92% Weiterempfehlung 5.3 von 6 Gesamtbewertung
Beliebig / 26.06. - 03.07.2013
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Schiffsbewertung Grand Star

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von Ingrid2009-01-014.8333333333333
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50 von 54 User (93%) finden diese Bewertung hilfreich.
Aus: Deutschland
Alter: 36-40
Reisezeit: im Januar 09
Verreist als: Paar
Kinder: keine
Dauer: 1 Woche
Reiseart: Kreuzfahrt
Gebucht über: Reisebüro
Weiterempfehlung: Ja
Ø dieser Bewertung: 5.8

Traumhaft, beeindruckend und zum Wohlfühlen

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Schiff allgemein
6.0
Sonnen

Die „MS Grand Star“ ist ein klassisches Kreuzfahrtschiff auf dem Nil. Dort fahren noch ca. 330 andere Kreuzfahrtschiffe. Die Auswahl ist also groß. Wir haben uns für die aktuell preiswerteste Variante entschieden und hatten eine wunderschöne Woche auf dem Nil. Die MS Grand Star wurde 1996 gebaut und gehört damit zu den älteren Nilschiffen. Sie ist 73 Meter lang, 13 Meter breit, 11 Meter hoch und hat 5 Decks. Auf diesen 5 Decks findet sich ganz oben das Sonnendeck mit Liegen, Sonnenschirmen, Pool, Sundeck-Bar, einigen Fitnessgeräten, Tischtennisplatte und einem Bereich, in dem Tische und Stühle stehen. Auf dem 4. Deck ist die Lounge-Bar und einige Kabinen. Das 3. Deck beherbergt den Restaurantbereich, wieder einige Kabinen, einen kleinen Laden, der Kleidung verkauft (einheimische Galabijas für den Folklore-Abend auf dem Schiff) und einen Goldhändler, der auch Postkarten, Bücher und Briefmarken verkauft. Eine Briefmarke nach Europa kostet 1, 5 LE (= 20 Cent). Das 2. Deck liegt ca. 1 Meter über der Wasserlinie. Dort ist die Rezeption und zu beiden Seiten des Decks Zimmer. Die preiswerteste Zimmerkategorie befindet sich auf Höhe der Wasserlinie auf dem Unterdeck. Die Zimmer sind genau so groß wie alle anderen Zimmer und haben die gleiche Ausstattung. Unterschied: die Fenster sind kleiner und beim Herausschauen aus dem Fenster hat man den Eindruck, das Wasser stünde einem bis zum Hals ;-). Wir hatten diese preiswerteste Kategorie gebucht, jedoch ein Zimmer in Höhe der Rezeption erhalten. Das Schiff hat 62 Kabinen und 2 Suiten, wovon alle Außenkabinen sind. Die maximale Gästekapazität liegt bei 128. Ein Safe ist kostenlos an der Rezeption nutzbar. Er kann nur geöffnet werden, wenn 2 Schlüssel genutzt werden. Ein Schlüssel verbleibt bei der Rezeption, der andere Schlüssel beim Gast. Der Safe hat ungefähr die Größe einer Stange Zigaretten, daher können dort nur kleine Gegenstände untergebracht werden. Auf dem Schiff waren nur deutsche Urlauber. Wir haben für 2 Wochen Ägypten (Nilkreuzfahrt 7 Übernachtungen und Badeaufenthalt im Hotel Shedwan Golden Beach, 7 Übernachtungen, Abflug ab Düsseldorf) 499,- Euro bezahlt. Das geht aber teilweise noch preiswerter, je nach Ort des Abflug-Flughafens. Hinzu kam das Ausflugspaket für 170 Euro und der Ausflug nach Abu Simbel der nicht im Paket enthalten ist, für 110 Euro. Auch berücksichtig werden müssen die Getränkekosten und das Einreisevisum (Spar-Tipps zum Visum siehe unten unter Tipps und Empfehlungen).

