• Kielpinski
    Dabei seit: 1117584000000
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    geschrieben 1137887984000

    Hi,

    für alle die via Kopenhagen fliegen wollen:

    Seit Donnerstag abend geht in Kopenhagen nichts mehr wegen Vereisung und Schnee!!!!

    Wer in den nächsten Tagen via Kopenhagen fliegen will, sollte daher besser umbuchen oder nicht fliegen, denn dort herrscht das Flug-Chaos!!! Auf Grund der "Sibirischen Eisfront" ist auch in den nächsten Tagen nicht mit einer Entspannung der Situation zu rechnen!

    Hier meine Odyssee: auf Grund eines plötzlichen Todesfalles mußte ich kurzfristig zu einer Beerdigung nach Danzig, habe daher am Mittwoch einen Flug mit der SAS von Hamburg/HAM nach Danzig/GDN und am Sonntag (22.01.2006) zurück gebucht. Am Freitag, 20.01.2006, bin ich um 4 Uhr aufgestanden und um 6.55 Uhr in HAM abgeflogen; netter kurzer Flug, aber schon beim Anflug auf Kopenhagen/CPH hatten wir leichte Turbulenzen und konnten von oben Schnee und vielen Eisräummaschinen beobachten. Trotzdem dachte ich mir nichts dabei...

    Als ich nach der Ankunft gegen 8 Uhr zu meinem Anschlußflug nach GDN wollte, stand schon auf der Abflugtabelle, daß der Flug gecancelled ist. Als nächstes mußte man dann zum sog. Transfercenter, wo man auf den nächsten Flug umgebucht werden konnte. Leider hat das dafür vorgesehene System viele Schwächen, denn man muß eine Nummer ziehen (ich bekam die 189, gerade waren 63-67 dran) und dann mußte man seinen Flug zuerst umbuchen und sich dann nochmals bei einem sep. Check-In-Schalter (direkt in der Transfercenterhalle) anstellen, um die Boardingkarte zu bekommen... Nach einer Stunde waren gerade mal 20 Leute abgearbeitet - mit dem Tempo war es absehbar, daß ich meinen nächsten Flug nicht schaffen würde. Also rief ich mein Büro an, mein Büro die SAS-Hotline; um 11 Uhr war ich für den nächsten Flug um 14.10 Uhr umgebucht und konnte direkt zum Check-In-Schalter (hurra, nur einmal anstellen)... Inzwischen waren die Wartenummern bei 680 angekommen, die aktuell aufgerufenen Nummer aber waren gerade mal bei 120 angekommen - die Leute wurden unruhig, kein Wunder, wenn in so einer Situation nicht mal alle Schalter offen sind und die Mitarbeiter auch noch nicht die schnellsten zu sein scheinen...

    Mit leichter Verspätung wurden wir zum Gate gerufen und stiegen in einen Bus, um zu unserem Flugzeug zu kommen. Voller Hoffnung fuhren wir an einigen vereisten Maschinen und zusammengeschobenen Schneebergen zu unserer Maschine. Freude beim Anblick meines Koffers - er hatte es also auch geschafft! Aber wieso ist das Flugzeug zu und keine Treppe ausgefahren? Der Bus fuhr eine Runde um das Flugzeug, grub sich dabei leicht fest, und dann ging es zurück zum Terminal, wobei die Zugänge so vereist waren, daß einer der aussteigenden Fluggäste auf dem Eis ausrutschte und wir anderen im Schneckentempo folgten. Es hieß, daß das Flugzeug zu vereist wäre und der Flug daher gecancelled ist!

    Zurück zum Transfercenter, aber inzwischen war die Masse noch größer geworden und vor allem, nun gab es gar keine Wartenummern mehr! Auf Nachfrage von unserer ganzen Gruppe hieß es, daß wir warten müßten und es keine Nummern gäbe, da 800 Passagiere vor uns warten würden und die Automaten daher inzwischen kaputt wären...

