Griechenland: Erfahrungsberichte von Usern


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Griechenland: Erfahrungsberichte von Usern
28.01.2011 11:08:13
 
Bericht von Giselle123
 
 Urlaub auf SANTORINI
 
 
Hallo Ihr Lieben,

gerade wieder von Santorini eingeflogen von satten 30 Grad auf jetzt mal gerade 12 !!

Aber es war ein toller Urlaub. Alleine schon der Anflug über die griechischen Inseln bei strahlendem Sonnenschein. Da ich der einzige Gast nach Firostefani war, wurde ich ganz vornehm mit dem Taxi abgeholt. Auf dem Kirchplatz stand schon der Kofferträger vom Agalie Houses und dann ging es nur noch bergab. Oh weiha, diese Treppen. Ich war schon einmal fertig, als ich unten an der Rezeption ankam.

Am nächsten Tag ging es gleich los. Eine kleine Wanderung nach Imerovigli und den Skaros-Felsen erstürmt. Gegessen habe ich im Blue Note. Teuer, aber einen super Fisch und tolle Weine. Ein sehr angenehmes Lokal.

Mein nächster Ausflug war mit dem Linienbus nach Kamari. Gott sei Dank gibt es jetzt einen kleinen Bus, der nach Alt Thira hochfährt. Zu Fuß wäre ich bei der Hitze und dem steilen Weg sicher auf der Strecke geblieben. Oben muß man auch noch einige Höhenmeter überwinden, denn das Gelände ist ziemlich groß. Ich habe dort ca. 2 Stunden gebraucht, um mir alles anzusehen.
Wieder zurück bin ich an der Promenade von Kamari rumgelaufen und habe dort eine Kleinigkeit gegessen (Name habe ich vergessen) Für mich kein Urlaubsort zum wohnen, da alles nur auf Touristen abgestimmt ist. Total verschwitzt, kapputt aber glücklich ging es mit dem Bus wieder zurück nach Fira.

Angesehen habe ich mich auch im Rahmen eines Halbtagesausfluges der Reiseleitung den Ort Messa Gonia, auch Geisterstadt genannt, der bei dem Erdbeben 1956 total zerstört wurde (wie so viele andere Orte ja auch) Langsam siedeln sich dort wieder Menschen an. Anschließend ging zu der Genossenschaftsweinkellerei Santo, wo wir nach Besichtigung der Kellerei bei einer Weinprobe gemütlich gesessen und den wunderschönen Blick von dort oben genossen haben.

Ja und Pygros nicht zu vergessen. Auch prima mit dem Bus zu erreichen. Habe mich bis zum Kastel hochgequält (erwähnte ich schon die vielen Treppen auf Santorini..??), den super Ausblick von oben genossen und dann unter Pinien in dem gemütlichen Cafe Kadouni gesessen und eine riesen Portion Tzatziki mit warmen frischen Brot und einen halben Liter gezapften Mytos zu mir genommen und das alles für 6 €.

Einen halben Tag Oia war natürlich Pflicht. Ich bin nicht den ganzen Kraterweg gegangen, weil es einfach zu warm war. Mit dem Bus wieder kein Problem und ich habe tolle Sonnenuntergangsfotos gemacht. Unten im kleinen Hafen Ammoudi habe ich tollen Fisch vom Holzkohlengrill gegessen.

Ganz mutig bin ich dann mal losgegangen von Firostefani über Inerovigli runter nach Vourvoulos. Sehr steil, aber ich wanderte so allein auf weiter Flur, kam an Höhlenwohnungen vorbei, die zum Teil unbewohnt, aber auch teilweise sehr schön wieder hergerichtet wurden. Ein wunderschöner kleiner Friedhof läd ein zum verweilen. Anschließend habe ich mir dann einen Weg durch die Weinberge wieder nach oben, Richtung Firostefani gesucht. Unterwegs habe ich mindestens 3 Mal gedacht, jetzt kommt mein Ende..diese Hitze... aber schön wars doch!!

Ein Ausflug zum Leuchtturm war dann so mein letzter Gewaltakt. Mit dem Bus nach Akrotiri und dann läuft man noch so ca. 5 Km.

zwischendurch immer wieder Fira. Klar, war ja nur 10 Minuten Gehweg vom Hotel weg. Meistens habe ich das Vormittags gemacht, wenn die Touris noch nicht von den Schiffen waren. Habe mir das Archäologische Museum, das Prähistorische Museum und zu guter letzt das Museum Megaron Ghizi angesehen. Neben diesem Museum gibt es ganz versteckt ein Art Deco-Studio. Wunderschöne Sachen dort.

Bei Simos in Firostefani war ich nur einmal essen. Leider wurde die Dachterrasse nicht mehr eingedeckt und unten in den Räumen, bei dem Straßenlärm machte es nicht wirklich spaß zu sitzen.
Überhaupt als Alleinreisender war es mit dem Essengehen nicht so prickelnd. Nette Tavernen im Innenhof waren etwas langweilig, so ohne Blick und die Kraterrandgeschichten waren, sorry, sauteuer.
Ich habe mit aus Fira dann öfters mal Käse, Brot, Tomaten usw. mitgebracht und bei einer schönen Flasche Wein, ich hatte mich auf den Agali eingeschossen, auf meiner tollen Zimmer-Terrasse den Sonnenuntergang genossen.

Tja und Ruckzuck waren 14 Tage um. Nun bin ich wieder hier, muß erst mal alles aufarbeiten und meine Beiträge schreiben.

Es war ein wunderschöner Urlaub und Danke noch mal allen, die mir Tipps gegeben haben.

calinichta
wünscht euch Gia
Geändert von Kleefeld am 28.01.2011 16:31:47


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Griechenland: Erfahrungsberichte von Usern
23.02.2011 21:19:27
auf besonderen Wunsch schreibe ich etwas über
 
KARPATHOS

ist die zweitgrößte Insel des Dodekanes. Hier spürt man noch die Ursprünglichkeit. Tradition wird hoch gehalten und noch gelebt. Man findet herrliche Sandstrände in wunderschönen Buchten und malerische Bergdörfer. Für Wanderurlauber gibt es auch viele Möglichkeiten.
Wir waren im September 2010 bereits zum 3. Mal auf Karpathos und übernachteten im Hotel Miramare Bay in Pigadia.