Kabine
5.5
Sonnen

Alle Kabinen verfügen über Dusche, WC, Fön, Klimaanlage, Satelliten-TV, Kühlschrank, Telefon und eine kleine Sitzecke. Sie sind ausreichend groß und werden regelmäßig gereinigt. Für mitgebrachte elektrische Geräte wird kein Adapter benötigt. Alle Kabinen sind Außenkabinen. Der Fernseher konnte RTL empfangen. Unsere Kabine (Größe ca. 19 qm) war auf Höhe der Rezeption. Die Möblierung war zweckmäßig und in gutem Zustand. Wir haben uns wohl gefühlt. Läuft der Schiffsmotor, ist das zu hören (wahrscheinlich im ganzen Schiff). Bei der MS Grand Star können die Fenster nicht geöffnet werden. Bei Geruchsbelästigungen durch Abgase des Nebenschiffs kann so keine schnelle Abhilfe geschaffen werden. Und die Klimaanlage verteilt die Gerüche eher im ganzen Schiff. Am ersten Abend war ein starker Diesel- / Abgasgeruch im Zimmer, der sich nicht entfernen ließ. Die Angestellten zünden auf den Fluren Räucherstäbchen an. Das hilft aber nicht wirklich. Lüften ist nur über die Flure möglich und dazu muss ja die Zimmertür geöffnet sein. Im Bad war auch ein starker Geruch präsent, den wir nicht identifizieren konnten. Ansonsten waren wir mit unserem Zimmer sehr zufrieden. Duschgel und Seife war in einem kleinen Körbchen am Waschbecken vorhanden. Wir haben unsere Zähne mit Mineralwasser geputzt. Da das Bad klein ist, ist wenig Ablagefläche vorhanden.

Gastronomie
6.0
Sonnen

Auf der MS Grand Star wird Vollpension geboten. Der Koch hat seine Sache sehr gut gemacht. Es gibt ein reichhaltiges Buffet morgens, mittags, abends und nachmittags noch Kaffee und Kuchen auf dem Sonnendeck. Das Essen war vielfältig, abwechslungsreich und sehr lecker. Wir hatten keine Magen-Darm-Beschwerden, haben allerdings während der gesamten zwei Wochen in Ägypten Salate gemieden. Frühstück: Rührei, gekochte Eier, warme Würstchen, frisches Omelett oder Spiegelei je nach Wunsch, verschiedene Brötchenarten, dunkles und helles Toastbrot (Toaster stand zur Verfügung), Kartoffelecken, 4-6 verschiede Käsesorten, Wurst, Kaffe, schwarzer Tee (heißes Wasser und Beutel), Milch, Kakaopulver, verschiedene süße Teilchen, Croissants, Marmeladen, Honig, Joghurt natur, Joghurt mit Obst, Oliven, Gurken, Tomaten. Mittags und abends: Suppe, Reis, Nudeln mit Tomatensauce, diverse Fleisch- und Fischgerichte, Kartoffeln, Aufläufe, 8-10 verschiede Kuchen und Süßspeisen als Nachtisch, Salate, Obst, Mixed Pickles, 4-6 verschiedene Käsesorten, Brot, .etc. Sehr lecker! Nachmittags wurden auf dem Sonnendeck Kaffee, Tee, Kuchen und Crepes angeboten. Die Kellner sind schnell und freundlich. Sauberkeit und Hygiene ist jederzeit gegeben. Beim ersten Essen auf dem Schiff wird den Gästen der Tisch und Sitzplatz für die gesamte restliche Fahrt zugewiesen. Dabei kann man Glück mit den Tischnachbarn haben, oder eben auch Pech. Wir hatten beides; ein sehr nettes Paar aus Dresden und zwei weitere Personen, die mit uns und den Dresdnern während der gesamten Woche kein Wort gewechselt haben. Die weibliche Hälfte hat immerhin gegrüßt und sich verabschiedet. Bei IHM war selbst das oft anscheinend zu viel des Guten. Aber mit den Dresdnern hatten wir genügend anspruchsvolle und gute Unterhaltung, dass wir auf Konversation mit den beiden „Gewitterwolken“ an unserem Tisch gut verzichten konnten. Eine Kleiderordnung gab es nicht. An einem Abend wurde das Essen à la Carte (4 Gänge) serviert (man konnte sich vorher aussuchen, ob man Fisch oder Fleisch wollte). Zu diesem Anlass ist es sicher schön, wenn man nicht mit zu robuster Kleidung erscheint. Während der Kreuzfahrt werden die Getränke auf die Kabine geschrieben. Sie werden am Abend vor der Abreise bezahlt. Man erhält von jeder Bestellung einen Durchschlag und kann so kurz vor Ende der Kreuzfahrt die anfallenden Kosten überschlagen.

