84% Weiterempfehlung 4.8 von 6 Gesamtbewertung
Beliebig / 29.06. - 06.07.2013
Beliebig / 29.06. - 06.07.2013
Der Zeitraum zwischen Hin- und Rückflug ist kürzer als die von Ihnen angegebene Reisedauer. Sie werden mit dieser Einstellung vermutlich keine Angebote finden.
beliebig
zwischen und
2 Erwachsene

Schiffsbewertung Hamburg

Bild des Benutzers Michael612
von Michael2010-05-013.5833333333333
Profil ansehen


Registriert seit 04.10.05
Die Bewertung wurde 1620 mal gelesen.
17 von 20 User (85%) finden diese Bewertung hilfreich.
Aus: Deutschland
Alter: 41-45
Reisezeit: im Mai 10
Verreist als: Paar
Kinder: keine
Dauer: 3-5 Tage
Reiseart: Kreuzfahrt
Gebucht über: Internet
Weiterempfehlung: Ja
Ø dieser Bewertung: 4.3

Entspannte Kreuzfahrt Rund um Skagen

Schrift vergrößern A A Schrift verkleinern A A
Schiff allgemein
5.0
Sonnen

Die sechstägige Kreuzfahrt Ende Mai 2010 führte von Hamburg über Amrum, Sylt, Seetag Skagen und Kopenhagen nach Kiel (= fünf Nächte) und war unsere dritte Kreuzfahrt (nach AIDAaura Ostsee und AIDAcara Kanaren, vgl. dort). Ausschlaggebend für die Fahrt waren bei uns Zeitpunkt, Reiseroute, An-/Abreise in Dtld. und das eher kleine Schiff (gebuchte 340 Passagiere von max. 420), der Reisepreis war aber schon deutlich höher als z.B. bei AIDA. // Die Passagiere waren zu über 95% Deutsche (Familien, Paare und Einzelreisende) mit einem Altersdurchschnitt von ca. 55 Jahren. Die Reise wurde als besondere Familienreise mit Extra-Kinderprogramm angeboten, wodurch dann auch ca. 20-30 Kinder an Bord waren. Diese Zusammensetzung der Passagiere wäre nach Aussagen der Mitarbeiter aber sonst nicht so üblich (älter, kaum Kinder/Familien, weniger Schwung an Bord). // Die An-/Abreise war sehr gut organisiert. Durch die geringe Anzahl an Passagieren bildeten sich auch nirgends Schlangen bei der Abfertigung; man lief überall einfach entspannt durch. Wir sind um 16:00 Uhr auf das Schiff gegangen (welches nach vorheriger Anmeldung auch durch Angehörige/Freunde der Passagiere besichtigt werden konnte) und hatten unsere Koffer ca. gegen 18:00 Uhr vor der Kabinentür. Die Columbus hat gegen 18:45 Uhr von der Hafencity abgelegt und verließ sonst immer so zwischen 16:00 und 18:00 Uhr ihren Liegeplatz; Ankunft war immer morgens zwischen 07:00 und 08:00 Uhr. // Die Beschreibungen/ Bilder im Katalog bzw. Internet zu allen Einrichtungen der Columbus stimmten mit dem Eindruck vor Ort 1:1 überein. Alles war in gutem und sehr sauberem Zustand und nichts sah irgendwie abgenutzt aus. Die 1997 gebaute Columbus hat sechs (sieben) Decks. Auf dem Pooldeck bzw. auf drei Außendecks im hinteren Bereich des Schiffes (z.T. überdacht mit Segeltuch) befanden sich genügend Sitz- und Liegemöglichkeiten (inkl. Wolldecke und ggf. Handtuch), so daß man immer einen Platz fand. „Reserviert“ wurde zum Glück kaum. // Die Getränkepreise (beim Abendessen und in den Bars) waren günstig (gute offene Weine 0,25 für 4-5 Euro, Flaschen 16-25 Euro, Espresso 1 Euro, Cocktails mit richtig Alkohol 3,80-5 Euro, Flasche Wasser 1,5 l für 2 Euro). // Bezahlen konnte man über den Bordausweis. Wenn man am vorletzten Tag eine Kreditkarten-Nr. hinterlegte, wurde eine Gesamtabrechnung an die Kabinentür gehängt und das Auschecken war erledigt. Sonst konnte man am letzten Tag zwischen 06:00 und 08:00 Uhr morgens auch bar oder per Rechnung bezahlen. Trinkgeld war nicht inklusive und alle Passagiere wurden höflich schriftlich „gebeten“, einen bestimmten üblichen Betrag (ca. 30 Euro) an Restaurantkellner und Housekeeping in vorbereiteten Umschlägen zu überreichen. Die Vorgehensweise auf der AIDA (generell inklusive, aber mit der Möglichkeit, am letzten Tag für bestimmte Mitarbeiter namentlich einen zusätzlichen Umschlag in einen Kasten an der Rezeption zu werfen) fanden wir deutlich weniger aufdringlich - scheint aber auf Schiffen wie hier bei Hapag-Lloyd „alte amerikanische Kreuzfahrt-Tradition“ zu sein.