PIGADIA ist die Hauptstadt der Insel mit einem hübschen Hafen, vielen Geschäften, gemütlichen Tavernen, Kafenions und vielen Hotels in der Stadt und entlang des ca. 4 km langen Strandes. Seit 2010 gibt es hier auch einige größere Luxushotels.
Um die Insel zu erkunden mietet man sich ein Auto, am besten einen Jeep, mit dem man auch nach Olympos fahren kann, wenn die Straße, die schon seit mindestens 5 Jahren zu einer „Autobahn“ umgebaut wird, offen ist, meisten sonntags.

Unsere Fahrt führte uns von PIGADIA nach APERI, der einstigen Inselhauptstadt, jetzt noch Bischofssitz. Aperi gilt als reichstes Dorf der Insel, da viele Auswanderer aus Amerika wieder rückkehrten und prächtige Villen errichteten. Weiter ging es in die sehenswerten Dörfer VOLADA und OTHOS, hier gibt es ein kleines Museum zu besichtigen, bei PYLES fuhren wir dann in Richtung LEFKOS.

LEFKOS ist ebenfalls ein beliebter Urlaubsort. Hier gibt es auch schöne Sand/Kiesbuchten, einige Pensionen und Tavernen. Interessant ist es den Fischern im kleinen Hafen beim Entladen des Fanges und Entwirren der Netze zuzusehen.

Weiter fuhren wir nach MESOCHORI, dieses Dorf wurde auf halber Höhe des Kali Limni erbaut. Direkt ins Dorf kann kein Auto, hier geht alles zu Fuß. Lasten werden mit den Eseln transportiert. Ein Spaziergang im Ort durch die engen Gassen lohnt sich, vorbei an den weißen Würfelhäusern, den Gärten mit Granatäpfel, Feigen, Orangen usw. finden wir unser Ziel im unteren Teil des Dorfes, bei Manolis im Cafe Skopi. Von der Terrasse hat man einen wunderbaren Blick auf das blau glitzernde Meer. Ein Platz zum Träumen – Karpathos in blue – verwöhnt wird man mit hausgemachten Spezialitäten von Manolis.

Danach ging es nach SPOA und entlang der Ostküste mit einem Abstecher zu den wunderschönen Buchten von Apella, Kira Panagia und Achata wieder zurück nach PIGADIA.

Von SPOA aus führt auch die Straße nach OLYMPOS. Bitte vorher erkundigen ob die Straße wegen der Bauarbeiten befahrbar ist. Ein Rundgang und Rast in einer Taverne bei hausgemachten Köstlichkeiten lohnt sich. Beachten sollte man nur, dass in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr viele Urlauber, die mit dem Boot in DIAFANI ankamen mit Bussen in das Dorf gekarrt werden. Wir waren auch schon dabei. Traditionen werden hier noch gepflegt, viele Frauen tragen Tracht.

Von PIGADIA aus geht es nach MENETES, über ARKASSA zum Fischessen in einer Taverne in FINIKI, einem hübschen kleinen Fischerort.
Im Süden der Insel liegt der Flughafen, gleich in der Nähe ist das Surferparadies AFIARTIS.
Ein weiterer sehr beliebter Urlaubsort mit Hotels und Restaurants ist AMOPI. Mehrere Sand- und Kiesstrände bieten Erholung.
Kalo taxidi und Grüße nach Karpathos
Christine
Geändert von thomaschristine am 23.02.2011 21:34:38

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23.02.2011 21:44:41
Herzlichen Dank, liebe Christine, dass Du meinen Wunsch erfüllt hast!
Besser könnte man diese Insel wohl nicht beschreiben!
lieben Grüsse von ALICE
Geändert von Kleefeld am 28.02.2011 22:13:33

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16.07.2011 19:04:27
Ergänzung zu Seite 6
 

NAXOS

Wir waren Ende Mai, Anfangs Juni 2011 auf der Insel Naxos.

In der ersten Woche war es kalt, regnerisch. Man erzählte uns, dass es seit 14 Jahren nicht soviel geregnet habe, wie jetzt zu dieser Zeit.

Weil es soviel geregnet hat, war dafür die Insel sehr grün, mit vielen Pflanzen und blühenden Blumen.

In der Chora=Hauptstadt, war es Wettermässig nicht so toll, sämtliche Aussensitzplätze der Restaurants an der Paralia waren wegen Regen und Kälte in Plastic eingehüllt, so war es da nicht sehr gemütlich und man hatte leider keinen
schönen Blick zum Hafen.

In der einfachen Taverne Kali Kardia (gutes Herz) KLICK haben wir lecker gegessen,
in dieser Taverne verspürt man noch griechisches Flair. Auch viele Griechen essen in dieser Taverne (gutes Zeichen)

Das Restaurant RELAX
KLICK
hat eine gute Lage, man hat den Blick zum Hafen und zur Portara, vor allem bei Sonnenuntergang ist es hier ideal zum fotografieren. Da kann man gemütlich etwas trinken, verweilen, dem regen Hafenbetrieb zuschauen, oder auf eine Fähre warten, es ist auch ein idealer Treffpunkt, weil das Restaurant einfach zu finden ist.

Das Wafflehouse
KLICK braucht man nicht lange zu suchen, nur der Nase nachgehen, der süsse Duft führt direkt zur riesigen Auswahl von sehr leckerem Eis, die Waffeln werden vor den Augen der Kunden frisch gebacken.

In der Taverna FAROS in Alyko KLICK haben wir unter den Schatten spendenden Bäumen, herrlich gegessen, auch Dank der sehr freundlichen Bedienung fühlten wir uns in dieser
Taverne so richtig wohl!

Der Plaka - Strand,
KLICK ist sehr schön, das türkisfarbene Meer, (Karibik ähnlich) der feine, helle Sandstrand, ist wirklich wunderschön.

Als wir da waren, hatte es jeweils nur wenige Leute, das Wasser war
noch sehr „erfrischend“!

Taverne Paradiso
KLICK beim Plaka Strand, unsere Lieblingstaverne.
Die Speisen kann man in der Küche auswählen. Die freundliche Bedienung erklärt einem alle Gerichte, die grosse Auswahl wird jeden Tag frisch gekocht. Fleisch und Fisch, das was man auswählt wird zuerst gewogen der Preis wird genannt, dann kann man entscheiden, ob man es gegrillt oder gebraten haben möchte!

Bei einem Ausflug, fuhren wir von Naxos-Stadt über Filoti zu dem

weissen, an den Berghang gebauten Dorf Apiranthos KLICK  
 
Von da führt eine schmale, steile Strasse, mit einem fantastischen Ausblick über die sehr schöne Gegend und dem Meer, zum idyllischen Örtchen Moutsouna
KLICK

Hier wurde früher Schmirgel abgebaut, man sieht noch Überreste der ehemaligen Schmirgel - Verladestation.KLICK

Eine längere Tour führte von Naxos-Stadt über Galini,
Egares, Hilia Vrisi, Aghia nach Apollonas KLICK das ist ein kleines romantisches Örtchen direkt am Meer, hier haben wir uns in einer der vielen Tavernen mit herrlichem, griechischen Essen gestärkt!