Bilder/Videos zur Schiffsbewertung (Zur Vergrößerung einfach auf die Bilder klicken!)

Schiffsbewertung Grand Star - Zimmer 1. Oberdeck MS Grand Star Nilschiff
Schiffsbewertung Grand Star - Blick auf den Nil, Fischerboot
Schiffsbewertung Grand Star - Ton- und Lichtshow Abu Simbel
Schiffsbewertung Grand Star - Horus-Tempel in Edfu
Schiffsbewertung Grand Star - Abstand zwischen den Schiffen
Schiffsbewertung Grand Star - Karnak Tempel
Schiffsbewertung Grand Star - Ibis Botanischer Garten Assuan
Schiffsbewertung Grand Star - Speisesaal MS Grand Star
Schiffsbewertung Grand Star - Abu Simbel
Schiffsbewertung Grand Star - Moschee Assuan
Schiffsbewertung Grand Star - Alle Sehenswürdigkeiten werden bewacht.
Schiffsbewertung Grand Star - Isis Tempel auf Insel Agilika
Schiffsbewertung Grand Star - Isis Tempel von Philae, Insel Agilika
Schiffsbewertung Grand Star - Doppeltempel von Komb Ombo
Schiffsbewertung Grand Star - Kabine 1. Oberdeck
Schiffsbewertung Grand Star - Sonnenaufgang über dem Nil
Schiffsbewertung Grand Star - Sonnenaufgang über dem Nil
Schiffsbewertung Grand Star - Blick auf das Deck der MS Grand Star
Schiffsbewertung Grand Star - Blick vom Deck auf das Nilufer
Schiffsbewertung Grand Star - Zugang zu den Schiffen
Service
5.5
Sonnen

Die Kellner waren hilfsbereit, aufmerksam, freundlich und schnell. Man konnte sich auf Deutsch gut verständigen. Der Check-In verlief problemlos. Die Kabinenreinigung fand regelmäßig und sorgfältig statt. Etwas lästig war, dass der Zimmerreiniger aus unseren Handtüchern Figuren gebaut hat und uns regelmäßig vor dem Zimmer abgepasst hat, um uns zu zeigen, was er schönes fabriziert hat. Dazu kam er dann immer mit ins Zimmer und wollte sein Lob (und sicher auch Trinkgeld dafür). Da wir zu Beginn der Kreuzfahrt pro Person 25 Euro Trinkgeld (eine ganze Menge Geld für nur eine Woche) im Voraus an die Reiseleitung abgeben mussten, von dem angeblich jeder an Bord etwas erhält, haben wir kein weiteres Trinkgeld gegeben. Der einzige Wehrmutstropfen und hoffentlich eine Ausnahme: Am letzten Tag wollten wir dem Roomboy noch zusätzlich etwas Geld hinterlassen, dazu kam es aber nicht mehr. Am Abreisetag wurde uns gesagt, dass wir um 13: 30 Uhr das Schiff verlassen müssten und unsere Koffer um 12: 00 Uhr gepackt vor die Tür stellen sollten. Wir bereiteten alles so weit vor und legten uns nach dem Frühstück noch einmal auf dem Sonnendeck auf die Liegen. Um 10: 00 Uhr erschien unser Zimmerboy an Deck und wollte unsere Handtücher haben (er wollte wohl die Kabine so schnell wie möglich für die nach uns eintreffenden Gäste vorbereiten). Wir sollten aber erst 3, 5 Stunden später das Schiff verlassen und die anderen Gäste hatten schließlich ihre Handtücher auch noch. Also behielten wir unsere Tücher. Gegen 11: 15 Uhr gingen wir in die Kabine, um die letzten Gegenstände in die Koffer zu packen. Die Handtücher ließen wir zusammen mit unseren Büchern und Jacken auf Deck auf den beiden Liegen. Gegen 11: 20 Uhr klopfte der Roomboy an der Tür und bat uns, die Koffer vor die Tür zu stellen. Das war aber laut Absprache erst um 12: 00 Uhr fällig. Um 11: 30 klopfte er erneut und hatte unsere Handtücher, Bücher und Jacken in der Hand, die er von den Liegen an Deck genommen und zu unserer Kabine gebracht hatte. Wir waren sauer. Das glich mittlerweile einem Rausschmiss. Die Beschwerde an der Rezeption ergab: das muss der Roomboy wohl falsch verstanden haben. Jajaja…. Wie auch immer, die eine Woche an Bord war toll, der Abschied wirkte auf uns leider wie ein Rauswurf.

