• Geyer
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    geschrieben 1290707841000

    Offener Brief an:

     

    Dr. Samir Faraj

    Luxor Gouvernate

    Cornisch el-Nile St.

    Luxor

    Egypt

     

     

    Sehr geehrte Herr Dr. Samir Faraj.

     

    Wir fahren seit Jahrzehnten nach Luxor und müssen sagen,dass sich diese Stadt sehr verändert hat. Luxor ist sauber geworden, dieNilpromenade und die Widder Allee gefallen uns sehr.

    Mann fühlt sich sicher in dieser Stadt. Jeder, auch eine Frau, kann in Luxor ohne Probleme auch bei Nacht spazieren gehen.

    So heben wir, ich und mein Mann, wieder einmal (in diesemJahr schon zum dritten Mal) im November Luxor besucht. Wie haben uns wieder aufeinen zufriedenes Aufenthalt gefreut, und es war auch alles im Ordnung. Bis wiram 12. November spazieren gingen.

    Am diesem Tag hielt ein Kutscher auf der Strasse neben uns und fragte „Kalesch“?

    Sein Pferd stand auf der Strasse neben mir und ich habe mitentsetzten gesehen, dass er am vorderem rechtem, angeschwollenem Bein blutendeWunde hatte. Ich habe dem Kutscher die Wunde gezeigt und sagte, dass ich mit soeinem Pferd nicht fahren möchte.

    Darauf hin habe der Mann von meinen entsetzten Augen dasPferd brutal geschlagen. Die Peitsche schlug gerade dort, wo sich die Wundenbefunden haben und dass Pferd schrie und trabte los.

    Ich konnte nichts machen, die Kutsche war ohne Nummer (wie leider viele in Luxor) und es war keine Polizei in der Nähe.

    Aber ich wurde dadurch auf die Pferde aufmerksam geworden und bin immer noch schockiert.

    So viel Elend, so viele Verletzungen und so viele Brutalität habe ich auf Luxors Straßen nicht erwartet.

    Fast die Hälfte der Pferde haben angeschwollene Gelenke,viele haben blutende Wunden, sind bis zum Knochen abgemagert. Sie wurden,obwohl sie sich kaum noch bewegen können durch die Straßen durch Peitschenhiebegehetzt. Ich habe ein Pferd gesehen, dem die Blut aus der Nase auf die Straßetropfte, ich habe einen Pferd gesehen, der einen Lappen voller Blut um seinenBein umgewickelt hatte, ich musste zusehen, wie ein Pferd, der mit bis zumBoden gesenktem Kopf auf wackeligenzittrigen Füßen stand und offensichtlich nicht mehr konnte, mit Peitschenhiebezu Bewegung gezwungen wurde. Es trabte eine Stute durch Luxor, mit ihrem Fohlenauf ihre rechte Seite. Am Abend habe ich gesehen, wie diese Stute den Kopf biszum Boden gesengt hat und ihr Fohlen, das offensichtlich gespürt hat, dass mitseine Mutter etwas nicht im Ordnung war, mit seinen Nüster, die Nüster seine Mutter berührt hat. Es war einDeutsche aus unserem Hotel der im diesem Augenblick seelenruhig in die Kutscheeingestiegen ist und noch laut!gelacht hat, als der Kutscher die Stute mit Peitsche zum Bewegung gezwungen hat.

    Ich habe mit einem unserem Bekannten darüber geredet und erhat mir gesagt „geh doch zu dem Gouverneur, er ist ein gute Mann, er wird dirzuhören“.

    Ich habe nachgedacht und kam zu der Überzeugung, dass ich esanders machen muss. Es ist ja jetzt nicht nur Ihre Angelegenheit, dass man imLuxor in alle Öffentlichkeit die Tiere quält und es allen absolut egal ist.

    Im Deutschland ist Tierquälerei verboten. Und trotzdemsetzen sich Deutsche Touristen seelenruhig in eine Kutsche ein und es ist ihnenabsolut egal, dass das Pferd blutet oder schlimmer Wunden hat.