Kabine
4.0
Sonnen

Die Columbus verfügt über ca. 200 Kabinen für 420 Passagiere. Wir hatten eine komfortable 2er-Innenkabine (16 qm) auf Deck 2 im Heck. Die leeren Koffer paßten gut unter das Bett, wenn man es leicht anhob; Ablageflächen/-fächer waren in großer Zahl vorhanden, auch ein großer Kleiderschrank mit ca. 20 Bügeln. Es gab einen leistungsstarken Fön und einen Safe. Das Bad war geräumig und auch für Leute bis 2 m aufrecht benutzbar. Duschgelspender und Handseife sind vorhanden. Die Matratze (Länge wohl 2 m) war sehr bequem und nicht durchgelegen. Die Klimaanlage funktionierte gut. Man hat wenig Geräusche gehört vom Gang oder von angrenzenden Kabinen, aber die Motoren waren deutlich wahrnehmbar und klangen dann wie eine etwas lautere Klimaanlage. Schön wäre noch ein Bild in der Kabine gewesen. Wirklich nachteilig war für uns lediglich, daß man die beiden Einzelbetten aufgrund des festen Tisches nicht zusammenschieben konnte. Über die (leider einzige) Außenbordkamera im TV mit Blick über den Bug konnte man sich morgens schnell einen Eindruck vom aktuellen Liegeplatz machen. Im TV liefen die ganze Reise über mehrere deutsche Fernsehprogramme (ARD, ZDF, RTL, Pro Sieben, Sat1), zwei feste täglich wechselnde Filme (1x aktuelle, 1x ältere in schwarz-weiß) und eine Seekarten-Anzeige mit der aktuellen Position.

Gastronomie
4.0
Sonnen

Die Columbus hat ein innenliegendes Restaurant auf Deck 3, die Lounge mit Tanzfläche/Bar auf Deck 4, eine kleine Weinstube auf Deck 5, alle im hinteren Bereich, und das Palmengartenrestaurant mit kleiner Tanzfläche auf Deck 6 (bzw. Sonnendeck) im vorderen Bereich mit Blick über den Bug des Schiffes. Frühstücken kann man entweder im Restaurant oder im Palmengarten. Bei schönem Wetter befinden sich neben dem Pool auch noch Außentische (4er), auf der Backbord-Seite für Raucher vorgesehen. Mittagessen kann man im Restaurant oder im Palmengarten; das Abendessen mit Menü wird grundsätzlich nur im Restaurant reserviert (auf unserer Reise aber an einem Tag zusätzlich als Büffet im Palmengarten). // Das Frühstücksbüffet war hinsichtlich der Auswahl ganz ordentlich und auf 3*-Niveau, benutztes Geschirr auch schnell abgeräumt. // Das Menü zum Abendessen mit fester Tischzeit i.d.R. ab 19:00 Uhr bestand aus sieben bis neun Gängen (Vorspeise, Suppe, Salat, Zwischengericht, Sorbet, warmes Hauptgericht, kaltes Hauptgericht, Dessert, Käse – und zusätzlich einer vegetarischen Variante) mit jeweils 1-5 verschiedenen Gerichten zur Auswahl auf 3* bis 4*-Niveau. Hier fand sich für jeden etwas Leckeres und man muß ja nicht immer alle Gänge nehmen: Vor Beginn des Essens wurden alle gewünschten Gerichte beim Kellner bestellt und regelmäßig für alle Passagiere am Tisch in aufeinander abgestimmter Reihenfolge serviert. Getränke kamen extra; die Weinkarte war aber sehr gut sortiert. Bei der Bestellung von Wasser- oder Weinflaschen wurden diese ggf. gekennzeichnet und am nächsten Tag wieder serviert. Mit der Reisebuchung konnte man angeben, ob man an einem 2er- bis hin zum 10er-Tisch sitzen möchte und behielt diesen Platz am reservierten Tisch die ganze Zeit über. Wir saßen wie gewünscht an einem 10er-Tisch – schöner wären auf der Columbus natürlich mehr runde Tisch, da es auf den Eckplätzen bei rechteckigen Tischen doch sehr eng werden kann. Nach unseren AIDA-Erfahrungen mit Büffet und freier Platzwahl noch folgende vergleichende Anmerkung: Bei festen Tischplätzen und serviertem Menü verläuft das ganze Abendessen in einer wirklich sehr viel ruhigeren und entspannteren Atmosphäre, da kein häufiger Gang zum Büffet bzw. kein ständiges Kommen und Gehen von Gästen mit Platzsuche erfolgt. Bei einem Büffet kann man sich sein Essen natürlich noch gezielter aussuchen. Hat man allerdings Menü & eine feste und relativ frühe Tischzeit, müßte diese besser auf das Auslaufen abgestimmt werden: Auf der Columbus sind wir z.B. erst um 18:45 Uhr in Hamburg ausgelaufen und die Elbe entlang gefahren, durch das schon um 19 Uhr beginnende Abendessen konnte man das Auslaufen bzw. die Fahrt an Blankenese vorbei etc. aber nicht an Deck genießen. Gleiches galt eigentlich für jedes Auslaufen; den gemütlichen Auslauf-/Sun Downer-Cocktail mit Musik vor dem Abendessen wie auf der AIDA haben wir hier sehr vermißt. // Das Mittagessen haben wir nur am Seetag genutzt, genauso wie das nachmittägliche Sandwich-/ Kuchenbüffet. // Am letzten Abend gab es die obligatorische Traumschiff-Eisbombe mit Wunderkerzen-Musik-Einmarsch und Vorstellung der Köche. Wie im Fernsehen... // An zwei der fünf Abende war „festliche Kleidung“ (= mind. Jackett für Männer) erbeten, sonst hieß es „gepflegte Freizeitkleidung.“ // Die Columbus ist darüber hinaus (leider, je nach Sichtweise) ein sehr raucherfreundliches Schiff. So konnte man als Nichtraucher z.B. die schöne (und einzige) Bar in der Lounge trotz des starken Luftabzugs gar nicht nutzen und auch in der Lounge insgesamt roch es manchmal auch leicht nach Zigarettenrauch.

