• Ahotep
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    Administrator Zielexperte/in für: Nilkreuzfahrten Nil-Region
    geschrieben 1657091693245

    Dies ist der Infothread von Elke und nur die schreibt hier bitte. Ein Beitrag wurde entfernt.

  • elke3
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    geschrieben 1657199835099

    Ich hatte in Deutschland immer ein Auto, aber hier komme ich gut ohne aus. Busfahren ist auf Gran Canaria einfach und preiswert. Von den Ferienorten im Süden gibt es zahlreiche Verbindungen der Busgesellschaft Global in alle Richtungen, mit Umsteigen lassen sich fast alle Orte der Insel erreichen. Die Busse sind klimatisiert und für mein Empfinden sehr sauber. Die Fahrpläne sind übersichtlich, es gibt zusätzliche Pläne mit den Buslinien und ihren Zielen sowie den Preisen. Expressbusse sind dort mit einem gelben Punkt gekennzeichnet. Die Buspläne sind auf der Internetseite von Global ersichtlich.Außerdem findet man Abfahrtzeiten bei Googlemaps. Wenn man die Symbole für die Bushaltestellen anklickt, erscheint eine Auflistung der dortigen Buslinien. Sobald man eine Linie anklickt, erscheinen die aktuellen Abfahrtzeiten. Mittlerweile gibt es auch schon an vielen Bushaltestellen digitale Anzeigetafeln.

    Der Fahrpreis muss im Bus beim Fahrer bezahlt werden. Eine einfache Fahrt innerhalb der Gemeinde Maspalomas kostet 1,40 €. Neben der Barzahlung ist auch die Zahlung mit Kreditkarte möglich. Für Leute, die sehr viel Busfahren, kann sich die Trans GC lohnen. Das ist eine aufladbare Magnetkarte. Wenn man 100,00 € auflädt, bekommt man 140,00 € gutgeschrieben. Man muss beim Einsteigen dem Fahrer das Ziel nennen, dann wird die Karte eingelesen und der Fahrpreis abgezogen. Gleichzeitig wird das aktuelle Guthaben angezeigt. Für diese Karte ist keine Residencia erforderlich, sie ist auch für Urlauber erhältlich. Sie kann besonders für Leute, die mehrmals im Jahr hier Urlaub oder auch Langzeiturlaub machen, interessant sein. Die Karten können online beantragt und an verschiedenen Stellen abgeholt und aufgeladen werden, z.B. am Busbahnhof Faro oder Tropical Center. An einigen ist nur Kartenzahlung möglich. 

    https://www.guaguasglobal.com/tarifas/tarjeta-transgc/

    Gran Canaria - ich lebe auf meiner Trauminsel!
  • elke3
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    geschrieben 1657372827231

    Heute möchte ich über ein besonderes Wetterphänomen auf den Kanaren berichten, die Calima – Kalima gesprochen. Dabei handelt es sich um einen Sandwind aus Afrika, einer Kombination aus heißer Luft und starkem 'Wind. Der feine Wüstensand wird aus der Sahara vom Wind zu den Kanarischen Inseln getrieben. Dabei lässt ein Hochdruckgebiet über der Sahara die Temperaturen ansteigen, die Luftfeuchtigkeit sinkt rapide ab. Die Wüste liegt auf der Höhe der Kanaren und ist nur rund 300km entfernt.  

    Bei einer Calima sind die Temperaturen erhöht, das allein macht aber noch keine Calima aus, wie manche Leute irrtümlich meinen. Charakteristisch für die Calima ist die trübe Sicht, sogar der Horizont wirkt diesig. Der Himmel wirkt gelblich und die Sonne kann kaum noch durchdringen. Der Staub setzt sich natürlich überall ab, auf den Autos, den Terrassen, er dringt in die kleinste Ritze ein. Die staubige Luft kann bei manchen Menschen zu Problemen der Atemorgane führen. Wer wetterfühlig ist, sollte an solchen Tagen in der heißen Mittagszeit das Haus nicht verlassen. Körperliche Anstrengungen sollte man vermeiden. Wichtig ist es auch, viel Wasser zu trinken. 

    Calima kann zu jeder Jahreszeit auftreten, auch im Winter. Im Februar 2020 war es so heftig, dass sogar der Flughafen auf Gran Canaria gesperrt war. Die Sichtweite war unter 400m, das war für Starts und Landungen zu gefährlich. 