    Telefonisch wurde ich wieder auf den nächsten Flug um 16.20 Uhr umgebucht, also ab zum Check-In. Die Schlange des Check-In-Schalters arbeitete sich aber nur langsam voran - pro Person ca. 10 Minuten. Um 15.30 Uhr hatte ich noch keine Boardkarte und vor mir noch 10 Leute, als es plötzlich hieß, daß auch der 16.20-Uhr-Flug schon gecancelled wäre (reines Hörensagen bzw. nachprüfen an der Abflugtabelle, denn es gab keine Ansagen)...

    Nun hatte ich die Wahl, entweder auf die 21 Uhr-Maschine nach GDN zu hoffen, oder besser gleich zurück zu fliegen??? Als ich hörte, daß einige Passagiere schon seit Donnerstag abend in CPH warteten und das Wetter eher schlechter wurde, und es daher nicht absehbar war, ob der 21 Uhr-Flug nach überhaupt rausgehen würde nach ca. gecancellten 150 Flügen, und ich somit nicht mehr rechtzeitig zur Beerdigung am Samstag morgen kommen würde, entschied ich mich für den nächsten Flug um 17.30 Uhr zurück nach HAM - überbucht, so daß ich gleich auf den nächsten HAM-Flug um 20 Uhr umgebucht habe und hoffte, nach Hause zu kommen.

    Aber die Hoffnung hielt nicht lange - um 19 Uhr gecancelled. Nächste Chance erst am nächsten Morgen um 8.35 Uhr nach HAM.

    Mit einiger Mühe habe ich einen Hotelgutschein ergattert inkl. Gutschein für einen Taxitransfer (daß es diese Gutscheine gibt, habe ich von anderen mitbekommen, da sie vor mir die Hoffnung aufgegeben hatten, auf den nächsten Tag umgebucht haben und Hotelgutscheine bekommen haben!). Zum Hotel "SAS Radisson Falconer" werde ich eine kurze Bewertung in den nächsten Tagen abgeben - 4 Sterne, aber nur in der Lobby, die Zimmer ziemlich einfach, aber immer hin mußten weder ich noch 50-60 andere Gäste der Airline wie manche andere Passagiere im Terminal übernachten (angeblich bis zu ca. 1.000)!

    Heute morgen um 6 Uhr aufgestanden - wieder ab zum Flughafen. Bereits bei der Ankunft ist der HAM-Flug gecancelled, aber ein Flug um 9 Uhr nach Hannover/HAJ sollte planmäßig abfliegen. MERKWÜRDIG, aber scheinbar die einzige Chance! Auf Rat zwei Mitreisender stellen wir uns direkt am Gate an und hoffen auf drei freie Plätze. Das Boarding ging los, wir mussten aber warten, bis alle gebuchten Passagiere "geboardet" sind. Um 9 Uhr stellte sich raus, daß 3 Passagiere nicht aufgetaucht sind, unsere Hoffnung! Zwei andere, die zwar auf diesen Flug umgebucht waren, aber keine Boardingkarte mehr besorgen konnten und eine Nachzüglerin hatten Vorrang und wir anderen waren raus! Da war ich das erste Mal den Tränen nahe :=(

    Alternativen wurden abgecheckt, aber NICHTS erschein realisierbar. Alle Folgeflüge in den norddeutschen Raum überbucht oder bereits gecancelled, telefonisch keine SAS-Hotline mehr erreichbar (eh' nur zwischen 9 und 20 Uhr - coole Zeiten für Notfälle, oder?), also nur noch die Bahn... Noch länger warten scheint nicht aussichtsreich, so daß ich mit diversen Mitreisenden auf die Bahn umsteigen - natürlich ohne Koffer, der irgendwo im Universum des Kopenhagener Airports auf Nachsendung wartet.

    Am Hauptbahnhof sitzend sehen wir plötzlich wieder bekannte Gesichter - die Passagiere, die für den Hannover-Flug bereits geboardet waren; die Maschine wurde dann noch verspätet gecancelled.

    Dank guter Beratung haben meine Mitreisenden und ich Sitzplatzkarten, was uns zumindest den Anspruch auf Beförderung sichert - denn dann kommt eine Ansage, daß dieser Zug "fully booked" ist.