    Und so schreibe ich jetzt diesen Brief an Sie, sehr geehrte Herr Dr. Samir Faraj und setzte diesen Brief auch in Holidaycheck ein.

    Ich will es glauben, dass mein Bekannte Recht hat und dassSie wirklich so ein guter Mann sind, der sich um alles gerne kümmert. Sie habenfür Luxor viel Gutes getan, und so möchte ich Sie hier, in alle Öffentlichkeit,um etwas bitten.

    Bitte, bitte, lassen Sie es nicht zu, dass auf den Straßenmeiner so geliebte Stadt die Pferde leiden müssen. Ich habe die Erfahrung gemacht,dass es auch anders geht. Als mein Mann ein Foto von einem schlimm verletztenPferd gemacht hat, kam zufällig ein Kutscher vorbei, und ist neben uns auf derStraße stehen geblieben und schaute zu, was wir machen. Er hat die Wunden desPferdes gesehen und sagte „es ist schlimm, wie das Tier leiden muss. Schauensie sich aber mein Pferd an, der ist in Ordnung. Mein Pferd ist gut ernährt,meine Kalesche hat eine Nummer. Ich bin ein anständiger Moslem. Es ist gegen Allah Wille, dass man Tiere misshandelt.“

    Ich habe mir sein Pferd angeschaut, dass Tier war wirklichgut ernährt, da, wo es ihm durch die Zäumung weh tun könnte war das Tier weichgepolstert und das Pferd war sehr unruhig. Ungeduldig bewegte er seine Beineund wollte los traben. Ich habe mich bei dem Kutscher bedankt und zu meinerÜberraschung habe er das Gleiche getan.

    „Danke für das Verständnis für die Kinder des Allahs“.

    Und mit diesem Satz möchte ich jetzt diesen Brief beenden.

    Ich komme wieder im Februar für ein ganzes Monat nach Luxorund will hoffen, dass man auf den Straßen Luxors keine gequälten Pferde mehrsieht.

    Und noch ein Wort an die Deutsche, die jetzt nach Luxorkommen. Bitte, schaut es euch gut das Pferd an, bevor ihr in die Kalescheansteigt. Und sagt dann, wenn das Pferd verletzt ist

    „Nein, da steige ich nicht ein“.

    Es ist nicht Allah Wille, dass man ein Tier quält“.

     

    Mit freundlichen Grüßen

    Geyer

     

    Siehe dazu Fotos bei „Hotel Iberotel Luxor“ Bewertungen „Immer noch gut und empfehlenswert, aber…“

  • curiosus
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    gesperrt
    geschrieben 1290710134000

    ...wie Dir nicht entgangen sein sollte haben wir dazu bereits einen entsprechenden Thread hier gehabt. Nicht zum ersten mal im übrigen... ;)

  • Ahotep
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    Administrator Zielexperte/in für: Nilkreuzfahrten Nil-Region
    geschrieben 1290712833000

    Hallo,

    diesen Thread zum Thema habe ich gefunden.

    Vielleicht sollte dieser genutzt werden?

  • Dana61
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    geschrieben 1290715938000

    Hallo Geyer,

    Ich will mich bei dir bedanken für diese Brief.

    Wir haben auch in eine Kutsche mit armselige Pferd gefahren bei unsere erste Aufenthalt in Ägypten.

    Habe das gemerkt erst bei fahrt.

    Danach konnte ich lange dieses fahrt gerade wegen diese Pferd nicht vergessen.

    In meine Gedächtnis ist geblieben diese Pferd als Symbol von Ägyptische elend -traulich.

     

    Mit freundlichen Grüßen

    Dana61

  • Ahotep
    Dabei seit: 1096243200000
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    Administrator Zielexperte/in für: Nilkreuzfahrten Nil-Region
    geschrieben 1290717499000

    Hallo Geyer,

    Dr. Faraj ist gerade mit den Vorbereitungen für eine Promi-Hochzeit beschäftigt ;)

    Ich habe Dir per PN einige Links von Tierschutzorganisationen in Luxor und Ansprechpartnern in höheren Etagen geschickt.

