für tropische Pflanzen.

    Gruß Dieter (noki)

    Gar furchtbar ist des Wortes Macht, wenn man es nutzt zu unbedacht!
  • Marco L.
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    geschrieben 1189414546000

    Aussaugen einer Bisswunde bringt gar nichts, weil man sogut wie nichts von dem Gift aus der Wunde bekommt. Das einzige was hilft ist den betroffenen Körperteil ruhig zustellen und so schnell wie möglich zu einem Arzt zukommen.

    Zur Frage:

    Im letzen Thailand Urlaub sind wir auf einem Elefant durch den Dschungel geritten, ich sah die wirklich fette Spinne schon von weitem die von einem Ast runterhing. Genau auf meiner Kopfhöhe und auf meiner Seite. Da ich Spinnen ja so gerne mag :shock1: sahs ich dann fast bei meiner Frau auf dem Schoß, so dass die Spinne nur 50cm an uns vorbei kam. Wäre ich nicht auf den Schoß meiner Frau geklettert hätte ich sie genau im Gesicht gehabt. Ob sie nun giftig war weiß ich nicht, ist auch egal, die Spinne war echt groß und für mich einfach widerlich.

    Dann hatte ich auch noch das Vergnügen mit einm Jellyfish am Karon Beach in Thailand bekanntschaft zumachen. War nur eine kurzen Berührung, aber mein Oberarm brannte wie Feuer und es haben sich sofort Blasen gebildet.

    Bin gleich in die Apotheke um die Ecke, der gab mir eine Lotion, die auch nach kurzer Zeit schon gewirkt hat.

    Gruß Marco

    Gruß Marco
  • Rumreisender
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    Beiträge: 685
    geschrieben 1189415023000

    auf Bali hab ich einige sehr große Spinnen gesehen (ca. 10 cam im durchmesser und ne nette gelb schwarze bemalung) aber ob di enun Giftig waren weiß ich nicht.

    Die hingen aber mit vorliebe in meiner augenhöhe über wegen in Wäldern :shock1:

    Zur Zeit leb ich im Flugzeug - 45 Länder hab ich schon und 30.000 km durch Australien
  • Siegfried
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    Beiträge: 2154
    geschrieben 1189448064000

    Ich hatte mal vor einigen Jahren beruflich in Gambia zu tun. Am Tag des Abfluges (ging Nachmittag), stellte uns der Hoteldirektor einen VW-Bus mit Fahrer zur Verfügung, zur Besichtigung der Umgebung, der Hauptstadt. Fuhren zu einer kleinen, man kann sagen, Halbinsel. Parkten auf dem Parkplatz davor und gingen zu Fuß einen Damm lang, 200-300m. Saßen gemütlich da in der Anlage. Sahen dann Leute umherrennen, die kamen vom Damm. Fragten was los sei. Die sind am Damm Anfang beim Parkplatz von vielen Bienen gestochen. Es kommt auch keiner runter. Dann ging ein Mann mit brennemden Reisig da hin, kam aber auch wieder schnell zurück. Die wilden Bienen waren immer noch da. Wir mußten jetzt aber endlich los, zum Flughafen. Am Dammende fielen die Bienen über uns her. Schnell wieder zurück gerannt. Ich wurde wohl so von 35 Bienen gestochen, hauptsächlich am Kopf. Eine Frau zupfte dann die ganzen Stacheln aus meinem Haar. Dann endlich konnten wir gehen, sollten schnell zum VW-Bus und schnell einsteigen. Der war noch abgeschlossen , da der Fahrer, wie das in Afrika üblich ist, nicht da war. Er kam aber angewetzt. Schnell rein und los.

    Es waren zwar keine giftigen Tiere,( daß es aber zum Thema paßt, ich weiß es ja nicht, waren ja vielleicht doch giftig), habe auch alles gut überstanden, keine Beschwerden. Ich hätte aber darauf verzichten können. Muß ja noch was zur Ursache sagen. Es schwammen 2 Jungs im Wasser, die hatten ein Bienennest zerstört und retteten sich ins Wasser.