    Dann endlich um 11.47 Uhr sitze ich mit lauter übermüdeten, aber hoffnungsvollen Mitfahrenden im Zug Richtung Deutschland und man kann es nicht glauben, wir fahren pünktlich los - ganz im Gegensatz zum Schienenverkehr am Vorabend. Und auch Mitreisende, die sich am Freitagabend einen Mietwagen gemietet haben, mußten nachts umkehren, da man nicht auf's Festland kam.

    Heute um 16.15 Uhr kamen wir in Hamburg an und meine Odysse hatte endlich ein Ende!

    Was das Schlimmste an dieser ganzen Geschichte ist, ist nicht, daß das Wetter so ein Chaos angerichtet hat, dafür kann keiner etwas, aber:

    - daß ein so wichtiger Knotenpunkt wie Kopenhagen (mehr Passagiere als HAM angeblich!) mit diesem Chaos scheinbar total überfordert war, machte die Situation unerträglich; zu wenige Informationen, chaotische Verhältnisse, nur einige wurden mit Essensgutscheinen versorgt, erst am Abend gab es Wasser für die Wartenden, selbst mit guten Englischkenntnissen war es eine Tortur, wie mag es dann einigen ergangen sein, die kein Englisch sprechen???

    - am frustrierendsten war, daß einige Maschinen rausgingen, obwohl andere Flüge mit ähnlichen Zielen gecancelled wurden (hauptsächlich betroffen SAS-Flüge - haben die schlechtere Maschinen oder keine einsatzfähigen Maschinen, oder wieso sind zu 90% SAS-Flugzeuge betroffen?)

    - daß noch morgens, als wir auf den Hannover-Flug online umbuchen wollten, da die Hotline so früh noch nicht operierte, genau dieser Flug online buchbar war - wieso???

    - daß es keine Alternativen zum Flug von Seiten der Airline gab; auch die Kosten sind von den Passagieren zu zahlen gewesen.

    - beim Verlassen des Flughafens sahen wir auch beim "richtigen" Check-In neuer Passagiere ein Chaos - die gesamte Eingangshalle war voll mit Wartenden, die frisch einchecken wollten, ohne zu wissen, was sie erwartet und daß fast alle von ihnen nicht fliegen werden (hat sich nun nachträglich auch bewiesen - man kann ja online nun nachvollziehen, daß die Situation nicht besser geworden ist)...

    Als wir im Zug mit diversen gestrandeten Passagieren Richtung Hamburg, Duisburg, Bochum etc. fuhren, konnten wir schon wieder über das Erlebte lachen, aber: never ever (via) Kopenhagen (zumindest im Winter!)

    P.s. Wenn Ihr Tipps für uns habt, was wir nun von der Airline als Ersatz und Ausgleich verlangen können/sollten, würden wir uns freuen... Nur, wie kann mir eine Airline den emotionalen "Verlust" ersetzen, daß ich mein Ziel nicht erreicht habe und somit eine nicht wiederholbare "Verabredung" wahrnehmen konnte??? Und das nachdem wir schon Anfang des Jahres einen Motorschaden auf dem Weg zurück von Fuerte hatten – werden dieses Jahr wohl nun nicht mehr soviel fliegen...

    Viele Grüße von einer müden Viola ;=)

  • jaykayham
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    geschrieben 1137956720000

    @'Kielpinski' sagte:

    Bereits bei der Ankunft ist der HAM-Flug gecancelled, aber ein Flug um 9 Uhr nach Hannover/HAJ sollte planmäßig abfliegen. MERKWÜRDIG, aber scheinbar die einzige Chance!

    Viele Grüße von einer müden Viola ;=)

    Hi, nicht merkwürdig... ich nehme an, dass das Flugzeug was nach Hannover fleigen sollte bereits da stand und die maschine die nach hamburg fliegen sollte noch gar nicht in kopenhagen angekommen war...

    Leider hast du keine chance auf irgendwelche erstattungen, da das wetter eine "höhere gewalt" ist und die airline keine schuld trägt!