Von Apollonas weg, fuhren wir über Koronos, Moni, Halki zurück nach Naxos-Stadt.
 
Diese kurvenreiche Tour ist recht anstrengend, wir waren mit dem Auto fast einen ganzen Tag unterwegs. Man sollte vor allem in der Hochsaison schon früh am Morgen losfahren, wenn es noch nicht so heiss ist. Auf längeren Abschnitten dieser Strecke findet man kaum Schatten,
kein Restaurant oder Geschäft, um etwas zum Trinken
zu kaufen.
Tipp: Genügend Flüssiges (Wasser/Tee) zum Trinken mitnehmen!
 
Wenn man über das Hinterland fährt,
KLICK erlebt man immer wieder Überraschungen oft stockt einem fast der Atem so schön ist

diese Gegend. Gigantische Felsen, die teilweise aus Marmor oder auch farbigem Granit bestehen. Das intensive blau vom Meer, wunderschön.
Die kleinen Fischerhäfchen mit den urigen Fischtavernen eine
Augen- und Gaumenweide! 
 
Man fährt durch wunderschöne Gegenden, riesige Hänge voll mit blühendem, duftendem Ginster, Margeriten und vielen anderen Blumen und Pflanzen. Immer wieder kann man die schönen, weissen Dörfer bestaunen. Mitten in der Landschaft, ganz einsam hat es kleine weisse Kapellen.
 
Von wegen Massentourismus, während vielen Kilometern ist uns weder

ein Auto noch ein Mensch begegnet! Dafür kreuzten etliche Ziegenherden unsern Weg.  

So vielseitig und schön habe ich mir Naxos nicht vorgestellt!   
 


Geändert von Kleefeld am 29.10.2011 17:37:18

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Griechenland: Erfahrungsberichte von Usern
20.08.2012 08:50:16
Bericht von Cherete, aus dem Thread:
wo warst Du schon in Griechenland? Festland / Inseln18.09.2008 20:00:29


Über Kastellorizo

kann ich keine vier Seiten schreiben, weil ich nur ein paar Stunden auf der Insel war. Es gibt tolle Infos im Internet. Google doch mal Monika und Damien - Kastellorizo. Die vermieten Zimmer, haben einen Shop.... Da erfährst Du schon einiges und kannst Dir nette Fotos ansehen.
Außerdem habe ich einen Reisetipp geschrieben. Aber unter Reisetipps Kas, Türkei, weil von dort sind wir rüber auf die bezaubernde Insel.
Einen Restaurant-Tipp habe ich auch. Das Little Paris. Wir aßen einen Griechischen Bauernsalat, Zaziki und Brot, dazu gab es einen halben Liter Retsina. Kosten 8,- EUR. Der Fisch soll im LP auch klasse sein. Aber wir waren nicht sehr hungrig an dem Tag.
Anreisen kann man auch per Fähre ab Rhodos oder auch per Flieger. Ich habe zwar von 56 EUR pro Flug läuten hören, aber das kann auch nur ein Gerücht sein. Ab Athen soll es auch Flüge geben.
Kastellorizo hat ca. 250 Bewohner (plus etliche Soldaten), früher waren es mal 15.000. Damit nicht alle flüchten, steckt der griechische Staat einen Menge Geld in die Insel, logisch, die Türken möchten sie ja gerne haben. So können die ca. 50 Schüler auf der Insel sogar ihr Abi "bauen".
Es gibt zwei süße Häfen mit blitzsauberem Wasser. Eine Höhle mit Mönchsrobben soll toll sein, aber die konnten wir bei der Kürze des Ausflugs nicht sehen.
Es gibt ein Schild am Hafen - witzig: Hier beginnt Europa!
Außerdem ein Denkmal für die Frau von Rho, das ist eine griechische Patriotin, es gibt eine nette Geschichte dazu.
Einen Duty-Free-Laden hat die Insel auch, da kann man preiswert einkaufen (Ouzo, Zigaretten, Wein), denn auf der türkischen Seite musste man für den adäquaten Raki bald das Doppelte bezahlen.
Ich bekam just von Jahn Reisen einen Reiseführer zugeschickt, da war nicht nur Lesbos,Thassos und die Kykladen vertreten, sondern es gab sogar eine Seite über Kastellorizo. Ach ja, der Führer war ein Nelles Guide mit Umschlag von Jahn.
Es gibt auf der Insel das einzige Lykische Grab in Europa, dann sind dort zwei tolle Museen, kostenlos. Das kleinere ist die alte Moschee.
Man kann auf den Berg kraxeln und hat einen tollen Blick über die Insel und auf die Türkei. Baden kann man in beiden Häfen, so toll ist das Wasser.
Ich habe einige Fotos zum Reisetipp gestellt. Ach ja, ein Kastell gibt es auch noch (logisch).
Ich fand die Insel klasse, wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Sollten wir irgendwann nochmal in der Region Kas (Türkei) Urlaub machen, werden wir ganz sicher wieder rüber fahren. Übrigens war die Stimmung zwischen Griechen und Türken dort nicht so gespannt wie anderswo. Die Leute von K. fahren jeden Freitag die 3 KM über's Meer, um in Kas auf den Markt zu gehen.
Um auf K. länger Urlaub machen zu wollen muss man aber schon sehr in sich gefestigt sein. Mir wäre es trotz aller Idylle zu klein.
Die Menschen waren übrigens durch die Bank alle freundlich. Die Männer an der Baustelle gaben gerne Auskunft, als ich nach einer Kirche fragte, mit meinem Holpergriechisch.

Ein Einheimischer grüßte uns in den kleinen ruhigen Gassen ganz freundlich mit Cherete ... Das ging so ausnahmslos.


Ach ja, der Chef vom Little Paris vermietet auch Zimmer. Aber das Prospekt habe ich nicht mehr, sonst hätte ich die Infos gerne gegeben.
Übrigens haben auf K. einige Ausländer Häuser gekauft, die dort Urlaub machen, weil sie absolute Ruhe suchen. Und die Häuser sind sehr schön, der Baustil ist wie auf Symi. Aber sogar die Ruinen haben was... Die Insel ist nämlich sauber, und Feigenbäume wuchern zwischen den Ruinen. Richtig romantisch.
Eine Hotelbewertung für Kas habe ich auch gegeben. Und dort haben wir unseren schönstenUrlaub in der Türkei verbracht.

