• Pesche
    Dabei seit: 1096588800000
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    geschrieben 1243728604000

    Als Weltenbummler habe ich kürzlich folgenden Artikel, der mich sehr beeindruckt hat, gelesen:

    “Wer es sich in diesen Zeiten noch leisten kann, in Urlaub zu fahren, sollte sich gut überlegen, ob er in den schönsten Ländern der Welt einfach auf der faulen Haut liegen will. Das Angebot an organisierten Reisen, verbunden mit Freiwilligenarbeit vor Ort, wächst stetig, denn Fairness ist die neue Wellness. Vergessen Sie Yoga, heute werden bei 40 Grad im Schatten Häuser gebaut, und vergessen Sie auch all die Bücher, die Sie am Strand lesen könnten, und bringen Sie lieber jemand anderem das Lesen bei”.

    Wer weiß, vielleicht fühlen sich auch einige HC-User angesprochen. Man hat zwar unzählige Länder bereist, viel gesehen und viel erlebt, aber warum nicht mal eine echte Alternative zu den obligaten Reiseangeboten. Hier eine kleine Auswahl von organisierten Reisen, verbunden mit Freiwilligenarbeit:

    Sie könnten zum Beispiel in Vanuatu nahe Fidschi bei der Rettung der Meeresschildkröten helfen, was unter anderem dies beinhaltet: Entlang der Schildkrötenbrutstätten patrouillieren, Nester und Eier zählen, Tiere messen und bei Markierungen helfen.

    Auch auf Borneo gibt es einiges zu tun, denn der Ökotourismus wird gefördert. Naturlehrpfade wollen ausgeschildert, Gelände kartiert, Bäume gepflanzt sowie Wildtiere gezählt werden. Außerdem ist auch angedacht, dass Freiwillige der lokalen Bevölkerung zukünftig Englisch und IT-Unterricht geben werden.

    In Nuwakot, Nepal, lebt und arbeitet der Volunteer auf einer Biofarm. Und in den zwei Kinderheimen von Pokhara wird immer Hilfe gebraucht.

    In Namibia kommen sich auf der Suche nach Wasser immer wieder Mensch und Elefant ins Gehege, eine vertrackte Situation, die das Projekt mittels einfacher Baumassnahmen, Prävention und Forschung zulösen versucht.

    Auf den Seychellen kann bei der Meeresforschung geholfen werden (Freiwilligenarbeit im Tropenparadies), ebenso auf Fidschi, da ist sogar der PADI Tauchschein inbegriffen.

    In Südafrika sind Löwenbabys aufzupäppeln oder Affen zu pflegen im Monkey Rehab Centre.

    In Mexiko ist bei der Betreuung sozial benachteiligter Menschen Not am Mann.

    Sie könnten in einem bei Touristen sehr beliebten Elefantenpark in Chiang Mai, Thailand, helfen, die Elefanten zu baden, sie zu füttern und zu versorgen, die Gehege auszumisten sowie Parkbesucher zu informieren oder aber Mönchen Englisch beibringen.

    In St. Lucia, Südafrika, müssen Aids-Waisenkinder betreut und Erwachsene aufgeklärt werden.

    Nun, was soll das, werden einige sagen. In meinem redlich verdienten Urlaub will ich mich vom Alltagsstress erholen, vielleicht Land und Leute auf individuellen oder organisierten Trips kennen lernen, aber bestimmt bin ich nicht zum Arbeiten hierher gereist. Kann ich alles nachvollziehen. Aber wie schon Eingangs erwähnt: Warum nicht mal eine echte Alternative zu den obligaten Reiseangeboten?

    Gruß

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • Louboutin
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    geschrieben 1243766707000

    Von der Grundidee her eine ganz tolle Sache

    Da ich jedoch kein Weltenbummler bin und in absehbarer Zeit auch keines dieser Ziele bereisen werde, kommen für mich solche Projekte nicht in Frage.

    Aber wie gesagt, für den der sich berufen fühlt statt Urlaub " Dienst am Nächsten " zu tun, eine echte Alternative.

    LG und schöne Pfingsten

    Mit Brille und Buch auf's Klo gehen, reicht nicht aus zum Klugscheißen.
  • Garffield
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    geschrieben 1243767150000

    Eine gute Idee, nur wenn ich von 365 Arbeitstagen gerade mal 2-3 Woche urlauben kann möchte ich auch urlauben d.h. faulenzen und nicht "arbeiten".