    LEBEN IST, WAS EINEM BEGEGNET, WÄHREND MAN AUF SEINE TRÄUME WARTET!
  • andrew62
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    geschrieben 1137974680000

    [quote="Kielpinski"]

    Was das Schlimmste an dieser ganzen Geschichte ist, ist nicht, daß das Wetter so ein Chaos angerichtet hat, dafür kann keiner etwas, aber:

    - daß ein so wichtiger Knotenpunkt wie Kopenhagen (mehr Passagiere als HAM angeblich!) mit diesem Chaos scheinbar total überfordert war, machte die Situation unerträglich;

    - am frustrierendsten war, daß einige Maschinen rausgingen, obwohl andere Flüge mit ähnlichen Zielen gecancelled wurden (hauptsächlich betroffen SAS-Flüge - haben die schlechtere Maschinen oder keine einsatzfähigen Maschinen, oder wieso sind zu 90% SAS-Flugzeuge betroffen?)

    - daß noch morgens, als wir auf den Hannover-Flug online umbuchen wollten, da die Hotline so früh noch nicht operierte, genau dieser Flug online buchbar war - wieso???

    - daß es keine Alternativen zum Flug von Seiten der Airline gab; auch die Kosten sind von den Passagieren zu zahlen gewesen.

    P.s. Wenn Ihr Tipps für uns habt, was wir nun von der Airline als Ersatz und Ausgleich verlangen können/sollten, würden wir uns freuen... Nur, wie kann mir eine Airline den emotionalen "Verlust" ersetzen, daß ich mein Ziel nicht erreicht habe und somit eine nicht wiederholbare "Verabredung" wahrnehmen konnte??? [/b]

    Viele Grüße von einer müden Viola ;=)[/quote]

    Hi Viola,

    bei dieser, für Dich wahrscheinlich schon von vornherein unangenehmen Reise, hast Du auch sonst ins "braune" gegriffen.

    Richtigerweise sagst Du schon daß für das Wetter keiner was kann...

    Für die Auswirkungen hier vielleicht ein paar Hintergrundinfos - die für diese Wettersituation für ALLE Flughäfen gilt:

    Das Flugaufkommen richtet sich u.A. nach dem Leistungsvermögen des Platzes. Dieses wird für normale Wetterlagen festgelegt. Könnten im Normalfall 70 Flieger pro Stunde "abgefertigt" werden, so wird sich dies bei Schneelage und der hier immer wieder nötigen Schneeräumung zumindest halbieren.

    Nicht nur die Pisten müssen gräumt werden, auch die Flugzeuge bedürfen einer Reinigung bzw. "Anti-eisbehandlung" was ebenfalls nicht nur Zeit kostet sondern meist auch auf ein paar Enteisungspositionen begrenzt ist (da das Enteisungsmittel entsorgt werden muß kann nicht überall gesprüht werden). Hier liegt einer der Gründe warum SAS hauptsächlich betroffen war.

    Es liegt auf der Hand, daß in solchen Situationen nicht das gesamte Flugprogramm durchgeführt werden kann; bei vergleichbaren Wetter in FRA trifft´s die LH, in ZRH die Swiss und in Wien die AUA...

    Jetzt kann eigentlich nur noch der Schaden begrenzt werden und versucht werden die "wichtigsten" Flüge durchzuführen. Z.B. Langstrecke, Flüge mit hoher Umsteigerate (Netzwerkcarrier) oder Flüge für die´s keine Alternativen in vernünftiger Zeit gibt etc.

    Daß das Personal überfordert ist wundert glaub´ ich keinen der mal mit Unregelmäßigkeiten im Kundendienst zu tun hatte. Dienstpläne richten sich nach "ops normal"; Krisenmanagement wär hier gefragt - wird aber meist durch Personalmangel und schlechter/später Kommunikation behindert. Daraus müssen Lehren gezogen werden - und sie werden es auch.... nur hift Dir das in diesem Moment sicher nicht.

    Da Dir SAS wahrscheinlich schon die Übernachtung gezahlt hat denke ich daß es das auch schon gewesen ist was Du erwarten kannst. Plus der Rückerstattung der Tickets die nicht abgeflogen wurden.

    Von wem würdest Du Ersatz für "emotionalen Verlust" verlangen wenn Du im Schneesturm mit Deinem Auto auf einer Autobahn festgesessen wärst? Von der Tankstelle mit deren Benzin Du den Tank gefüllt hast, dem Hersteller Deines Autos, dem Autobahnbetreiber (wenn diese mautpflichtig ist), dem Reifenfabrikanten, ....?