    Gruß

    Siegi

    s.w.
  • claudimaus82
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    Beiträge: 226
    geschrieben 1189508240000

    Hi zusammen,

    in Sri Lanka habe ich einige Schlangen zu sehen bekommen; manche als wir auf "Dschungeltour" waren und einige sogar im Hotel, da dieses in einer sehr tropischen Anlage mit ursprünglichem Bewuchs und Lagune drum rum lag.

    In wie weit die giftig waren, kann ich nicht sagen, da ich mich brav an den Hinweis "nie schnell nähern und nie drauftreten" gehalten habe. :p Generell finde ich diese Tiere echt schön, aber so lieb, dass ich sie anfassen wollte (in freier Wildbahn, im Zoo ist es ja was anderes), hab ich sie dann doch nicht. ;)

    @Siegfried:

    Klar sind Bienen giftig und auch hier gilt wie meist: die Menge macht es! Wenn du 35 Stiche ohne Probleme wegsteckst-- Respekt!!! Das kann durchaus tötlich enden. Bei mir würde schon einer reichen. :?

    @MarcoL:

    Klar hilft aussaugen, wenn man früh genug anfängt. Ich streite nicht ab, dass man abbinden sollte bis das Gegengift gespritzt wird, aber frag mal jemanden mit ner Wespen oder Bienenstich- Allergie....mir würdest du damit ds Leben retten (oder zumindest verlängern bis zum notwendigen Antihistaminikum.

    Grüßle,

    Claudia

  • puschellotte
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    geschrieben 1189509352000

    auf den malediven gibt es oft bungis, die sowohl übers dach als auch über die türen nicht "Spinnendicht" sind.

    da hat man öfters besuch von solchen viechern.

    die klettern dann im zimmer so hoch, dass man sie nicht mehr einfangen kann.

    und was am meisten nervt:

    sie haben kein schild um, ob sie giftig sind.

  • Marco L.
    Dabei seit: 1143417600000
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    geschrieben 1189518286000

    @claudimaus82 sagte:

    @MarcoL:

    Klar hilft aussaugen, wenn man früh genug anfängt. Ich streite nicht ab, dass man abbinden sollte bis das Gegengift gespritzt wird, aber frag mal jemanden mit ner Wespen oder Bienenstich- Allergie....mir würdest du damit ds Leben retten (oder zumindest verlängern bis zum notwendigen Antihistaminikum.

    Grüßle,

    Claudia

    Hallo Claudia, Wespen oder Schlangenbisse sind ja nur wirklich zwei verschiedene Paar Schuhe. Aussagen bringt gar nichts.

    Auch Abbinden tut man nicht, da das Gift gestaut wird und dann beim lösen es sich viel schneller im Körper verteilen kann.

    Zitat:

    Durch das Saugen könne man so gut wie kein Gift entfernen, und durch das oft tiefe Einschneiden entstehe eine Blutungsquelle, was bei Giften, die zur Zersetzung der betroffenen Gewebe führen, oft schwere Komplikationen nach sich ziehen kann. Darauf hat Mebs auf einer Veranstaltung des Centrums für Reisemedizin und das Auswärtige Amtes in Berlin hingewiesen.

    Abbinden der betroffenen Extremität sei nicht nur enorm schmerzhaft. Man provoziere außerdem, dass sich das Gift schnell im Körper ausbreitet, wenn die abgebundene Stelle wieder geöffnet wird. Ebenso gefährlich ist es, die betroffene Stelle zu kühlen oder zu wärmen.

    Hier mal ein paar Links zu diesem Thema

    http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/03/16/050a0901.asp?cat=/medizin/reisekrankheit

    http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Verletzungen/Schlangenbisse/News/5374.php

    http://www.gifte.de/Gifttiere/massnahmen.htm

    Gruß Marco

    Gruß Marco
  • piscator
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    Beiträge: 904
    geschrieben 1189854103000

    Hi!