    Gran Canaria - ich lebe auf meiner Trauminsel!
  • elke3
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    geschrieben 1657895232235

    Viele Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria laden zu einem Ausflug in die Geschichte der Insel ein, das gilt beispielsweise für Museen wie das El Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada oder La Vegueta, die Altstadt von Las Palmas. Die Geschichte reicht weit zurück, es wird vermutet, dass die Insel schon um 500 v. Chr, besiedelt war, erste archäologische Funde sind mit dem 1. Jahrhundert n. Chr. datiert. Die Ureinwohner, die Guanchen, kamen aus Nordafrika und waren Nachkommen der Berber. Dies ist durch Schriften belegt, die in Tunesien und Algerien gefunden wurden, sie stimmen mit Schriftzeichen auf Gran Canaria überein. Man geht davon aus, dass die Römer die Menschen auf die Insel gebracht haben. Die Guanchen, auch Altkanarier genannt, waren ein primitives Volk. Sie lebten in Hütten aus Zweigen und Blättern oder in Höhlen. Sie lebten hauptsächlich vom Fischfang und vom Gemüse, das sie auf ihren Feldern anbauten. 

    Die Menschen lebten friedlich, Kriege gab es nicht. Mit dem Untergang des römischen Reiches gerieten die Inseln im Atlantik für rund 1.000 Jahre in Vergessenheit. Gran Canaria wurde, wie auch die anderen Kanareninseln, von den Seefahrern aus dem Mittelmeerraum neu entdeckt. Zu der Zeit lebten rund 30.000 Guanchen auf Gran Canaria, deren friedliches Leben sich durch Portugiesen, Katalanen und Italiener änderte. Sie schickten im 14. Jahrhundert Schiffe auf die Insel, um Sklaven zu beschaffen und Tiere zu rauben. Die Bewohner wehrten sich zunächst, ihr Widerstand wurde aber im 15. Jahrhundert endgültig gebrochen. 1483 ergaben sie sich dem spanischen Eroberer Pedro de Vera. Viele Guanchen hatten ihr Leben beim Widerstand verloren, aus den Überlebenden wurden Sklaven. Sie wurden zum Christentum bekehrt, das Volk der Guanchen starb aus. 

    Pedro de Vera gründete die Stadt Las Palmas, die zur Hauptstadt und zum Verwaltungszentrum wurde. Hier wurde wichtige Einrichtungen ansässig wie das Bischofsamt und der königliche Gerichtshof. Durch Zuckerrohranbau und Weinanbau gelang die Insel zu Wohlstand. Dieser ließ allerdings nach, als durch verschiedene Faktoren der Export nach Amerika und Europa zurückging. In dieser Zeit wanderten viele Menschen nach Lateinamerika aus. Der Schiffsverkehr erlang neuen Aufschwung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Kanaren bekamen steuerliche Vorteile für den Handel, ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein. 

    Der starke Schiffsverkehr war die Ursache der touristischen Aktivitäten auf Gran Canaria, die sich für die Insel schnell als Haupteinnahmequelle herausstellten. Sie wurde bei Urlaubern und auch Kranken sehr beliebt, die Schifffahrtsgesellschaften richteten für Reisende spezielle Kabinen ein. Die ersten Hotels entstanden, das einzige, das aus dieser Zeit noch existiert, ist das Hotel Santa Catalina in Las Palmas. Durch die beiden Weltkriege und den Spanischen Bürgerkrieg wurde die Entwicklung des Tourismus unterbrochen. Er wurde in den 50er Jahren neu belebt. Auf dem Flughafen Gando landete Weihnachten 1957 ein voll belegtes Flugzeug der schwedischen Fluggesellschaft Transair AB. Es war der erste Charterflug, der für Gran Canaria den Auftakt des Massentourismus bildete. 