    Wenn ich in den Alpen Schifahren bin, die Sonne vom blauen Himmel scheint und mir das Herz blutet weil ab Mittag die Lifte wegen starken Sturmes am Gipfel nicht gehen krieg´ ich nicht einmal das Geld für die Tageskarte zurück...

    Hoffe ´s war jetzt nicht zu langatmig ...

    LG

    Andy

    LG Andy
  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1138004215000

    ich lese immer das Wort "Chaos"... Freunde, es ist Winter, Kopenhagen liegt schon recht weit nördlich.

    Wir sind verwöhnt von milden Wintern... Schnee, Eis war bis vor einigen Jahren die Realität in Mitteleuropa.

    Es zeigt sich halt wieder in diesem Winter, dass der Mensch viel vermag, aber eines eben nicht: die Natur zu zähmen!

    Der Grund der Reise war mir schon verständlich - aber es hätte ja auch eine Zugverbindung gegeben...

    Und bei dem Preisdruck, der auf Flughafenbetriebsgesellschaften und Fluglinien lastet, kann man einfach nicht mehr erwarten, dass dann für jede Situation genügend Personal zur Verfügung steht.

    Ich meine, man muss auch heute im 21. Jahrhundert Jahreszeiten, Entfernungen und Reiseland bedenken - es bleibt eine Reise!

    Gruß

    Peter

  • Bianca23
    Dabei seit: 1086307200000
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    geschrieben 1138004814000

    Kann es vielleicht sein, dass Du nur den Eindruck hattest, dass vor allem SAS Flüge gecancelled wurden, weil SAS nun mal die am stärksten vertetene Airline in CPH ist?

    Ob geflogen wird oder nicht, liegt häufig auch im Ermessen des Pilotens - ähnlich wie bei einem Gewitter. Manche starten und manche nicht. Auch das Enteisen liegt am Piloten oder der Fluggesellschaft. Ich beobachte immer wieder, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Hapag-Lloyd hier in Stuttgart ihre Maschinen enteisen, hingegen diverse türkische Airlines (bei längerer Standzeit!) nicht.

    Insofern sollte man es auch positiv sehen, wenn SAS die Flüge gecancelled hat - vielleicht weil die Sicherheit der Passagiere in so einer Situation an erster Stelle steht?

  • Kielpinski
    Dabei seit: 1117584000000
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    geschrieben 1138007867000

    Hi,

    vielen Dank für Eure Antworten - der eine oder andere Gedanke ist mir noch nicht gekommen (z.B. daß eine Airline an ihren Heimatflughafen als letztes abgefertigt wird), so daß ich dafür nun mehr Verständnis aufbringen kann, aber bei dem Anlaß der Reise war ich eben leicht verzweifelt, daß ich nicht zum Ziel kam.

    Was mich am meisten geärgert hat, war, daß bereits ab Donnerstag abend diverse Flüge gecanncelled werden mußten, wir aber in Hamburg darüber z.B. nicht informiert wurden, denn in dem Fall hätte ich mir sofort eine Alternative gesucht. Ich hatte mich zwar bewußt für's Fliegen entschieden, denn bei nur drei verfügbaren Tagen ist alles andere zeimlich anstrengend, aber im Notfall hätte ich sowohl Auto als auch Bahn fahren können! Und wenn man dann in Kopenhagen steht und sieht, daß einige Maschinen starten, hat man die Hoffnung mit der nächsten Maschine wegzukommen - nur klappte dies ja leider nicht!

    Die Frage nach dem "emotinalen Verlust" war eine rein rhetorische Frage - daß mir den keiner ersetzen kann, steht außer Frage... (@ Andy, nein, Deine Antwort war nicht zu langatmig - habe mich gefreut, aber: Der Vergleich mit dem Auto stimmt auch nur halb - denn in meinem Auto bin ich der "Kapitän" und die Entscheidungen liegen bei mir; wenn ich aber fliege, liegt die Verantwortung für mein Ankommen bei der Airline.)