Service
5.0
Sonnen

Absolut positiv hervorzuheben ist die familiäre Atmosphäre auf der Columbus – und zwar bis zum Kapitän, welcher auch beim Auschecken an Land jedem Gast die Hand schüttelte. Ausnahmslos alle Mitarbeiter waren in jeder Situation höflich, herzlich und freundlich; auch die philippinische Decksmannschaft und das gesamte Housekeeping. Die Bedienung im Restaurant, Palmengarten etc. war überwiegend deutsch bzw. deutschsprachig. Die Kabinenreinigung war tadellos. Außerdem wurden die Handtücher auch wirklich erst dann gewechselt, wenn man sie wie vorgesehen ins Waschbecken gelegt hat und nicht trotz Umwelt-Hinweisen ständig ungefragt. // Schwieriger wurde es, wenn man Hafenauskünfte erhalten wollte. Zum Karnevalsprogramm in Kopenhagen konnte keiner etwas sagen, obwohl damit extra für diese Fahrt geworben wurde. Den Kopenhagenmarathon haben wir auch erst mitbekommen, als wir am Kai in Richtung Innenstadt entlanggegangen sind. Selbst den Wechselkurs Euro / Dänenkronen mußte die Mitarbeiterin im Infoblatt nachlesen. Dies war bei AIDA allerdings grundsätzlich auch nicht anders. Wenn also eine Reederei mal wirklich ggü. anderen punkten möchte beim Service, dann sollten sich die Mitarbeiter mal im Internet oder über Reiseführer vorab über die Häfen/Liegeplatz, Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten informieren (oder über eine gemeinsame Schnell-Info am Vortag schulen lassen). Dies wäre ein Quantensprung im Service. Ein weiterer Quantensprung in der Kreuzfahrtbranche wäre auch im Zeitalter von Flatrates eine angemessen günstige Gebühr für die Internetnutzung – hier sind die meisten Hotels an Land schon wesentlich kundenorientierter.

Sport Unterhaltung
3.0
Sonnen

Auf dem Sonnedeck befindet sich ein kleiner Pool, welcher hauptsächlich am frühen Morgen von einzelnen Passagieren bzw. tagsüber meist von den Kindern genutzt wurde. Für die Unterhaltung der Kinder schien gesorgt, inkl. Schnitzeljagd und Piratenkostümierung. Eigentlich fehlte nur noch ein gesonderter Raum für die Kinder (z.B. Kinderclub), in denen diese ungestört unter sich sein konnten. Aber dies sind ja auch nicht die üblichen Gäste der Columbus. // Neben dem Palmengarten gibt es noch eine kleine Sauna und einen kleinen Fitneßraum; darüber hinaus ist eine kleine gemütliche Bibliothek mit vielen aktuellen Romanen und ein Internetraum vorhanden, in dem sich auch einige wenige Gesellschaftsspiele befinden. // Es gab jeden Abend abhängig von der Beendigung des Abendessens so gegen 21:00 / 21:30 Uhr ein Unterhaltungsprogramm, abwechselnd in der Lounge (i.d.R. mit der fünfköpfigen „Happy Band“ aus der Slowakei) und im Palmengarten. Auf dieser Reise waren zudem ein ca. 50jähriger ostdeutscher Alleinunterhalter mit Keyboard an Bord (mit relativ schlechter englischer Aussprache für unsere Ohren, aber Trompetenfähigkeiten), eine Abba-Cover-Band (mit viel Showtalent bei aus unserer Sicht eher durchschnittlichem Gesangstalent) und das hervorragende Duo Ocean Delight (u.a. mit Swing). Am letzten Abend sang dann der Chor der Schiffscrew inkl. einiger Solisten mit Shanties und irischen Liedern (u.a. vom Kapitän) – sehr gelungen der Auftritt. Insgesamt war nach unserem Empfinden das ganze Showprogramm zu sehr auf ältere Passagiere ausgerichtet; vielleicht für eine „Schnupperreise“ für Jüngere bzw. Nachwuchspassagiere nicht so ganz ideal.