Aber trotzdem - Hellas ist meine Nr. 1!

LG
Charlotte
 

                      Traurig   Traurig Traurig       Cherete - Charlotte     Traurig Traurig Traurig
Geändert von Kleefeld am 18.11.2012 19:26:21

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19.11.2013 19:24:35

KRETA
  

Meine Rundreise September 2013 - 
von Jackie31


Ich habe vom 6. bis 20.September dieses Jahres eine Rundreise auf Kreta gemacht und möchte euch von meinen Erfahrungen berichten. 2 Wochen sind natürlich viel zu kurz, um die Insel in sämtlichen Facetten intensiv kennenzulernen. Trotzdem wird der Bericht relativ lang ausfallen, weil ich in diesen 14 Tagen eine ganze Menge erlebt habe und diese Ereignisse sehr gerne mit euch teilen möchte.

Vielleicht erweist sich mein Bericht für einige hier im Forum als Ansporn, um sich ebenfalls für eine Individualreise auf der wunderschönen Insel zu entscheiden. Ich habe es mit Sicherheit nicht bereut und die herrliche Zeit in vollen Zügen genossen.

Freitag, 06.09.2013

Am frühen Morgen ging es mit der Bahn zum Stuttgarter Flughafen. Ich hatte den Hinflug von Stuttgart nach Heraklion gebucht und wollte die ersten 4 Tage in der Touristenhochburg Chersonissos verbringen – einerseits wegen der Nähe zu diversen Sehenswürdigkeiten, und auf der anderen Seite wollte ich in den Nächten ein wenig auf die Piste gehen.

Nachdem ich pünktlich in Heraklion gelandet war und meinen Koffer in Empfang nahm, machte ich mich auf die Suche nach dem Linienbus nach Chersonissos. Die Busse der ganzen Reiseveranstalter waren nicht schwer zu finden, weil sie alle hinter dem Terminal auf die Touristen warteten. Ich fragte mich durch die Menschen, wo ich den Linienbus finden konnte und bekam von einem netten Busfahrer den Tipp, das Terminal zu verlassen und einfach nur über die Straße zu gehen. In der Tat befand sich gegenüber des Flughafens eine Bushaltestelle mit einem kleinen Kiosk, der dem Verkauf der Tickets diente. Die Fahrt nach Chersonissos verlief problemlos. Ich hatte mir vor der Reise die Wege zu den Hotels bei google maps eingegeben und anschließend ausgedruckt. Mein Orientierungssinn ist nicht gerade der Beste, und ich wollte mich nicht ständig verlaufen. Die Hauptstraße von Chersonissos ist eine recht lange, gerade Straße mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Cafés. Verlaufen kann man sich dort nicht wirklich. Mein Hotel befand sich in einer kleinen Seitenstraße ca. 5 Fußminuten von der Hauptstraße entfernt. Trotzdem brachte ich es fertig, mich zu verlaufen... ich war nach dem Aussteigen in die falsche Richtung gegangen, so schusselig wie ich bin.

Irgendwann kam ich doch noch wohlbehalten im Hotel Miramare an. Die 2-Sterne-Anlage erwies sich als recht gepflegt, ich war mit meiner Unterkunft zufrieden. Schließlich wollte ich meinen Urlaub nicht ausschließlich im Hotel verbringen, sondern die Insel so intensiv wie möglich erkunden. An der Rezeption arbeitete an sämtlichen Tagen ein Geschwister-Paar ca. Mitte 30. Die Frau war für die Tagesschicht zuständig, und ihr Bruder war in den Nächten am Empfang. Mein Zimmer war von der Geräumigkeit und Ausstattung her in Ordnung. Die Arbeit des Zimmermädchens war okay, wenn auch nicht gerade perfekt... ich fand es merkwürdig, dass sie jeden Tag meine Bettwäsche zusammenfaltete, aber das Kissen nicht aufschüttete. Und irgendwas anderes hat sie mal vergessen. Das Frühstück war in Ordnung, nur leider sehr einfältig. Es gab jeden Tag dasselbe: Brot, eine Sorte Wurst (die ungenießbar aussah), eine Sorte Käse, eine Sorte Marmelade (sah auch nicht gerade lecker aus), künstlichen Orangensaft, Kaffee, Tee und Milch. Für 21 Euro pro Nacht war es schon akzeptabel.

Am Nachmittag ging ich zum Strand. Das Wetter war schön, wir hatten ca. 27°C und strahlenden Sonnenschein. Der Strand von Chersonissos ist keine Schönheit, aber es passt. Grober Sand, ich konnte problemlos barfuß laufen (was nicht geht, wenn es zu viele und zu große Steine sind). Das Meer war nicht zu warm und nicht zu kalt, so um die 24-25°C. So war es übrigens die ganzen 2 Wochen in sämtlichen Teilen der Insel. In Chersonissos war es etwas wellig, was ich persönlich lieber mag als ruhiges Wasser ohne jeglichen Wellengang. In Bezug auf die Sauberkeit kann ich mich auch nicht beklagen. Wenn man am Strand immer nach rechts läuft, kommt man irgendwann zum Hafen. Man biegt nach rechts ab und befindet sich dann in der Straße mit den Diskotheken, Bars, Kneipen und Restaurants. Am ersten Abend habe ich aber in der Stadt gegessen. Die Moussaka war äußerst lecker und auch recht preisgünstig. Ich ließ meinen ersten Urlaubstag schön ruhig ausklingen und beschloss, am nächsten Tag zur archäologischen Stätte nach Malia zu fahren.

Samstag, 07.09.2013

An diesem Tag ging es wie geplant zur archäologischen Stätte nach Malia. In Chersonissos gibt es 3 Bushaltestellen in der langen Hauptstraße. Zur Stätte kommt man mit dem Bus Richtung Agios Nikolaos, der alle 30 Minuten fährt. Für die Anhänger von historischen Begebenheiten lohnt sich das auf jeden Fall. Studenten kommen mit dem internationalen Studierendenausweis umsonst rein. Das gilt auch für ältere Studenten wie mich, ich bin an der FU eingeschrieben. Ich kam so ziemlich überall umsonst oder zu stark vergünstigten Preisen rein, das kannte ich schon vom Festland.

Leider war das Wetter an dem Tag nicht so toll. Morgens kurz nach 8 brannte schon die Sonne, aber nicht zu lange. Es war fast die ganze Zeit bewölkt, und ich legte mich am Nachmittag mit starken Kopfschmerzen ins Bett.