    Ich werde mich an die Airline wenden und hoffe, daß der Fall zumindest finanziell nicht gänzlich an mir hängen bleibt.

    Hat damit jemand bereits Erfahrung mit Rückerstattungen in solch' einem Fall?

    Die Mitreisenden erzählten, daß Sie teilweise auch schon Zahlungen über die Rückerstattung aller Flugstrecken erhalten haben, andere daß sie zumindest das Ticket erstattet erhalten haben.

    Auf dem Flughafen lagen Flublätter zum Thema "Flugrechte" auf Englisch aus, hier der Link zur deutschen Seite - werde mal schauen, was passiert...

    http://www.eu.int/comm/transport/air/rights/doc/2005_01_19_apr_poster_de.pdf

    Viele Grüße, Viola

  • andrew62
    Dabei seit: 1126569600000
    Beiträge: 185
    geschrieben 1138013454000

    @'Kielpinski' sagte:

    Hi,

    vielen Dank für Eure Antworten -

    (@ Andy, nein, Deine Antwort war nicht zu langatmig - habe mich gefreut, aber: Der Vergleich mit dem Auto stimmt auch nur halb - denn in meinem Auto bin ich der "Kapitän" und die Entscheidungen liegen bei mir; wenn ich aber fliege, liegt die Verantwortung für mein Ankommen bei der Airline.)

    Ich werde mich an die Airline wenden und hoffe, daß der Fall zumindest finanziell nicht gänzlich an mir hängen bleibt.

    Die Mitreisenden erzählten, daß Sie teilweise auch schon Zahlungen über die Rückerstattung aller Flugstrecken erhalten haben, andere daß sie zumindest das Ticket erstattet erhalten haben.

    Viele Grüße, Viola

    Ser´s Viola,

    schön daß Du´s durchgehalten hast meine Antwort zu lesen :D

    So 100% vergleichen läßt es sich natürlich nicht ob ich mich transportieren lasse (Fluglinie, Bus, Zug, Schiff), oder selbst fahre.

    Wie schon gesagt solltest Du versuchen die nicht abgeflogenen Tickets und eventuell das Zugticket von CPH nach Hause von SAS (bzw. wer immer Dein Vertragspartner war) refundiert zu bekommen.

    LG

    Andy

    LG Andy
  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
    Beiträge: 1939
    geschrieben 1138020761000

    uii das mit den Fluggastrechten... Genau solche Extremsituationen schließt diese Verordnung aus: wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist (Schlechtwetter, bei Routinecheck auftretendes technisches Sicherheitsproblem) bleiben die Fluglinien weiterhin von Zahlungspflichten ausgenommen.

    Allein, Schadenersatzpflichtig werden Fluglinien, wenn sie die versprochene Transportleistungen = Flug, nicht zu den vereinbarten Bedingungen = Flugzeiten erbringen. Aber bisher hörte ich nur von Fällen, die ins Leer gingen; ganz wenige - die mit Rechtsanwalt und Gerichtsverhandlung vorgingen hatten da schon mehr Erfolg. Aber alles ist immer auch eine Frage des Aufwands und des "Ertrags" (= das was man von der Fluglinie zurück haben will).

    Gruß

    Peter

  • Kielpinski
    Dabei seit: 1117584000000
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    geschrieben 1138023046000

    Hi,

    nach einem ersten, überraschend netten Gespräch mit der SAS hoffe ich nunmehr auf eine positive Regelung. Ticket und Bahnfahrt werden wohl refundiert

    Da es nicht nur eine Frage des Wetters ist, weil einige Flieger rauskonnten und der Flughafen nicht komplett gesperrt war, befinden wir uns hier in einer Grauzone, so daß ich nun auf Kulanz hoffe.

    Werde Euch dann berichten, sobald ich Post von der SAS bekomme...

    Viele Grüße und Danke nochmals für Eure Mühe ;=) Viola

  • Thorben-Hendrik
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    gesperrt
    geschrieben 1138024418000

    January 23, 2006

    Scandinavian airline SAS was hit by severe disruption in Denmark and Norway on Monday after pilots went on strike and called in sick, leaving thousands of passengers stranded.

    Details: http://news.airwise.com/story/view/1138018790.html

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