    Gebissen oder gestochen worden bin ich zum Glück noch von keinem giftigen Tier, aber Begegnungen hatte ich einige.

    Vor 15 Jahren waren wir auf Sri Lanka. Dort herrschte morgens, als wir zum Frühstück gehen wollten, eine große Aufregung unter dem Personal. Man hatte gerade am Pool eine recht kleine, aber wohl hochgiftige Schlange getötet und trug Körper und Kopf getrennt an uns vorbei. :shock1: War 1. eklig, und 2. haben wir uns danach immer das Wasser und den Poolboden genau angesehen, bevor wir schwimmen gegangen sind.

    In Florida sind wir in den Everglades auf einem Trail mal 2 Schlangen begegnet, die auch eher klein, dafür aber giftgrün und uns sehr unheimlich waren. Wir haben einen Riesenbogen um die Beiden gemacht.

    Ein anderes Erlebnis hatten wir letztes Jahr auch in Florida auf den Keys. Dort sind wir auch einen Trail gelaufen (mein Mann vor mir her), als ich plötzlich sah, wie sich eine große Spinne direkt auf seinen Kopf abseilte. So gebrüllt habe ich selten. Die Spinne entpuppte sich anschließend als recht harmlose Weberspinne (sogar der Trail war nach ihr benannt), aber das wußten wir zu dem Zeitpunkt nicht und ich hatte wirklich Angst.

    Daß Gottesanbeterinnen auch gefährlich sein können, wußte ich bis eben nicht. In Südfrankreich am Canyon du Verdon wurde ich mal morgens wach und fühlte mich extrem beobachtet. Ich sah dann oben auf der Gardinenstange ein Tier mit roten Augen (trage Kontaktlinsen und bin nach dem Aufwachen halb blind), das mich fixierte. Also habe ich schnell meinen Mann geweckt, der aber auch nicht wußte, um welche Art Tier es sich hier handelte. Irgendwie haben wir es dann mittels Glas und Blatt Papier eingefangen und auf den Balkon gesetzt - zu Hause bei Recherchen im Internet wurde uns dann klar, dass es eine Gottesanbeterin gewesen sein mußte (übrigens eigentlich wunderschön anzusehen). In demselben Hotel hatte mein Bruder mal einen Skorpion im Zimmer...

    Ich bin übrigens nicht sicher, ob die Berichte über Schlangenbisse in den Wüsten Süd-West-Amerikas übertrieben sind. Es gab mal eine Serie über ein Krankenhaus in Loma Linda, in dem die Wirkungen des Schlangengiftes recht drastisch dargestellt wurden. Sicher ist, dass jede Minute Leben retten kann und man so schnell wie möglich ein Gegengift gespritzt bekommen muß.

    LG

    Barbara

    Das Glück beruht oft nur auf dem Entschluß, glücklich zu sein! (Lawrence George Durell)
  • Marco L.
    Dabei seit: 1143417600000
    Beiträge: 4286
    geschrieben 1189868908000

    @piscator sagte:

    Ich bin übrigens nicht sicher, ob die Berichte über Schlangenbisse in den Wüsten Süd-West-Amerikas übertrieben sind. Es gab mal eine Serie über ein Krankenhaus in Loma Linda, in dem die Wirkungen des Schlangengiftes recht drastisch dargestellt wurden. Sicher ist, dass jede Minute Leben retten kann und man so schnell wie möglich ein Gegengift gespritzt bekommen muß.

    LG

    Barbara

    Hallo Barbara,

    habe die Sendungen darüber auch gesehen, hieß Vernom ER. War sehr interessant. Man mußte sich doch wundern wieviele Patienten mit Schlangenbissen die zuversorgen hatten. Die meisten Bisse waren von der Südpazifik Klapperschlange.

    Gruß Marco

    Gruß Marco
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