Sport Unterhaltung
5.5
Sonnen

Auf dem Sonnendeck befinden sich einige Fitnessgeräte, eine Tischtennisplatte, ein kleiner Pool (eiskaltes Wasser) und es wird Massage angeboten (kostenpflichtig). Eine Lounge-Bar ist vorhanden und jeden Abend wurde ein Programm geboten (Galabija-Abend, Vorstellung des Schiffspersonals, Nubischer Abend, Vortrag über Land und Leute, Bauchtanz). Wir waren nur beim Galabija-Abend und es war unterhaltsam. In der Lounge-Bar steht ein Billardtisch, der kostenlos genutzt werden kann. Konnten wir abends von Bord, haben wir uns z. B. in Luxor in ein Straßencafe und in Aussuan in ein Cafe-Boot gesetzt und dort etwas getrunken. Die Getränkepreise an Bord sind nun einmal höher, als an Land und entsprechen den deutschen Preisen. Bierpreis auf dem Schiff (Stella-Bier, 0, 5 Liter): 25 LE, also ca. 3, 50 Euro, Bierpreis in Restaurant in Luxor 15 LE (ca. 2, 10 Euro), Bierpreis Restaurantschiff neben unserem Schiff in Assuan 20 LE (ca. 2, 80 Euro). Ägypten ist ein muslimisches Land und z. B. in Kiosken kann kein alkoholisches Bier gekauft werden (dafür ist eine Konzession notwendig, die den Händlern zu teuer ist). Wir haben aber nicht aufgrund der Getränkepreise abends das Schiff verlassen, sondern wollten auch noch ein wenig bummeln und uns umsehen. Da man vormittags (und manchmal auch nachmittags) bei Besichtigungen ist, möchte man danach möglichst ausspannen und wir haben tagsüber hauptsächlich die Sonnenliegen an Deck genutzt.