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  • elke3
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    geschrieben 1658416284529 , zuletzt editiert von elke3

    Wer keinen Führerschein hat oder aus anderen Gründen im Urlaub kein Auto mieten will, kann trotzdem individuelle Ausflüge unternehmen. Das ist mit den Linienbussen problemlos möglich. Die meisten Busse fahren ab dem Leuchtturm in Maspalomas, dort befindet sich ein großer Busbahnhof. Die Urlaubsorte wie Playa del Ingles und San Agustin sind gut angebunden, die Haltestellen findet Ihr mit den Abfahrtzeiten bei Google Maps. Für einen Überblick zum gesamten Gebiet von Maspalomas könnt Ihr mit der Linie 73 fahren. Vom Leuchtturm geht es nach Sonnenland und dann durch El Tablero. Dort gibt es ein modernes Shoppingcenter. San Fernando ist der nächste Ort, den Ihr kennenlernen könnt. Er ist – wie auch El Tablero – recht ursprünglich. Rund um den sogenannten Tulpenkreisel gibt es urige Restaurants und Bars. Dann fährt der Bus durch Playa del Ingles und die Fahrt endet in San Agustin. Dort gibt es zwei schöne Strände, die Ihr für eine Badepause nutzen könnt. 

    Die Linien 1, 32 und 33 könnt Ihr für einen Ausflug nach Puerto de Mogan nutzen, wo freitags ein großer Markt stattfindet. Die Linie 1 hält allerdings tagsüber nicht am Leuchtturm. Puerto de Mogan hat eine schöne Promenade, die sich am Jachthafen und Fischereihafen entlangzieht. Malerisch wirken die Kanäle und die kleinen Gassen mit ihrem Blumenschmuck. Mein nächster Tipp ist die Linie 25, damit könnt Ihr einen Ausflug nach Playa Arinaga unternehmen. Unterwegs lernt Ihr Vecindario kennen, eine beliebte Einkaufsstadt für uns hier im Süden. Playa Arinaga ist bei den Einheimischen beliebt zum Baden. Die Strände bestehen überwiegend aus Kies und Stein, es gibt auch ein Naturschwimmbecken. An der Promenade könnt Ihr verschiedene Skulpturen bewundern, am alten Kalkofen gibt es ein kleines Museum.

    Sogar die Berge sind mit dem Linienbus gut erreichbar. Die Linie 18 fährt bis zu dem schönen Bergdorf Tejeda. Sie startet am Leuchtturm, fährt aber nicht komplett durch Playa del Ingles. Tejeda ist ein beliebter Ausgangspunkt zum Wandern, im Januar/Februar könnt ihr dort die Mandelblüte erleben. Das malerische Dorf Fataga ist nur ca. 15km von den Ferienorten im Süden entfernt und ist ebenfalls mit der Linie 18 erreichbar. Die Fahrt führt durch das Tal der Tausend Palmen, der Ort ist von traditionellen Häusern und Gassen mit Kopfsteinpflaster geprägt. Mit der Linie 30 könnt Ihr die Inselhauptstadt Las Palmas erreichen. Es handelt sich um einen Expressbus, er fährt hinter Bahia Feliz auf die Autobahn und hält erst wieder in Las Palmas. Wenn Ihr in die Altstadt mit der Kathedrale wollt, müsst Ihr beim Fahrer „San Telmo“ sagen, der zweite Busbahnhof heißt Santa Catalina, von dort gelangt Ihr zum Hafen, zum Aquarium und zum Canteras-Strand

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  • elke3
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    geschrieben 1658852618358

    Ich hatte schon geschrieben, dass man mit den Linienbussen fast jeden Ort der Insel erreichen kann. Etliche Ausflugsziele sind mit Umsteigen zu erreichen, das ist aber überhaupt kein Problem. Als Ausgangspunkt nehme ich den Leuchtturm in Maspalomas, dort gibt es einen großen Busbahnhof. Andere Stationen z.B. in Playa del Ingles, findet ihr in Google Maps, auch mit den entsprechenden Abfahrtszeiten. Mit seiner schönen Altstadt ist der Ort Agüimes ein lohnendes Ziel. Ihr fahrt mit der Linie 90 nach Vecindario bis zum Shoppingcenter Atlantico, dort müsst Ihr in die Linie 34 umsteigen, die nach Agüimes führt. Bei einem Rundgang durch die alten Gassen könnt Ihr neben traditionellen Häusern auch die typischen Bronzefiguren bewundern, die oft Szenen aus dem Alltagsleben darstellen. Wer sich gerne kanarische Städte anschaut, wird auch an Ingenio seine Freude haben. Dazu könnt Ihr mit der Linie 1 starten, dieser Bus fährt allerdings tagsüber nicht durch Playa del Ingles und hält auch nicht am Leuchtturm. Es gibt aber etliche Haltestellen entlang der GC-500 wie z.B. Holiday World, CC Nilo an der Fußgängerbrücke oder El Veril 4 in der Nähe vom CC Tropical. Ihr fahrt bis Carrizal, das liegt hinter Vecindario. Ihr steigt dann in die Linie 85, dieser Bus bringt Euch nach Ingenio. Der Ort hat eine schöne denkmalgeschützte Altstadt, über der die Kirche Virgen de la Candelaria thront. Die Stadt ist auch für ihr traditionelles Kunsthandwerk bekannt. 