Gegen Mitternacht ging ich ins Vergnügungsviertel und schaute in mehreren Diskotheken vorbei. Die Musik war okay, das Publikum auch, und man musste nirgends Eintritt bezahlen. Vor Mitternacht ist Anfang September so gut wie nichts los. Es war auffällig, dass über 90% der Gäste weiblich waren. Habe ich im Urlaub noch nie so erlebt. Im Havana gefiel es mir am Besten, der beliebte New York Beach Club war nicht so mein Fall. Ich steh´ nicht auf so aufgemotzte Schuppen und mag es lieber etwas schlichter.

Sonntag, 08.09.2013

Am dritten Tag fuhr ich nach Knossos. Obwohl mir im Vorfeld gesagt wurde, dass es viel zu touristisch und überbewertet sei, war die Neugier einfach zu groß und ich konnte nicht widerstehen. Im Nachhinein habe ich es zu keiner Sekunde bereut. Da steckt eine ganze Menge harter Arbeit dahinter, ich habe großen Respekt vor den beteiligten Personen. Das war mein erstes großes Highlight auf Kreta.

Die Fahrt war für eine Strecke von 33 km ganz schön lang. Von Chersonissos nach Heraklion sind es 27 km, und für diese Route braucht der Bus schon gut eine Stunde.

Auf Kreta gibt es keine Autobahnen. Im September ist es nicht überfüllt in den Touristenzentren, aber die Busse waren fast immer komplett voll. Wenn man Pech hat, kann es sein, dass man einen Bus später nehmen muss. Die Leute, welche im Bus die Tickets verkaufen (das macht in dieser Region nicht der Fahrer), lassen immer nur eine bestimmte Menge an Fahrgästen rein und setzen irgendwann eine Grenze. In Heraklion steigt man auf einen anderen Bus um, der alle 20 Minuten nach Knossos fährt.

Am Sonntag war es schön warm an der kretischen Nordküste mit Temperaturen um die
30 Grad und wolkenlos. Um etwas Zeit zu sparen, fuhr ich nicht gleich nach der Knossos-Besichtigung zurück nach Chersonissos und entschied mich stattdessen für einen Badeaufenthalt in einem der Vororte von Heraklion.

Der Amnissos Beach in Karteros erwies sich als schöne positive Überraschung, weil der Strand genau meinem persönlichen Geschmack entsprach. Er war sehr gepflegt und keineswegs überfüllt. Mit dem hellbraunen feinsten Sand und dem türkisfarbenen Meer war er eine Augenweide. Und der mittelstarke Wellengang kam mir ebenfalls sehr entgegen, das mag ich einfach lieber als völlig ruhiges Wasser. Ich habe die Stunden an diesem Traumstrand sehr genossen und kann sämtlichen Badeurlaubern nur empfehlen, dort unbedingt etwas Zeit zu verbringen.
Am Abend habe ich wieder die Partymeile besucht und bin irgendwann glücklich und zufrieden ins Bett gefallen. 

Meine letzten beiden Tage in Chersonissos habe ich mit organisierten Tagesausflügen verbracht. Obwohl sich die Preise in Grenzen hielten und ich wirklich tolle Sachen gesehen habe, würde ich es vermutlich nicht wieder tun.
Okay, den Ausflug in die Lassithi-Hochebene würde ich wohl schon wieder mitnehmen, weil ich anders nicht hinkomme (fahre im Ausland generell kein Auto).
Aber der Montag war trotz schöner Sehenswürdigkeiten das reinste Chaos.

In Chersonissos gibt es alle paar Meter ein Reisebüro mit Plakaten vor der Eingangstür, die sehr einladend aussehen. Ich entschied mich für den Ausflug zur Festungsinsel Spinalonga mit anschließender Besichtigung von Agios Nikolaos. Der Reisebus kam morgens gut 15 Minuten später als vereinbart zum Treffpunkt. Mein Reiseleiter war Spanier, Mitte 40 und sah ziemlich ungepflegt aus (worüber sich einige Gäste negativ äußerten). Er sprach Englisch, natürlich Spanisch, Französisch und Niederländisch, aber kein Deutsch. War für mich kein Problem, da ich mehrere Sprachen verstehe. Außer mir waren nur noch 2 Touristinnen aus Deutschland im Bus. Das waren zwei Rentnerinnen, die einigermaßen in der Nähe meines Wohnorts leben. Die Frauen beklagten sich, weil sie keinerlei Fremdsprachenkenntnisse hatten und kein Wort verstanden. Vermutlich wurden sie in diesen Bus gesetzt, weil in anderen Bussen kein Platz mehr frei war.

Ich bin froh, dass ich im September auf Kreta war. Ich mag es nämlich nicht so überfüllt, und selbst die Linienbusse waren zu dieser Jahreszeit fast immer sehr voll, obwohl abends im Touristenviertel gar nicht so viel los war. Im Hochsommer ist es bestimmt ganz extrem.

Wir fuhren erst nach Elounda. Das ist das sog. Bonzenviertel auf Kreta, der Wohnort der reichen Leute und Ferienhochburg mit Luxushotels. Dort mussten wir gut 45 Minuten auf das Boot warten, was in meinen Augen ziemliche Zeitverschwendung war. Eine andere Reisegruppe war auf demselben Boot, also knapp 100 Leute… viel zu viel für meinen Geschmack. Wir fuhren zunächst Richtung Felseninsel Kolokitha. Dort war ein Badeaufenthalt am Sandstrand geplant, und anschließend gab es Mittagessen auf dem Boot. Es dauerte natürlich ewig, bis die ganzen Leute das Boot verlassen hatten. Ich konnte gar nicht zum Strand laufen, weil der Weg recht steil und felsig war. Mir wurde im Vorfeld nicht gesagt, dass ich passendes Schuhwerk mitnehmen sollte. Also setzte ich mich auf einen Felsen und las ein Buch. Ein paar Einheimische grillten am Ufer. Bis wir wieder an Bord waren und jeder sein Essen hatte, dauerte es natürlich auch wieder lange. Die ganzen vielen Leute mussten echt alle einzeln zur Bar und sich ihr Essen selbst abholen. Die schönen Koteletts waren längst kalt und hart geworden, als wir endlich davon probieren konnten.

