• schnicki-schnacki
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    geschrieben 1305648124000

    Hallo,

    der 05.05. ist ja schon vorbei. Gibt es etwas Neues? Würde mich wirklich interessieren....

    Viele Grüße,

    schnicki-schnacki

  • Bernat
    Dabei seit: 1214956800000
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    Zielexperte/in für: Mallorca
    geschrieben 1305809473000

    Ich weiss ich komme etwas spät, aber für alle die hier mitlesen erzähle ich meine Erfahrungen mit der Asche meiner Eltern.

    Sowohl meine Mutter als auch mein Vater verstarben vor einigen Jahren im Schwarzwald. Meine Schwester wohnte damals in der Elfenbeinküste, mein Bruder in Australien und ich in Spanien. Meine Eltern hatten in einem gemeinsamen Testament festgelegt dass sie entweder in einer Seebestattung (vorzusgweise vor der Küste Mallorcas) oder einem anonymen Grab beigesetzt werden wollten. Das Problem kam als man uns in Deutschland mitteilte dass Urnen den Angehörigen nicht ausgehändigt werden können. Auf die Frage "an wen dürfen die Urnen denn ausgehändigt werden" erklärte man uns dass  Bestattungsunternehmen bzw. Friedhöfe die Urne anfordern könnten.

    Gesagt, getan. Ich bin zum nächstnäheren spanischen Friedhof - damals in Andalusien -  gegangen, habe denen mein 'Problem' erklärt und sie gebeten die Urne (zu erst die meiner Mutter, ein paar Jahre später dann die meines Vaters) in Deutschland anzufordern (in Deutschland hatte ich avisiert dass man die Urne anfordern würde und gebeten sie solange aufzubewahren). Der spanische Friedhof machte es sich einfach: man bat mich - auf ihrem Briefkopf - die Urnenanforderung auf deutsch zu schreiben und den Brief gleich zu verschicken. Ein paar Wochen später dann der Anruf: "Deine Urne ist hier und Du kannst sie jederzeit abholen". DIE URNE KAM ÜBER DEN NORMALEN POSTWEG ALS EINFACHES PAKET (kein Einschreiben, keine Empfangsbestätigung, kein Zoll, nichts). Und das gleich zweimal.

    Von der normalen 'Blechdose' (kaum Gewicht, extra zum Versand) habe ich die Asche dann in Marmorurnen umschütten lassen. Man überreichte sie mir ein einer massgefertigten "Segeltasche", auch extra zum Transport. Damit bin ich dann mit den Urnen als Handgepäck - innerspanisch - mit verschiedenen Zwischenlandungen von Andalusien nach Mallorca geflogen (inlusive Sicherheitskontrollen, alles problemlos).

    FAZIT: Urne "ganz offiziell" auf dem Postweg verschicken.

    Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen (Abraham Lincoln)
  • Vaninchen
    Dabei seit: 1218844800000
    Beiträge: 16
    geschrieben 1306833058000

    Hallo alle zusammen,

     

    ich bin wieder zurück und der Alltag hat mich schon wieder. Es war eine super Reise und alles hat wunderbar geklappt.

    Haben die Variante mit der Puderdose ausprobiert und es war überhaupt kein Problem. Keiner hat nach gefragt und wir konnte meinen Dad in der San Francisco Bay und im Monument Valley verstreuen. Es war wirklich alles so wie er es sich gewünscht hat und ich bin froh das ich ihm sein letzten Wunsch so erfüllen konnte.

     

    Ich danke euch nochmals für die ganzen Tipps und den Zuspruch den ich von vielen erhalten haben. :kuesse:

     

    Bis bald und einen schönen Urlaub an die, die ihn noch vor sich haben. Aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub :D

     

    Vaninchen

     

  • gastwirt
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    gesperrt
    geschrieben 1306836792000

    Danke für Rückmeldung! Schön, dass es so geklappt hat!

  • schnicki-schnacki
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    geschrieben 1306911813000

    Guten Morgen,

    super, dass alles so gut geklappt hat. Ich freu mich für Dich mit.

    Viele Grüße,

    schnicki-schnacki

  • Brasselmann
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    geschrieben 1529700555558

    Hallo

    Möchte an diesen Thread meine Frage mal anhängen da es von der Thematik hier sicher hinein passt.