    Die meisten Umsteigeverbindungen gibt es natürlich in der Inselhauptstadt Las Palmas. Schönen Dörfer, die sich als Ausgangspunkt zum Wandern eignen wie Santa Brigida, könnt Ihr auf diese Art und Weise gut erreichen. Ihr fahrt ab dem Leuchtturm in Maspalomas mit der Linie 30 nach Las Palmas bis zum Busbahnhof San Telmo. Dort steigt Ihr um in die Linie 303, die nach Santa Brigida fährt. Das Dorf ist von einer herrlichen Landschaft umgeben mit Palmenhainen, Pinien, Drachenbäumen, Weinbergen und Gemüsegärten. Ein beliebtes Ziel zum Wandern ist die Caldera de Bandama, ein erloschener Vulkankrater. Die Linien 205 und 206 fahren vom Busbahnhof San Telmo nach Arucas, dort könnt Ihr die Rumfabrik besichtigen und bei einem Bummel durch die Altstadt die Kirche San Juan Bautista anschauen. Von Arucas könnt Ihr mit der Linie 251 nach Firgas weiter fahren. Das ist ein wunderschöner Ort mit dem Paseo de Canarias. Er besteht aus Wasserkaskaden, die herabfließen. Daneben sind Keramikbänke angeordnet, die Motive der Gemeinden von Gran Canaria zeigen. Unten befindet sich ein großes Relief mit den Kanareninseln. 

    Agaete ist mein nächster Vorschlag für eine Tour, sie führt Euch bis in den Nordwesten der Insel. Die Fahrt ist schon ein Erlebnis, dabei könnt Ihr tolle Blicke auf die Steilküste genießen. Es geht wieder ab San Telmo in Las Palmas und zwar mit der Linie 103. Dieser Bus fährt bis Puerto de las Nieves, das ist der Fischerhafen von Agaete. Hier könnt Ihr am Hafen entlang schlendern und in einem der Fischlokale frischen Fisch genießen. Ein Spaziergang führt Euch nach Agaete mit der sehenswerten Altstadt, in der die recht große Kirche La Concepción auffällt. Ein lohnendes Ziel ist auch der kleine Garten Huerto de las Flores.

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  • elke3
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    geschrieben 1659362256170

    Was kann man denn unternehmen, wenn man schon zigmal auf Gran Canaria war und alles kennt oder man macht einen Langzeiturlaub und sucht etwas Abwechslung?. Dann bietet sich ein Ausflug auf eine der Nachbarinseln an. Ich habe schon etliche solcher kleonen Reisen unternommen, mit dem Flieger oder mit der Fähre. Die großen Inseln habe ich alle schon besucht, besonders gut kenne ich Lanzarote. Auf dieser Insel habe ich seit 1983 immer wieder Urlaub gemacht und war auch, seitdem ich hier auf Gran Canaria lebe, mehrmals dort. Von den kleinen Kanaren kenne ich nur La Palma, dort war ich bei meiner Kanarenkreuzfahrt und habe mir die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma angeschaut. Sie hat eine wunderschöne Altstadt mit vielen historischen Gebäuden, interessanten Museen und anderen Sehenswürdigkeiten.

    Für solche Trips gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ich Euch nun aufzeigen will. Nach Teneriffa werden von verschiedenen Veranstaltern Tagesausflüge ab Gran Canaria angeboten. Es gibt verschiedene Touren, einige führen zum Teide-Nationalpark, andere zur Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife oder zum Loro-Park. Um solch einen Inseltrip mal anzutesten, ist dies sicherlich eine gute Möglichkeit. In der Regel sind es Kombinationen aus Bus und Fähre, man muss sich um nichts kümmern, die Abholung vom Hotel gehört ebenso dazu wie z.B. die Eintrittskarte in den Loro-Park. 

