
Schiffsbewertung Liberty of the Seas
6 von 8 User (75%) finden diese Bewertung hilfreich.
Alter: 61-65
Reisezeit: im April 11
Verreist als: Paar
Kinder: keine
Dauer: 2 Wochen
Reiseart: Kreuzfahrt
Gebucht über: Reisebüro
Weiterempfehlung: Nein
Ø dieser Bewertung: 4.7
Amerikanischer Gigantismus
Schrift vergrößern A A Schrift verkleinern A AEiskunstlaufarena, Surfanlage, Kletterwand, Basketballspielfeld usw. usf. Wer Fun und action sucht, hat mit diesem gigantischen Schiff (war bis zur Inbetriebnahme von OASIS und ALLURE das grösste KF-Schiff!) sicher richtig gewählt. Allerdings birgt die riesige Menschenmenge implizit Organsisationsprobleme in sich, die sich vor allem bei Landgängen und bei Ausflügen an Land zeigen. Wer Ruhe und gediegene(re) Kreuzfahrtatmosphäre sucht, dem kann ich dieses Schiff nicht empfehlen! Kleiderordnung wird wohl angesagt aber in den bedienten Restaurants nicht durchgesetzt. So müssen sich die Passagiere, die ihr Gepäck mit diesen zusätzlichen Klamottenkilos belasten, verschaukelt fühlen. Das Publikum besteht mehrheitlich aus US Amerikanern. Wir hatten auf der Transatlantikpassage eine sehr geräumige Minisuite, die fast alle Erwartungen und Wünsche erfüllt hat.
KabineMinisuite mit grosszügigem Grundriss. Mehr als genügend Stauraum in einem begehbaren Kleiderschrank. In der Nasszelle wäre etwas mehr Stauraum in Spiegelkästen nützlich. Die Kabine selbst hat eine sehr gute Schallisolation, von Nachbarn von links und rechts ist nichts zu hören! Bademäntel stehen keine z.Vfg. Alle Kabinen verfügen über einen Safe für Wertsachen. Stromversorgung mit 220V ist auf eine einzige Steckdose beschränkt.
Gastronomie2 bediente Restaurants, versch. Spezialitätenrestaurants und ein grosses, auf Deck11 gelegenes Selbstbedienungsrestaurant mit grossen Panoramafenstern, die wunderbare Aussicht gewährleisten. Leider wird bei den Buffets kein Personal eingesetzt um die Speisen auf die Gästeteller zu verteilen. Das führt dazu, dass die Buffets nach kurzer Zeit wie ein "Schlachtfeld" aussehen, speziell bei den Desserts. Ebenso fehlen Tabletts, damit der Gast die Speisen zusammen mit dem Trinkbaren an den Tisch tragen kann. Leider wird die Kleiderordnung in den bedienten Restaurants von vielen Gästen nicht beachtet bzw. vom Bordpersonal nicht durchgesetzt! Wir waren insgesamt 3 Wochen (Westkaribik/Mexiko & anschl. Trsnatlantikpassage) auf diesem Schiff und haben festgestellt, dass die Menues in den bedienten Rest. sich im Wochenrythmus wiederholen.
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Der Kabinenservice hat sehr gut funktioniert, die Kabine war immer sehr sauber. Da wir "mytime dining" gewählt hatten und immer zur selben Zeit zum Diner erschienen sind, hatten wir immer denselben Tisch mit demselben hervorragenden Waiter. Er ist auf alle unsere Spezialwünsche eingegangen und hat diese ohne weitere Aufforderung bis zum Schluss unserer Reise durchgezogen. Der WiFi Internet Access auf dem Schiff liess sehr zu wünschen übrig obwohl dafür exorbitant hohe Preise kassiert werden. Man konnte sich tagsüber und während der Nacht praktisch nur per Zufall einloggen da viel zu wenig IP Adressen zur verfügung stehen. Vielleicht ist auch die IT Infrastruktur einfach nicht mehr zeitgemäss. Auf diesbezügliche Reklamationen wurde immer die lapidare Enschuldigung der beschränkten Satellitenkommunikationskapazität hingewiesen . . .
Sport UnterhaltungSporteinrichtungen hat's für Jerdermann und jeden Geschmack ausreichen zur Verfügung. Auf Deck 12 gibt's einen 333 m langen Jogging/Walking Track. Obwohl in den Verhaltens Regelungen klar definiert ist, dass Liegestühle nicht reserviert werden dürfen, konnte man diese (deutsche?) Unsitte häufig beobachten ohne dass das Bordpersonal eingegriffen hätte. Leider! Die Shows im Theater waren bis auf ein paar wenige Auftritte (Iceshow!) eher mittelmässig. Einige der Lektoren sind wegen unzeitgemässer Präsentationstechnik, mangelhafter Vorbereitung und Retorik negativ aufgefallen. Bei einigen Vorträgen, z.Bsp. über "Olivenöl im mediterranen Raum" haben die Zuhörer nach wenigen Minuten den Saal verlassen . . .
LandausflügeWas vor allem nagativ aufgefallen ist, ist die Organisation des Ausschiffens für Landgänger und Ausflügler. Wenn hunderte Menschen wie bei einem "Viehtrieb" gleichzeitig zum einzigen Ausgang gehen müssen, entsteht zwangsläufig Gedränge mit den damit verbundenen Gehässigkeiten. Ebenfalls nervig sind die doppelten Sicherheitskontrollen beim reboarding des Schiffs. Wieso die Hafenpolizei das Gepäck röntgen und die Menschen durch das Gate schleusen bzw. betatschen und man anschliessend 200 m später auf dem Schiff selbst dasselbe Prozedere nochmals über sich ergehen lassen muss, hat möglicherweise mehr mit Arbeitsbeschaffung und Warteschlangeproduktion denn mit Sicherheit zu tun.
Sonstige Tipps & EmpfehlungenZusatzangaben zur Schiffsbewertung
| In welchem Gewässer fand die Reise statt? | Atlantik |
| Wie war die Sprache an Bord? | Englisch |
| Entsprach das Schiff der Veranstalterbeschreibung? | Ja |
| Sind die Anzahl der Sterne des Schiffs berechtigt? | Nein, schlechter |
| Waren Sie mit der Reiseleitung zufrieden? | Keine Angaben |
| Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? | angemessen |
| Wo wurde die Schiffsreise gebucht? | Reisebüro |
| Wann wurde die Schiffsreise gebucht? | langfristig (> 3 Monate vor Reiseantritt) |
| Wohin soll die nächste Urlaubsreise gehen? | Argentinien |
| Wie oft wird im Jahr verreist? | 1-2 mal |