Anschließend fuhren wir zur Festungsinsel Spinalonga, die zu meinen persönlichen Highlights gehörte. Weil mein Reiseleiter kein Deutsch sprach, meinte er zu mir und den anderen deutschen Touristinnen, dass wir uns der anderen Gruppe anschließen sollten. Das taten wir dann auch, wurden aber schon nach wenigen Minuten von der Reiseleiterin - die aussah wie eine billige Kopie von Sylvie van der Vaart - wieder weggeschickt, mit der Begründung dass wir nicht zu ihrer Gruppe gehörten. Sehr freundlich. Ich erkundete die Insel dann auf eigene Faust, fand ich auch gut so. Sehr imposantes Bauwerk, muss ich sagen. Und die Farbe des Meeres in der näheren Umgebung ist wunderschön.

Zum Abschluss ging es nach Agios Nikolaos. Der Prospekt besagte, wir hätten ganz viel Zeit für eine ordentliche Stadtbesichtigung. Das war aber leider nicht der Fall. Es war das reinste Gehetze, fand ich nervig. Sollte ich jemals wieder Urlaub auf Kreta machen (wovon ich stark ausgehe), werde ich alleine nach Agios Nikolaos fahren und mir alles anschauen, was mich interessiert.

Fazit: Bitte nicht diesen Tagesausflug buchen! Ihr werdet viel Zeit für unnötiges Warten verschwenden. Die Reisegruppen sind viel zu groß. Die Reiseleiter gaben sich kaum Mühe. Lieber mit dem Linienbus oder Mietwagen nach Elounda fahren und dort am Hafen ein Ticket für ein Boot zur Insel Spinalonga kaufen.

Nach Agios Nikolaus fährt ab Chersonissos alle 30 oder 60 Minuten (je nach Tageszeit) ein Bus der KTEL. Das ist günstiger, und man ist viel unabhängiger.

von Jackie31
Geändert von Kleefeld am 23.11.2013 05:36:02

Bild des Benutzers myrthos79
Dabei seit: 19.02.09
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Griechenland: Erfahrungsberichte von Usern
28.11.2013 14:54:49
Meine Griechenlanderfahrungen:

Seit ich zum ersten mal in Griechenland war, bin ich bekennender Griechenland-Fan und kehre immer wieder gerne zurück. Wir machen meist Ferien mit Schwerpunkt Strände, Mietwagentouren, Abends schön Essen gehen, bummeln, einige Sehenswürdigkeiten besuchen und haben einen Mietwagen für die ganze Dauer des Urlaubs. Meiner Meinung nach ist Griechenland für diese Art Urlaub absolut perfekt. Die Griechen fahren sehr gemütlich Auto, es hat meistens genug Parkplätze. Auch die Griechische Mentalität sagt uns sehr zu. Die Griechen ticken ähnlich wie die Italiener. Sie sind sehr freundlich, aber nie aufdringlich wie in anderen Kulturkreisen. Für mich gibt es am Mittelmeer nur noch Griechenland oder Italien. Andere Länder, insbesondere die All-Inclusive Hochburgen sagen mir nicht zu. In diesen beiden Ländern wirkt für mich vieles noch authentisch und nicht aus der Retorte. Bei der Geschichte dieser beiden Länder dürfte dies auch kein Zufall sein. Bisher war ich leider erst auf 4 Inseln.

Zakynthos

Meine erste Griechenland-Erfahrung. Die Insel ist sehr grün und hat tolle Landschaften und schöne Strände. Laganas ist „speziell“. Wohl der Ballermann der Briten. Insgesamt wirkt die Insel eher italienisch als typisch Griechisch. Mir hat die Insel gut gefallen. Meine Höhepunkte waren die Schmugglerbucht, Kampi und generell die Westküste mit Ihren Klippen und herrlichen Ausblicken. Auch der nördlichste Punkt beim Leuchtturm ist herrlich zum baden, Klippenspringen und schnorcheln.


Keffalonia

Für mich eine absolute Entdeckung. Diese Insel war eines der schönsten Ziele, die ich im Mittelmeer bisher gesehen hatte. Absolut nicht überlaufen, sehr abwechslungsreich. Wunderschöne Strände wie Myrthos. Mein persönlicher Favorit war aber ganz klar die Antisamos Bucht in Sami (dort spielen grosse Teile des Films Corellis Mandoline). Diesen Strand habe ich nie mehr vergessen. Eine traumhafte, ruhige, schneeweisse Kieselbucht mit Pinien und Wald im Hintergrund. Glasklares Wasser, unglaublich viele Fische und im September angenehm wenige Leute. Ansonsten ist der Norden, Fiskardo, Assos unglaublich schön. Auch die Stadt Argostoli hat mir sehr gut gefallen. Mein Fazit: Keffalonia ist ein Juwel erster Güte ! Diese Insel hat ein ganz besonderes Flair, strahlt Ruhe aus und ist zum Glück noch nicht so bekannt. Kein Wunder ist sie bei den Griechen sehr hoch im Kurs.

Mykonos

Auch in Mykonos war ich 2 Wochen. Natürlich mit Mietwagen viel unterwegs. Für Badeferien absolut zu empfehlen. Sehr viele schöne Sandbuchten. Gegen Westen tw. sehr leer im September. Mein Favorit war der Strand Kalo Livadi. Die Hauptstadt ist natürlich der Höhepunkt der Insel. Leider hat Mykonos ein sehr gehobenes Preisniveau für Nebenkosten, insbesondere Essen und Trinken. Vorteil: sehr gute Auswahl an schönen 4, 5 Sterne-Hotels, und diese sind auch nicht überteuert


Kreta

Mein jüngster Griechenland-Besuch: Ich war begeistert von der Insel. In Kreta hat man alles was man will. Falassarna im Westen ist ein absoluter Traumstrand. Die Südküste hat uns auch sehr gut gefallen. Die Städte Rethymnon und Chania sind für die Abendstunden traumhaft schön. Die Insel ist recht gross und wir entschieden uns für 4 Unterkünfte während 2 Wochen. So sahen wir sehr viele Regionen der Insel. Der karge Osten mit dem Palmenstrand Vai ist sehenswert. Der Süden hat uns wohl am besten gefallen. Gegend um Plakias empfanden wir als absolut ideal. Tagsüber an wunderschönen Buchten schnorcheln und baden. Abends kann man mit dem Mietwagen durch eine imposante Schlucht in knapp 40 Minuten Rethymnon erreichen. Fazit: Mit Kreta kann man absolut nichts falsch machen. Die Insel bietet alleine aufgrund der Grösse jedem etwas. Was man braucht ist einen Wagen und evt. einen guten Reiseführer.
Geändert von myrthos79 am 12.12.2013 14:56:09
"You may have the universe if i may have italy"....Giuseppe Verdi


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13.12.2013 09:02:39
myrthos 79
Vielen herzlichen Dank für den guten, positiven Bericht!
Genau so verbringen auch wir den Urlaub in Griechenland!
Grüsse von ALICE

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13.12.2013 11:35:26
Chalkidiki

Beste Reisezeit: Juni – Vorsaison - da ist alles noch grün u. September – Nachsaison. Allerdings leider nicht mehr so ruhig, Rumänien und Bulgarien hat die schönen Strände entdeckt und darum kommen viele mit dem Auto, gerade in der Vor- u. Nachsaison, weils billiger ist. Wenn Hauptsaison dann ab 20. August – die Griechen müssen langsam nach Saloniki zurück - da wird es schon ruhiger. Unser Wirt sagt immer so schön – you have three islands! Und das stimmt, man sieht immer wieder das Meer von einer anderen Seite und oft im Hintergrund wieder Land.