    Und wie geht es individuell? Eine einfache Möglichkeit bietet die kanarische Fluggesellschaft Binter, die alle sieben Inseln verbindet. Ihr größtes Drehkreuz ist der Flughafen von Gran Canaria, besonders zu den großen Inseln gibt es täglich viele Verbindungen, aber auch die kleinen Inseln La Gomera, La Palma und El Hierro sind mit Binter gut erreichbar. Wer mit dem Flugzeug nach Teneriffa will, sollte beachten, dass es dort zwei Flughäfen gibt: Teneriffa-Nord und Teneriffa-Süd. Teneriffa-Nord ist der kleinere der beiden Flughäfen, er hat die meisten innerkanarischen Verbindungen. Ihr könnt aber auch den Flughafen Teneriffa-Süd von Gran Canaria aus erreichen. 

    Gran Canarias Nachbarinseln Teneriffa und Fuerteventura kann man auch gut mit der Fähre erreichen. Nach Teneriffa gibt es zwei verschiedene Strecken, ab Las Palmas und ab Agaete, beide führen nach Santa Cruz de Tenerife. Nach Fuerteventura gibt es ab Las Palmas Verbindungen mit Fähren nach Morro Jable. Die Fährgesellschaften heißen Fred Olsen, Naviera Armas und Trasmediterránea.

    Um die jeweilige Insel zu erkunden, ist natürlich ein Mietwagen ideal. Als Alternative bieten sich organisierte Ausflüge an. Auf Fuerteventura könnt Ihr den ursprünglich wirkenden Hafenort Morro Jable erkunden. Am Hafen, der aus einem Fähr- und Sporthafen besteht, sowie an der Promenade gibt es sehr gute Fischlokale. Eine Inselrundfahrt bietet sich an, um die hügelige Landschaft und abgelegene Fischerdörfer wie Ajuy zu erkunden. Im Inselinneren befindet sich die alte Hauptstadt Betancuria mit ihrem denkmalgeschützten Zentrum und der sehenswerten Pfarrkirche Iglesia Nuestra Senora de la Concepcion. Ein lohnendes Ziel ist auch das landwirtschaftlich geprägte Antigua mit seinen alten Herrenhäusern und Mühlen. 

    Auf Lanzarote gehört der Timanfaya Nationalpark zu den Top-Attraktionen. Sein Zentrum ist allerdings mit dem Mietwagen nicht zugänglich, das ist nur mit Bussen möglich, die durch den Nationalpark fahren, sodass Ihr die einzigartigen Vulkane und die riesigen Lavafelder bestaunen könnt. Meine weiteren Ausflugstipps sind der Aussichtspunkt Mirador del Rio im Norden der Insel, der spektakuläre Blicke auf die Steilküste und die vorgelagerte Insel La Graciosa bietet. Diese Tour lässt sich gut mit der Höhle Jameos del Agua und dem Kakteengarten - Jardin de Cactus – verbinden. Als Ausgangspunkt empfehle ich Puerto del Carmen. Der Ferienort liegt in der Nähe das Flughafens und besitzt einen schönen alten Ortskern, der sich hoch über dem Hafen entlang zieht. 

    Auf Teneriffa bietet sich Puerto de la Cruz als Standort an. Dort befindet sich der berühmte Loro Park, der zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel gehört. Der Ort ist auch sehenswert mit seiner Altstadt, den Meerwasser-Schwimmbädern und dem Botanischen Garten. Den Mittelpunkt Teneriffas bildet der 3.718 m hohe Teide, der höchste Berg Spaniens. Er liegt im gleichnamigen Nationalpark, der mit seinen bizarr geformten vulkanischen Felsformationen – den Roques de García – tolle Fotomotive bietet. Eine weitere Top-Attraktion auf Teneriffa ist der Siam-Park, ein Aqua-Erlebnis-Park, der mit seiner Größe von 180.000qm der größte seiner Art in Europa ist. 