Landausflüge
6.0
Sonnen

Die Ausflüge mit Besichtigungen waren sehr gut geplant, informativ und beeindruckend. Die deutschsprachigen Reiseleiter (alle studierte Ägyptologen) gaben qualifizierte Informationen. Die Uhrzeiten und das Ausflugsprogramm wurden immer am Vortag durch den Reiseleiter kommuniziert. Zusätzlich hing täglich ein aktueller Plan an der Lobby, dem sämtliche Informationen entnommen werden konnten. Die meisten Ausflüge begannen gegen 7: 30 Uhr. Telefonisches Wecken auf den Zimmern war meistens 1 Stunde vorher (bei uns leider sogar 1 Stunde und 15 Minuten vorher). Jeder Ausflug startete absolut pünktlich. Enthaltene Ausflüge in dem für 170 Euro zusätzlich gebuchten Ausflugspaket: • Luxor: Tal der Könige, Hatschepsut Tempel, Memnon Kolosse, Karnak- und Luxor- Tempel • Edfu: Horus Tempel • Kom Ombo: Sobek Tempel • Assuan: Staudamm, Nassersee, Philae Tempel, unvollendeter Obelisk, Bootsfahrt mit Besuch des Botanischen Gartens. Nicht in dem Ausflugspaket enthalten ist ein Ausflug nach Abu-Simbel für 110 Euro. Dieser ist aber absolut empfehlenswert. Für uns war er das Highlight der Nilkreuzfahrt. Zusätzlich hatten wir die Stadtrundfahrt in Assuan gebucht (15,- Euro) mit Besuch einer koptischen Kirche, einer Moschee und abendlichem Aufenthalt auf dem Basar. Das Ausflugspaket musste nicht gebucht werden. Wir hatten auch einige Personen an Bord, die die Ausflüge auf eigene Faust unternommen haben, oder nur bestimmte, vom Schiff aus leicht zu erreichende Ziele besichtigt haben (Karnak-Tempel, Luxor-Tempel, Tempel von Komb Ombo, Assuan allgemein). Programmablauf der Nilkreuzfahrt: 1. Tag – Busfahrt durch die Wüste nach Luxor Aus Hurghada fuhren wir mit einem Bus durch die Wüste nach Luxor. Die Fahrt dauerte ca. 4 ½ Stunden inkl. Pause. Nach ca. 2 Stunden wurde die halbstündige Pause gemacht. Wir checkten auf dem Schiff ein und begannen unseren Aufenthalt dort mit einem Abendessen. Um auf das Schiff zu gelangen, muss man oft durch mehrere andere Kreuzfahrtschiffe hindurch gehen, da sie nebeneinander an der Mole befestigt sind. Das ist aber kein großer Aufwand, denn die Schiffe liegen so dicht aneinander, dass man lediglich einen kleinen Spalt von ca. 15 cm zu überwinden hat. Die Schiffe schaukeln so gut wie gar nicht. 2. Tag – Tal der Könige, Tempel der Hatschepsut Nach dem Bordfrühstück ab 6: 30 Uhr überquerten wir mit kleinen Booten um 7: 30 Uhr den Nil zur Totenstadt Theben-West (der Transfer dorthin und zu anderen Sehenswürdigkeiten wird meistens per Reisebus durchgeführt). Dort besichtigten wir zuerst die Memnon Kolosse und dann das Tal der Könige. Man erhält eine Eintrittskarte die zur Besichtigung von 3 Gräbern berechtigt. Das Grab von Tut-Anch-Amun ist nicht in dieser Karte enthalten. Wir waren schon früh im Tal der Könige und es war trotzdem schon sehr voll. Wir haben in der uns zur Verfügung stehenden Zeit nur 2 der möglichen 3 Gräber geschafft, denn man muss vor den interessanten Gräbern Schlange stehen. In den Gräbern darf nicht fotografiert werden. Danach haben wir uns den beeindruckenden Terrassentempel der Königin Hatschepsut angesehen. Im Anschluss wurden wir zu einer Alabaster-Manufaktur gebracht und uns wurde erklärt, wie daraus Vasen entstehen (im Grunde war das eine Verkaufsveranstaltung à la Kaffeefahrt, an der der Reiseführer verdient, indem er Provisionen auf die verkauften Waren erhält, aber gut, so etwas habe ich schon in anderen Urlauben erlebt; trotzdem hätten wir die dort verbrachte Zeit lieber im Tal der Könige genutzt). 