Wir haben vor vielen Jahren in Gerakini angefangen, Villas Trikorfo, zwischen ersten und zweiten Finger (Kassandra u. Sithonia). Die Villen sind wie in einem kleinen Dorf angeordnet, der Strand ist recht schön dort. Allerdings geht quer durch die Anlage die Hauptstraße. Und wenn man oberhalb ein Haus hat, dann gibt’s keine ruhigen Abende am Balkon. Wir wohnten unterhalb, da war es herrlich ruhig, der Garten schön, das Haus angenehm groß, Supermarkt, Taverne u. Spielplatz vorhanden. Guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Kassandra u. Sithonia. In den Ort Gerakini geht man ca. 15 Minuten.

Ein paar Jahre später waren wir dann in Psakoudia, also nur eine Ortschaft weiter im Hotel Irini. Das kleine, schöne Hotel liegt am Ortsrand von Psakoudia, daher ists dort noch ruhig. In der Hauptsaison ist Psakoudia nämlich sehr voll, in der Vorsaison nur am Wochenende. Ist ja nicht weit von Saloniki hier her. Der Strand ist lang und weitläufig. Hotel ist nett, Besitzer spricht gut Deutsch und organisiert auch Transfer vom Flughafen.

Kassandra haben wir einmal umrundet, war ein schöner Tagesausflug. Besonders gefallen hat mir dort ganz unten das Cap, ein sehr schöner Strand dort, weiß nicht mehr wie es dort heißt. Afithos mit seinem netten kleinen Altstadtkern ist auch auf jeden Fall einen Stopp wert.

Auf dem Weg nach Saloniki: Wir haben uns auch mal die Tropfsteinhöhlen von Petralona angesehen, auch ein schöner Ausflug. Richtung Saloniki gäbe es auch noch einen großen Aquapark mit großen Rutschen, haben wir aber nicht besucht – ist nichts für uns. Irgendwann möchten wir auch mal eine Führung bei der Wein- u. Schnapsbrennerei Tsantali machen, aber jedes Jahr fahren wir nur dran vorbei. Und bei klarem Wetter sieht man auf dem Rückweg zum Flughafen auf der linken Seite mit etwas Glück auch den Olymp.

Saloniki selbst haben wir auch noch nicht besucht, da gibt es vielleicht noch andere Leute, die drüber schreiben können. Auf jeden Fall gibt’s hier für Geschichtsinteressierte sicher viel zu entdecken.

Berg Athos – ich find ihn so schön, den heiligen Berg. Gerade weil man ihn (besonders als Frau) nur von weitem betrachten kann. Er ist auch nur bei klarem Wetter sichtbar. Wenn man an einem der schönen Strände auf der Ostseite von Sithonia ist thront er im Hintergrund. Eine Schifffahrt um den Berg, um die schönen Klöster anzusehen, ist auf jeden Fall lohnenswert, denn die Bauweise hoch oben über dem Meer ist schon bemerkenswert. Es gibt große Ausflugsschiffe vom Ormos Panagias aus, oder direkt von Oranoupoli aus, auch mit kleineren Booten.

Sithonia – mein Lieblingsgriechenland
Dieser Teil gefällt uns am Besten.

Unser dritter Aufenthalt war dann in Vourvourou bei Stamos Rabota. Ein wunderschönes Haus mit Studios, herrlich ruhig. Der Garten ist einmalig schön und gepflegt. Leider ists ein bisschen weit ab vom Schuss – keine Taverne oder Supermarkt in unmittelbarer Nähe, da geht man schon 20 Minuten. Ein Leihauto braucht man hier unbedingt. Wenn man sich während dem Tag mit dem begnügt, was man selbst im Kühlschrank hat kann man dort aber herrlich Urlaub machen. Morgens fährt man zum Supermarkt und abends zum Essen in eine Taverne.

Vourvourou ist was Besonderes: hier sind viele schöne Häuser u. Villen direkt ans Meer gebaut, in zweiter und dritter Reihe gibt’s auch schöne Unterkünftte. Man geht dann zwischen den Häusern runter zum Strand. – Erste Strandlange ist natürlich herrlich, weil da jedes Haus einen eigenen Strand hat. Es ist sehr grün rundherum und es gibt vorgelagerte Inseln, so hat man teilweise fast das Gefühl man wohnt an einem See. Ein besonderes Highlight ist dort Karidibeach in der Nähe vom Hotel Ekies Manorhouse an der Südseite der Ortschaft. Es ist ein Strand der mit weißen, ganz glatten Kalkfelsen eingerahmt ist, sieht toll aus.

Dann haben wir unseren Lieblingsort entdeckt: Toroni. Und seit dem sind wir viele Jahre immer im gleichen Haus (14 Studios), Georgiadis House. – Dort gibt’s genau das, was uns in Vourvourou gefehlt hat: Pool, Poolbar, Supermarkt 150 m entfernt, mehrere Tavernen gegenüber und daneben. Der Strand ist herrlich, goldgelber Sand. Es gibt einen großen Garten mit altem Baumbestand – also immer Schatten vorhanden. UND: jeden Abend einen Sonnenuntergang vom Feinsten!!!! Hier bleiben viele Leute abends sitzen, bis die Sonne weg ist. Ich hab für uns noch keinen schöneren Ort zum Wohnen gefunden. Obwohl wir trotzdem immer wieder mal ein anderes Eck in Griechenland besuchen. Toroni ist ursprünglich, viele Griechen sind dort, die Umgebung ist Grün, der Strand toll und es gibt viele kleine Hotels, meist Studios.