    "Wer Katzen nicht mag muss im früheren Leben mal ne Maus gewesen sein"
  • wiener-michl
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    Verwarnt
    geschrieben 1243768170000

    @Garffield sagte:

    Eine gute Idee, nur wenn ich von 365 Arbeitstagen gerade mal 2-3 Woche urlauben kann möchte ich auch urlauben d.h. faulenzen und nicht "arbeiten".

    sehe ich ähnlch,

    gute Idee- aber für einen durchschnittlichen Angestellten ist zu wenig Zeit dafür.

    lg

    Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund
  • brujera
    Dabei seit: 1147651200000
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    geschrieben 1243768306000

    Sehe ich auch so. Wir haben das ganze Jahr Stress und in unserem Urlaub dringend Erholung nötig, danach geht das stressige Arbeitsleben wieder weiter. Da will ich mich ausruhen und neue Kraft tanken.

    Abgesehen davon, dass ich noch in keines dieser Länder gereist bin.

    Wer genügend Urlaub zur Verfügung hat (z.b.

    Rentner, Lehrer) für den ist es vielleicht eine Alternative.

    Fange jetzt an zu leben und zähle jeden Tag als ein Leben für sich (Seneca, römischer Philosoph)
  • Alexa33
    Dabei seit: 1136419200000
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    geschrieben 1243769815000

    Glücklicherweise zeigen die Antworten ja, dass sich das nicht auf breiter Front durchsetzen wird.

    Die Idee ist doch völlig sinnlos.

    "Helfer", die keine Ahnung von den Gegebenheiten des Landes haben, sich weder mit Strassenkindern, Obdachlosen oder Elefanten auskennen, keinerlei nützliches Expertenwissen mitbringen, die Landessprache nicht können, und maximal 3 Wochen bleiben - das braucht vor Ort kein Mensch.

    Diese Angebote sind oft recht teuer, und nur deswegen gibt es sie, denn das Geld wird gebraucht.

    Die "Arbeitskraft" hingegen ist völlig überflüssig. Denn aus den obengenannten Gründen können die Gäste allenfalls einfachste Hilfsarbeiten verrichten.

    Aber meist gibt es vor Ort eh genug Arbeitslose für solche Hilfsarbeiten, und denen nehmen die Leute aus dem reichen Westen dann auch noch genau diese Jobs weg.

    Nichtsdestotrotz wäre es für einige sicher erholsamer als der klassische Strandurlaub, weil man schnell abschalten kann, beschäftigt ist, und Geist und Körper was neues lernen.

    War grad wieder für 3 Tage in einem Strandhotel und sehr erschrocken, wie unglücklich da so einige wirkten, weil sie sich sichtbar zu Tode langweilten. Denen würde so ein aktiver Urlaub viel besser taugen.

  • Louboutin
    Dabei seit: 1222214400000
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    geschrieben 1243785844000

    @Alexa33 sagte:

    Die "Arbeitskraft" hingegen ist völlig überflüssig. Denn aus den obengenannten Gründen können die Gäste allenfalls einfachste Hilfsarbeiten verrichten.

    Aber meist gibt es vor Ort eh genug Arbeitslose für solche Hilfsarbeiten, und denen nehmen die Leute aus dem reichen Westen dann auch noch genau diese Jobs weg.

    Wenn dem so wäre, hätte Pesche bestimmt nicht den verfassten Artikel erwähnt. :?

    Ich schrieb ja bereits, dass ich noch keines dieser Länder bereist habe und es mir momentan auch nicht vorstellen könnte. Aber warum sollen Menschen nicht auch ohne Vorkenntnisse in der Lage sein Hilfe zu leisten? :frowning:

    Um einen Elefanten zu baden, ein Löwenbaby zu füttern oder Schildkröteneier zu zählen, braucht es einer ausführlichen Erklärung und dann dürfte der Ausführung dieser Arbeit normalerweise nichts mehr im Wege stehen.

    Mit Brille und Buch auf's Klo gehen, reicht nicht aus zum Klugscheißen.
  • chepri
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    gesperrt
    geschrieben 1243797980000

    Pesches Beitrag ist ja ganz nett, aber leider fehlt die Quelle.

  • Lexilexi
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    geschrieben 1243811578000

    @Louboutin sagte:

    ...