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  • elke3
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    geschrieben 1659620017270

    Ich hatte im vorigen Beitrag schon kurz meine Kanarenkreuzfahrt erwähnt, nun möchte ich etwas ausführlicher auf dieses Thema eingehen. Ich war Anfang 2017 mit der AIDAsol unterwegs, es war meine erste Kreuzfahrt und sie hat mir sehr gut gefallen. Vom Essen war ich begeistert, es gab die Wahl zwischen verschiedenen Büffet- und Spezialitätenrestaurants. Das Unterhaltungsprogramm war vielfältig, von Informationsveranstaltungen bis zu abendlichen Shows. Geschäfte, Sporteinrichtungen, Wellnessbereich – es war alles vorhanden. Ich hatte mich für die Route mit Madeira entschieden, von dort ging es nach Lanzarote, La Palma und Teneriffa. 

    Auf Madeira hatte ich mir die Inselhauptstadt Funchal angeschaut, die eine sehenswerte Altstadt und einen schönen Hafen mit Promenade hat. Mein Eindruck war so gut, dass ich im gleichen Jahr im Mai einen Kurztrip nach Madeira unternommen habe, um mehr von der Insel zu sehen. Lanzarote kannte ich von sehr vielen Urlauben, daher bin ich in Arrecife geblieben. Aber wer zum ersten mal dort ist, sollte eine Inseltour unternehmen, um den Timanfaya Nationalpark und andere Sehenswürdigkeiten zu erleben. Auf La Palma bin ich durch die schöne Altstadt spaziert und auf Teneriffa habe ich einen Ausflug durch den Teide Nationalpark gebucht. 

    Die Kreuzfahrt-Saison ist hier auf den Kanaren im Winter. Wer nicht unbedingt zu Weihnachten/Silvester reisen will, kann mit etwas Glück ein tolles Schnäppchen ergattern. Wenn man schon hier auf der Insel ist – vielleicht als Langzeiturlauber - gestaltet sich die Anreise recht unkompliziert. Ihr könnt einen Transfer buchen oder mit dem Linienbus fahren. Von den Ferienorten im Süden fährt die Linie 30 bis zum Busbahnhof Santa Catalina in Las Palmas. Von dort ist es ein kleiner Fußweg bis zum Kreuzfahrtterminal. Es gibt verschiedene Anbieter für die Kanarenkreuzfahrten und auch die Routen sind unterschiedliche, einige führen über Madeira und andere haben Marokko im Programm. Es ist aber auch gut möglich, einen Kurzurlaub auf Gran Canaria mit einer Kreuzfahrt zu verbinden. Eine solche Reise ist als Kombi-Komplettpaket buchbar. Man kann natürlich auch Flug, Kreuzfahrt und Unterkunft individuell buchen, mein Tipp dazu wäre ein Hotel in Las Palmas. Die Inselhauptstadt hat neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten auch einen schönen Stadtstrand.

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  • elke3
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    geschrieben 1659872200309

    Zur Seefahrt passt eine ganz besondere Persönlichkeit der Geschichte, auf die ich heute etwas näher eingehen will. Christoph Kolumbus, der berühmte Seefahrer, hat bei seinen Entdeckungsreisen auf den Kanaren Zwischenstopps eingelegt. Er hatte hier die letzte Möglichkeit, vor der Atlantiküberquerung seine Vorräte aufzufüllen. Die Einwohner Gran Canarias sind stolz darauf, dass er auch ihre Insel aufgesucht hat. Zwei Sehenswürdigkeiten weisen darauf hin. An der Kolumbus-Säule in Maspalomas seid Ihr vielleicht schon vorbei gefahren oder gelaufen. Sie befindet sich an der Avenida Cristóbal Colón kurz vor dem Leuchtturm. Die andere Sehenswürdigkeit ist die Casa de Colón in Las Palmas. Dieses Museum bietet einen umfassenden Überblick über die Reisen von Kolumbus, besonders auch zu der Beziehung zwischen den Kanaren und Amerika.

    Auf La Gomera machte Christoph Kolumbus üblicherweise seine letzte Zwischenstation. Vor seiner Reise im Jahre 1492, die ihn nach Indien führen sollte aber letztendlich mit der Entdeckung Amerikas endete, pendelte er mit seiner kleinen Flotte zwischen Gran Canaria und La Gomera. Er benötigte Hilfe wegen eines Schadens an einem der Schiffe, die notwendigen Reparaturen wurden auf Gran Canaria durchgeführt, vermutlich an der Stelle des heutigen Flughafens in der Bucht von Gando. Es wird angenommen, dass er dabei die Casa de Colón, das damalige Haus des Gouverneurs, besucht hat. Seine Aufenthalte auf den Inseln haben eine große Bedeutung für den Archipel, denn es entstand eine wichtige Beziehung zwischen Amerika und den Kanaren. Der Handel brachte aus der Neuen Welt neue Produkte auf die Inseln, viele Menschen wanderten von den Kanaren aus und versuchten in Amerika ihr Glück. Viele ihrer Nachkommen kehrten später wieder auf die Inseln zurück.