Toroni hat viele gute Tavernen, es gibt im Prinzip zwei kleine Ortskerne – einen vor und einen nach der Kurve. Wir sind immer im nördlicheren Teil, meist in den Tavernen von Badis oder Sakis zum Essen. Shoppingmeile gibt’s keine, aber zwei gute Supermärkte um sich verpflegen zu können. Dafür gibt’s für die Kleinen einen Bach mit vielen Schildkröten.

Unsere Ausflüge beschränken sich jetzt meist auf Sithonia, weils uns einfach am Besten gefällt:
Allein schon in Toroni am südlichen Ende auf den Berg rauf zu wandern ist toll, der Ausblick ist unvergesslich. Man sieht dann in den Nachbarort Porto Koufo, ein großer Naturhafen mit einer sehr engen Ausfahrt auf´s offene Meer. Dort gibt’s auch sehr gute Fischtavernen und der Hafen mit seinen kleinen Fischerbooten ist am Tag und abends ein kleiner romantischer Platz. Manchmal stehen da auch ganz tolle Yachten.

Auch die kleinen Buchten am nördlichen Ende bevor man in den Ort Toroni fährt sind schon sehr schön, auch zum Schnorcheln und Fischen.

Neo Marmaras ist ca. 15 km vor Toroni, recht nett zum Essen, zum Bummeln, zum Bankomat gehen (in Toroni gibt’s keinen!), zum große Schiffe schauen. Und es ist auch typisch griechisch, es ist irgendwie urig mit seiner Hafenpromenade und dem Stadtplatz. Die Häuser sind in den Hang gebaut, alles wirkt ein bisschen chaotisch, genau das machts so nett.

Es gibt auch ein Bergdorf dort, das renoviert wurde, mit sehr schönen alten Steinhäusern, herrlichen Ausblick und Tavernen, es heißt Panthenonas.

Man kann von Neo Marmaras auch die alte Straße nehmen, wenn man zurück nach Toroni will, ein bisschen abenteuerlich, aber es öffnen sich immer wieder schöne Blicke auf das Meer. Die Straße ist schlecht, aber es geht schon. Die Abzweigung ist die nächste rechts, nach der Abfahrt nach Port Carras (eine Bausünde von Hotel mit einem Yachthafen)

Nördlich von Neo Marmaras gibt’s noch den Strand von Lagomandra. Wenn jemand Jetskifahren möchte, oder Boote ausleihen, dann ist er dort richtig.

Weiter südlich, nach Toroni kommt zuerst das schon oben erwähnte Porto Koufo, dann die Taverne Panorama Kalamitsi. Mit Blick auf den Ort und Strand Kalamitsi, mit etwas Glück im Hintergrund der Berg Athos. Wir haben vor mehreren Jahren dort mal gegessen, es hat gut geschmeckt und die Musik und die Aussicht – es war ganz mystisch. Man kann dort auch Naturprodukte kaufen, wie Honig u. Käse usw… oder einfach nur beim Parkplatz stehen bleiben und die Aussicht genießen.

Kalamitsi besteht aus einem kleinen Ort, in dem leider viel gebaut wurde, und zwei Campingplätzen. Die Strände dort sind toll. Wir halten dort immer wieder, obwohl sich über die Jahre viel verändert hat. Anfangs war´s ein Geheimtipp. Aber es ist immer noch reichlich Platz dort. Im linken Ende, ganz hinten, gibts eine Meerjungfrau, die aus einem Stein gemeisselt wurde und dort ganz am Ende auf den Felsen rauf - dann kann man alle drei Buchten überblicken.

Auf dem Weg nach Sarti kann man einen kleinen Abstecher nach Sikia machen, eine kleine griechische Ortschaft im Landesinneren mit einer alten Kirche, dort gibt’s auch einen Bankomat.

Sarti – das ist weißer, sehr langer, breiter Strand, oft hohe Wellen, viele kleine Hotels und Appartements, viele Einkaufsmöglichkeiten (auch Bankomat), auch Ausflugsmöglichkeiten werden angeboten. Hier ist ganz schön was los, ein großer Badeort, uns gefällt es immer wieder mal für einen Tagesbesuch. Manchmal gibt’s einen tollen Blick auf den Athos.

Platanitsi – ein Zeltplatz mit Traumstrand. Vom Schranken nicht abschrecken lassen. Für 2 Stunden darf man gratis rein fahren. Sonst Auto oben stehen lassen und ca. 10-15 Minuten zum Strand runter laufen. – Aber wenn´s geht nicht am Wochenende, da ists ruhiger. Ein gut versteckter Traumstrand, kann man nur sagen. Es gibt oberhalb einen kleinen Parkplatz, da kann man runterschauen – das Wasser leuchtet richtig.

Auch sonst gibt’s noch viele Möglichkeiten, einfach Stichstraßen zum Meer runter fahren, viele schöne Strände gibt’s zu entdecken. Und die Ortschaften wie Agios Nikolaos, weiter rauf nach Pigadika oder Ieressios sind was für Griechenlandliebhaber, urig, nett, gutes Essen, alte Kirchen. Auch in Polygiros waren wir mal, das ist die Bezirkshauptstadt von Chalkidiki. Es gibt eine kleine Fußgängerzone und griechisches Flair, „sonst nichts“.

Ich glaube das Chalkidiki immer falsch eingeschätzt wird. Viele suchen das ursprüngliche Griechenland und vermuten es nicht dort. Freilich gibts große Badeorte in Kassandra, aber Sithonia ist ursprünglich, viele Griechen manchen dort Urlaub und was mir am besten gefällt: Bei den Tavernen Badis u. Sakis lese ich keine Speisekarte - dort fragt man, was gibts heute? Man darf zur Küche gehen (nicht mehr hinein, aber schon davor die Vitrine bestaunen) und man kann auch mehrere Gerichte kosten, wenn man das möchte - ein bißchen von da  und ein bißchen von da - alles kein Problem. Dort brauchst nicht ins Bergdorf fahren
Freilich gibts hier nicht die weißen Häuser, aber es ist das ländliche Griechenland, viel Grün, viel Gemüse, Oliven- u. Orangenbäume und kleine Fischerboote im kleinen Hafen von Porto Koufo.

LG Sabine


 
Geändert von sabine1965 am 13.12.2013 12:58:33

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17.12.2013 11:22:43
Liebe Sabine
vielen herzlichen Dank für den sehr guten, informativen Bericht,
der hat hier gefehlt! Da du dich auf den 3 Fingern bestens auskennst,
ist es natürlich logisch, dass du über Chalkidiki schreiben "musstest!" 
lieben Gruss von ALICE
Geändert von Kleefeld am 27.12.2013 16:06:58
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