    Um einen Elefanten zu baden, ein Löwenbaby zu füttern oder Schildkröteneier zu zählen, braucht es einer ausführlichen Erklärung und dann dürfte der Ausführung dieser Arbeit normalerweise nichts mehr im Wege stehen.

    da hst du vollkommen recht. für solche tätigkeiten braucht man keine umfangreichen vorkenntnisse.

    aber für derartigen arbeiten müßte sicherlich kein europäer in die o.g. länder fliegen.

    das könnten doch auch einwohner vor ort übernehmen.

    urlauber, die derartige "packages" buchen, wollen meiner meinung nach nur ihr schlechtes gewissen beruhigen. wirklich was bewegen tun sie nicht.

    es reicht doch, wenn man die devisen ins land bringt, in dem man seinen urlaub dort bucht.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Tascha
    Dabei seit: 1113868800000
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    geschrieben 1243844019000

    @Lexilexi sagte:

    aber für derartigen arbeiten müßte sicherlich kein europäer in die o.g. länder fliegen.

    das könnten doch auch einwohner vor ort übernehmen.

    urlauber, die derartige "packages" buchen, wollen meiner meinung nach nur ihr schlechtes gewissen beruhigen. wirklich was bewegen tun sie nicht.

    Das stimmt nicht.

    Ich habe selbst vor ein paar Jahren in der Mongolei bei einem Schutzprojekt für die seltenen Gobibären mitgearbeitet.

    Der Grund, warum ich das gemacht habe, war einfach, dass ich Bären total gern mag und sie auch mal in freier Wildbahn beobachten wollte. Und ich dachte eben, dass das auf diese Weise besser geht als bei irgendeiner Rundreise, wo man nur mal eben kurz durch einen Nationalpark durchfährt.

    Und nun mal was zu dem Projekt selber:

    Die Gobibären leben, wie der Name bereits sagt, in der Wüste Gobi im Süden der Mongolei und sind die einzigen Wüstenbären der Welt.

    Durch Eingriffe des Menschen in ihren Lebensraum ist ihr Bestand in den letzten Jahren auf unter 50 Tiere gesunken.

    Die mongolische Regierung würde gerne etwas für den Erhalt dieser seltenen Tierart tun, leider fehlt aber das Geld, außerdem sind nicht alle in der Regierung dafür.

    Die großen internationalen Tierschutzorganisationen wie z.B. der WWF weigern sich seit Jahrzehnten standhaft, etwas für die Gobibären zu tun und der Rest der Welt weiß für gewöhnlich noch nicht einmal, dass sie überhaupt existieren geschweige denn, dass sie Hilfe brauchen.

    Daher bestand unsere Aufgabe ganz einfach darin, in die Wüste zu fahren, die Bären zu beobachten, Bilder zu machen und diese hier in Europa an die Medien weiterzugeben, damit die Welt von den Gobibären erfährt.

    Da ich durch meinen Beruf entsprechende Beziehungen habe ist es mir tatsächlich gelungen, Artikel in deutsche und amerikanische Zeitschriften zu setzen.

    Ausserdem hatten wir noch zwei mongolische Dokumentarfilmer dabei, die unsere Tour für das mongolische Fernsehen gefilmt haben. Ihr Ziel war es, der Regierung zu zeigen, dass die Gobibären Touristen ins Land locken, die natürlich auch Devisen mitbringen und dass es sich deswegen eben auch für sie lohnt, etwas für den Erhalt dieser seltenen Tierart zu tun.

    Mitlerweile arbeitet man übrigens tatsächlich an einem Zuchtprogramm für die Bären.

    Ob unser Film mit dazu beigetragen hat, die Zauderer in der Regierung zu überzeugen, kann ich nicht sagen.

    Klar ist aber, dass unser Part in diesem Projekt eben tatsächlich nur von Ausländern durchgeführt werden konnte.

    Und es stimmt, dass die Arbeit an diesem Projekt Wellness für die Seele war.

    In unserem Fall lag das aber weniger an der Arbeit selber sondern vielmehr daran, dass wir durch unsere Arbeit engen Kontak zu den Einheimischen hatten.

    Die Mongolen sind nämlich ein sehr, sehr nettes, offenes und gastfreundliches Volk, außerdem sehr naturverbunden, humorvoll und in jeder Situation völlig gelassen.

    Mit der Zeit hat diese Mentalität auch auf uns abgefärbt und darum habe ich mich in diesem Urlaub besser erholt als in jedem Strandurlaub!

    Einmal ganz abgesehen davon, dass die Vollmomdnächte in der Gobi unbeschreiblich schön sind....

    LG Natascha
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