    Meine Frau ist vor zwei Wochen verstorben und ich möchte in ihrem Sinne zusammen mit meiner Tochter die Urne in Sri Lanka beisetzen. Von Seiten des Bestatters und des Krematoriums habe ich insoweit das OK wenn ich das ganze an das deutsche Beerdigungsgesetz knüpfe. Das bedeutet das ich nachweisen muß das ich einen Bestatter in Sri Lanka beauftragt habe der mir eine in deutsche Sprache verfasste Auftragsbestätigung im Original zusendet mit den deutschen Pflichtangaben (Bestatter in Sri Lanka, Anschrift des Friedhof, verantwortlicher Ansprechpartner in Sri Lanka, Bestatter in Deutschland, Auftraggeber (ich) und Angabe der christl.Gemeinde). Diese muß unterschrieben und gestempelt sein sowie von einem Dolmetscher beglaubigt werden. Dieses Formular ist mittlerweile erstellt und auf dem Weg zu mir. Sobald ich es habe brauche ich nur zum Bestatter in Deutschland der mir dann die Aschekapsel zur Überführung aushändigen darf. Zusammen mit der internationalen Sterbeurkunde darf ich die Aschekapsel dann aus Deutschland ausführen. Nach der Beisetzung muß ich ein anderes deutsches Formular in Sri Lanka ausfüllen und unterschreiben lassen womit bestätigt wird wann, wo und durch wen die Aschekapsel/Urne beigesetzt wurde. Soweit diese Vorbereitungen bzw Infos seitens des deutschen Bestatters sowie des Krematoriums

    Hatte mich beim Zoll am Flughafen Düsseldorf informiert und nach einigem "Weiterverbinden" zum richtigen "Sachbearbeiter" dann vom Zoll Abt. Internationale Fracht die Aussage bekommen das die Ausfuhr mit oben genannten Papieren kein Problem darstellt. Leider nur mündlich, eine schriftliche Bestätigung konnte mir auch dieser "Sachbearbeiter" nicht zusichern. Das mein Handgepäck wie immer am Flughafen durch den Scanner muß und das es in Einzelfällen zum Einsatz eines Drogenhundes kommt ist mir bewusst. Habe nur die Befürchtung das mir irgend ein Dokument oder so fehlt da der deutsche Ordnungssinn leider unergründlich ist. Von Emirates konnte ich telefonisch keine Infos bekommen. Meine schriftliche Anfrage dort ist noch nicht beantwortet.

    Meine Frage an euch wäre nun folgende: Hat schon jemand Erfahrung mit der Überführung einer Aschekapsel mit Emirates von Düsseldorf via Dubai nach Colombo?

    Danke für eure Antworten/Tipps! :thumbsup:

  • Brasselmann
    Dabei seit: 1506249757835
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    geschrieben 1530034843633

    Kleines Update....

    Emirates hat mir geantwortet. Von deren Seite ist es erlaubt eine Aschekapsel zur Überführung im Handgepäck mitzufüren. Voraussetzung dafür ist laut Emirates Frankfurt das die Kapsel vom Krematorium verplompt ist, aus Aluminium und nicht aus Metall ist (laut Krematorium ist die Kapsel aus Aluminium), eine geignete Transportmöglichkeit um die Kapsel gegen verrutschen-herabfallen-etc zu schützen und eines der folgenden Dokumente. Int.Sterbeurkunde oder Zertifikat über die Einäscherung beim Krematorium oder der Pass des Verstorbenen (wird eine interessante Passkontrolle!!). Da ich alle Dokumente vorweisen kann werde ich alle mitnehmen.

    Vor dem Abflug in Düsseldorf soll beim CheckIn die Überführung im Handgepäck angemeldet werden und auch beim Sicherheits-Check vor der Kontrolle muss man es angeben.

    In Dubai muss ich vor jeder Kontrolle die Aschekapsel anmelden und mit entsprechenden Papieren ausweisen.

    In Colombo ebenfalls vor verlassen des Flughafens.

    Soweit der Stand der Vorbereitungen...

    Da ich die Überführung zeitlich an den noch zu genehmigten Urlaub meiner Tochter festmache werde ich erst nach der Beerdigung genau berichten können wie es real abgelaufen ist. Hoffe das meine Tochter schnell den Urlaub bekommt.

  • sunshineA
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    Beiträge: 33
    geschrieben 1530302115720

    Hui, das klingt auf jeden Fall mehr als denn spannend ehrlich gesagt, also dass man da so vieles beachten muss und auch vor jeder Kontrolle und alles, das ist wirklich sehr extrem - aber klar, sieh halt nur dass du alles beglaubigt hast und notfalls es auch Übersetzungen gibt, denn sowas kann denn oftmals fehlen. Da würde ich mir eher Gedanken machen. Notariell beglaibgte Übersetzungen eben.

  • Brasselmann
    Dabei seit: 1506249757835
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    geschrieben 1530470633396

    @sunshinea sagte:

    Hui, das klingt auf jeden Fall mehr als denn spannend ehrlich gesagt, also dass man da so vieles beachten muss und auch vor jeder Kontrolle und alles, das ist wirklich sehr extrem - aber klar, sieh halt nur dass du alles beglaubigt hast und notfalls es auch Übersetzungen gibt, denn sowas kann denn oftmals fehlen. Da würde ich mir eher Gedanken machen. Notariell beglaibgte Übersetzungen eben.

    Ja, ist viel Schriftkram. Aber so bin ich sicher das alles gut geht bei der Überführung.

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