    Gruß Sabine

  • CorinnaG
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    geschrieben 1290764157000

    Vielen Dank für diesen Brief.  Ich bin kein großartiger Tierfreund und doch hat mich der Bericht berührt!

    Wir fliegen nächsten Donnerstag nach Ägypten und haben einen Ausflug nach Luxor fest eingeplant: Natürlich hätte mit Kind auch eine Kutschenfahrt auf dem Programm gestanden - und mir wäre das Elend der Pferde wohl nicht wirklich aufgefallen. Dieser Programmpunkt wurde jetzt gestrichen - und ich werde Mitreisende darauf aufmerksam machen.

     

  • chepri
    Dabei seit: 1148342400000
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    gesperrt
    geschrieben 1290772498000

    @curiosus sagte:

    ...wie Dir nicht entgangen sein sollte haben wir dazu bereits einen entsprechenden Thread hier gehabt. Nicht zum ersten mal im übrigen... ;)

    @Ahotep sagte:

    Hallo,

    diesen Thread zum Thema habe ich gefunden.

    Vielleicht sollte dieser genutzt werden?

    Anscheinend ist der nicht schön genug :laughing:

  • Bandit01
    Dabei seit: 1093132800000
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    geschrieben 1290774087000

    Das haben wir damals bei unserer Nilkreuzfahrt auch gesehn, aber da ist nicht nur ein Problem in Luxor, auch entlang des Nil sind die Pferde in vielen Orten nicht gut dran. Ich habe vom Schiff aus beobachtet das ein Ma sein Pferd mit einen Langen knüppel geschlagen hat, und auch in assuan waren die Pferde mit den Kutschen nicht in besonders guter verfassung.

    Ich hatte damals aber auch beobachtet das andere Passagier das sogar amüsant fanden und darüber gelacht haben das die Pferde so misshandelt werden, eine meinte sogar das wäre völlig normal und das würde man in deutschland auch so machen. Kranke Welt! Bei einen Ausflug über Neckermann sollten wir mit Kutschen zum Tempel gebracht werden, aber mir taten die Pferde leit, und so habe ich mir (zwar auf eigene kosten) ein Taxi genommen!

  • chepri
    Dabei seit: 1148342400000
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    gesperrt
    geschrieben 1290776960000

    @curiosus sagte:

    ...wie Dir nicht entgangen sein sollte haben wir dazu bereits einen entsprechenden Thread hier gehabt. Nicht zum ersten mal im übrigen... ;)

    @Ahotep sagte:

    Hallo,

    diesen Thread zum Thema habe ich gefunden.

    Vielleicht sollte dieser genutzt werden?

    Der gefällt tatsächlich niemand :laughing:

    Aber bevor man vom Tierschutz spricht, sollte man sich mal Gedanken über den Menschenschutz in Ägypetn machen. Nur komisch, dass davon keine Rede ist.

    Und wenn die 651. Anfrage zum "schwimmen mit Delphinen" kommt, hat auch jeder sofort einen Anbieter bei der Hand, bei dem es garantiert nur unter Beachtung der besonderen Lebensweise der Tiere zu Ausflugsfahrten kommt.

    Natürlich ist es nicht schön, was hier passiert, aber Ägypten hat wirklich andere Probleme

  • namibia99
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    geschrieben 1290949452000

    danke für diesen traurigen brief!

    er ist gut aufgeboben im eigenen thread, denke ich! war nur in sharm und bislang ist mir der anblick erspart geblieben! viell. kann  Ahotep den Link posten - ich denke mein weihnachtsgeld ist dort bei den pferden gut angelegt!

    am liebsten möchte man doch losheulen wenn man es nicht eh schon tut! was ne welt!!!

    geh jetzt zu meinen pferd - heute bekommt er ne extra portion karotten der gute.. der glückliche!

     

     

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