Landausflüge
5.0
Sonnen

Die Landausflüge fanden wir preislich sehr in Ordnung (wesentlich günstiger als z.B. auf den AIDA-Schiffen) und auch inhaltlich abwechslungsreich. Am Ausstieg wurden sogar Strandtücher für alle Passagiere bereitgestellt. Für beides ein dickes Plus in der Bewertung. // Auf Amrum oder Sylt (und auch Kopenhagen) kann man natürlich gut alleine etwas unternehmen. Da vor den beiden Inseln geankert wurde, konnte man allerdings die an Bord vorhandenen Fahrräder nicht nutzen. Sehr viel Mühe wurde sich anscheinend mit den Kinderausflügen gegeben – den Angeboten zufolge. Das Ausbooten war bei der sehr ruhigen See problemlos; die wenigen Stufen hinab in den Tender mit kräftiger Hilfe der Besatzung konnte jeder schaffen. Die Tender fuhren zudem sehr häufig und aufgrund der ja eher geringen Passagierzahl der Columbus gab es selten eine Schlange bzw. Wartzeiten. // In Kopenhagen lag die Columbus nahe der kleinen Meerjungfrau (die sich ja zu dieser Zeit auf der Expo in Shanghai befindet), d.h. es waren ca. 20 Minuten zu Fuß bis zur Fußgängerzone. Umtauschkurs ist ca. 1:7; es gibt aber nicht so viele Geldautomaten. Sehr empfehlenswert ist eine Bootstour durch den Hafen bzw. die Kanäle in der Innenstadt (ca. 60 dkr p.P.). Und die Erdbeer-Tarte im Cafe Europa mit Marzipan und Vanillepudding ist sowieso der Hit… // Jeweils am Vorabend wird das Programm des nächsten Tages (Ausflüge, Unterhaltung, Essenszeiten) an die Kabinentür gehängt. Zum Teil findet auch eine Infoveranstaltung inkl. Video über den nächsten Liegeplatz in der Lounge statt.

Sonstige Tipps & Empfehlungen

Tips für die Columbus: Eigentlich nur die üblichen bei einer Kreuzfahrt, da das meiste stark vom saisonalen Wetter abhängt: Am besten eine Fleecejacke mit Kapuze und/oder Mütze mitnehmen, unbedingt einen dünnen Schal, und ansonsten Sonnencreme nicht vergessen – auf See wirkt alles doppelt so intensiv wie an Land. // Darüber hinaus sollte man eine kleine Wasserflasche für die Ausflüge unterwegs mitnehmen. Es sind zwar keine Wasserspender (wie auf der AIDA) vorhanden, aber Sprudelwasser wird jeden Tag neu in die Kabine gestellt (2 € für 1,5 l) und man kann sich etwas abfüllen. Das Wasser aus dem Wasserhahn ist nicht wirklich trinkbar. Und alle Liegeplätze dieser Tour konnte man ansonsten gut zu Fuß oder per Fahrrad erkunden.

Hinweis zur Schiffsbewertung: 6 Sonnen = sehr gut ... 1 Sonne = sehr schlecht

War die Bewertung für Sie hilfreich? Ja Nein

Zusatzangaben zur Schiffsbewertung

In welchem Gewässer fand die Reise statt? Nordsee
Wie war die Sprache an Bord? Deutsch
Entsprach das Schiff der Veranstalterbeschreibung? Ja
Sind die Anzahl der Sterne des Schiffs berechtigt? Ja
Waren Sie mit der Reiseleitung zufrieden? Keine Angaben
Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? eher schlecht
Wo wurde die Schiffsreise gebucht? Internet
Wann wurde die Schiffsreise gebucht? langfristig (> 3 Monate vor Reiseantritt)
Wohin soll die nächste Urlaubsreise gehen? Deutschland
Wie oft wird im Jahr verreist? 3-4 mal