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  • elke3
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    geschrieben 1660304501861

    Gran Canaria wird gerne als Mini-Kontinent bezeichnet. Das liegt daran, die diese kleine Insel die verschiedensten Landschaftstypen vereinigt. Die fast kreisrunde Insel ist vulkanischen Ursprungs, das Zentralgebirge und die Einflüsse des Atlantiks schaffen mehrere Klimazonen, die für ihre landschaftliche Vielfalt sorgen. Auffallend ist der Unterschied zwischen dem trockenen und sehr warmen Süden und dem Norden, der nicht so hohe Temperaturen hat. Aufgrund von Niederschlägen ist es dort auch sehr viel grüner als im Süden. Auf Gran Canaria wachsen tropische und subtropische Pflanzen, davon sind einige endemisch, d.h. sie kommen nur auf Gran Canaria bzw. auf den Kanaren vor. Der Norden ist üppig bewachsen mit Bananen, Zuckerrohr und Weinreben, aber auch mit Lorbeerbäumen und Baumheide. Charakteristische Pflanzen für den Süden sind Kakteen und Sukkulenten. An den Küsten wechseln sich steile Klippen mit kilometerlangen Sandstränden und kleinen Buchten ab. Das Innere der Insel beeindruckt mit imposanten Bergwelten, tiefen Schluchten, reizvollen Tälern und faszinierenden Kratern. Mutter Natur zeigt sich hier mit einer reichen Vielfalt.

    Vom Mittelpunkt der Insel verlaufen tiefe Schluchten, die Barrancos, bis zu den Küsten. Die Inselmitte ist von hohen Bergen geprägt, die eine Höhe von knapp 2.000m erreichen. Charakteristisch für die Vegetation sind hier die Kiefernwälder. Auffallend ist der markante Roque Nublo, der zu den Wahrzeichen der Insel gehört. Der gleichnamige Naturpark ist ein beliebtes Wandergebiet. Hier verlaufen die Königswege - Caminos reales – diese alten Bergwege waren über Jahrhunderte die einzige Möglichkeit, das Innere der Insel zu erreichen. Der Norden Gran Canarias ist von Steilküsten geprägt, zum Baden laden hier natürliche Schwimmbäder aus Felsen ein. Im fruchtbaren Tal von Agaete wächst neben Orangen und anderen Früchten sogar Kaffee. Fast zauberhaft wirkt das Naturschutzgebiet Los Tilos de Moya mit den Überresten eines alten Lorbeerwaldes. Hier wachsen auch vom Aussterben bedrohte Pflanzen wie der Hahnenkamm und der Gelbe Salbei. Im Osten der Insel gibt es einige Barrancos, der bekannteste ist der Barranco de Guayadeque. Diese traumhaft schöne Landschaft ist berühmt für ihre Höhlenwohnungen, die noch aus der Zeit der Altkanarier stammen. Faszinierend sind die steilen Hänge, an denen verschiedene Pflanzen, auch endemische, wachsen. Die kilometerlangen Strände Playa del Ingles und Playa de Maspalomas bilden für viele Urlauber die Attraktionen im Süden der Insel. Ein Highlight und Wahrzeichen Gran Canarias sind die berühmten Dünen von Maspalomas, die ein Wüsten-Feeling verbreiten. Nördlich von den Ferienorten erstreckt sich das Tal von Fataga, das auch das Tal der Tausend Palmen genannt wird. Das Dorf Fataga liegt am Ende der Schlucht und ist von herrlichen Obstplantagen umgeben. An der Westküste findet man nördlich von Puerto de Mogan eine wildromantische Steilküste, die sich bis zum Aussichtspunkt Mirador El Balcón bei Aldea erstreckt. Es gibt auch ein paar einsame Strände wie die Playa de Güígüí, die aber recht schwierig zu erreichen sind. 

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