3. Tag – Tempel von Karnak und Luxortempel, Fahrt nach Edfu Nach dem Frühstück besichtigten wir einen der größten Sakralbauten der Welt, die labyrinthartige Tempelanlage von Karnak mit beeindruckenden Kolonnaden. Dieser Tempel ist wirklich riesig und unser Reiseleiter erklärte Hieroglyphen, Darstellungen auf den Säulen etc. Es war wirklich toll. Das sollte man sich unbedingt anschauen. Danach haben wir den Luxor-Tempel (liegt direkt am Nil) besichtigt. Im Anschluss gab es wieder eine „Werbeeinblendung“: Wir wurden zum Verkaufsraum eines „Papyrus-Museums“ gebracht und ein Mitarbeiter erklärte uns in ca. 10 Minuten, wie Papyrus hergestellt wird. Dann wurde uns gezeigt, welche Malereien auf Papyrus wir dort kaufen konnten. Einige unserer Mit-Touristen haben ein Bild gekauft. Danach ging es zum Mittagessen zurück aufs Schiff. Nachmittags legte das Schiff ab und die Fahrt ging über Esna nach Edfu. Die Schleuse von Esna haben wir am Abend passiert. Das Schiff fuhr bis ca. Mitternacht weiter und legte dann auf dem Weg nach Edfu an. 4. Tag – Horustempel Edfu, Doppeltempel von Komb Ombo Morgens gegen 4: 30 Uhr fuhr das Schiff weiter (davon sind wir aufgewacht) und ankerte pünktlich zur nächsten Besichtigung in Edfu. Nach dem Frühstück besuchten wir den Tempel des Sonnengottes Horus. Der Tempel gilt heute als einer der besterhaltensten des Landes. Stromabwärts geht es weiter nach Komb Ombo. Hier besichtigten wir den Doppeltempel des krokodilsköpfigen Gottes Sobek und des falkenköpfigen Gottes Horus. In der Tempelanlage, die direkt am Nil liegt und fußläufig vom Schiff zu erreichen ist, konnten mumifizierte Krokodile angeschaut werden. Danach genossen wir die wunderschöne Nillandschaft bei der anschließenden Weiterfahrt Richtung Assuan auf dem Sonnendeck. Wirklich einfach traumhaft. Auch im Januar kann hier ein Sonnenbad im Bikini genommen werden. 5. Tag – Assuan, Obelisk, Staudamm, Philae-Tempel Am Ostufer des Nils haben wir den unvollendeten 42m hohen Obelisken im antiken Granitsteinbruch angeschaut. Anschließend wurden wir zum Assuan Staudamm gefahren. Der gigantische Stausee erstreckt sich über 500 km. Der Staudamm an sich ist nicht so beeindruckend, da keine steile Staumauer vorhanden ist. Mit dem Motorboot ging es schließlich auf die Insel Agilika, auf der sich der Philae-Tempel, der der Göttin Isis geweiht ist, befindet. Der Tempel wird auch die Perle des Nils genannt und ist ein UNESCO Kulturdenkmal. Er wurde aufgrund des Assuan Staudamms umgesetzt, da er ansonsten überflutet worden wäre. 6. Tag – Tag zur freien Verfügung, Abu-Simbel An diesem Tag fanden keine Ausflüge aus dem Ausflugspaket statt. Wir haben an dem fakultativen Ausflug nach Abu-Simbel teilgenommen (zusätzliche 110 Euro mit Ton- und Lichtshow) und es hat sich absolut gelohnt. Von unserem Schiffskoch erhielten wir vor der Abfahrt um 11: 30 Uhr ein Lunchpaket. In Abu-Simbel befinden sich zwei der imposantesten Tempel Ägyptens, der große Tempel von Ramses II. sowie der kleine Tempel seiner Frau Nefretari. Die beiden Tempel sind ein Beispiel für die außergewöhnlichen Fähigkeiten ägyptischer Baumeister, aber auch ein Wunder der Technik, denn beide wurden vor den Wassermassen des Stausees durch Umsetzung gerettet. Da wir erst mittags zu dem Ausflug gestartet sind (und nicht wie die meisten anderen Touristen mitten in der Nacht gegen 2 Uhr), hatten wir die Tempelanlage fast für uns alleine. Anstatt ca. 2. 500 Touristen waren auf dem Gelände des Tempels lediglich unsere 3 Busse mit ca. 100 Touristen. Wir hatten 4 Stunden Aufenthalt in Abu-Simbel. Nachdem der erste Schwung unserer Mitreisenden die Tempelanlage gesehen hatte, haben wir sie betreten und waren mit 4 anderen Touristen die einzigen in dem Gebäude. Gigantisch! Abends haben wir dann noch an der sehenswerten Ton- und Lichtshow teilgenommen. Der Ausflug kann sicher auch preiswerter individuell gebucht werden, aber wir hatten keine Lust, eine diesbezügliche Agentur zu suchen (die Zeit ist auch knapp, da man auf der Kreuzfahrt entweder bei Besichtigungen ist, oder mit dem Schiff auf dem Nil fährt). Der Ausflug war für uns der schönste der ganzen Fahrt, dicht gefolgt von dem Karnak-Tempel. Die Fahrt von Assuan nach Abu-Simbel dauert ziemlich exakt 3 Stunden pro Fahrt auf einer neuen Schnellstraße. Es geht durch die Wüste und dort kann an bestimmten Stellen eine Fata- Morgana bestaunt werden. Um 22: 00 Uhr waren wir zurück auf dem Schiff und erhielt dort unser Abendessen wie immer in Buffetform. 7. Tag – Kitchener-Insel, Botanischer Garten, Rückfahrt Richtung Luxor Morgens fuhren wir mit Booten auf die Kitchener-Insel, auf der sich der Botanische Garten befindet. Von dort aus kann man das Mausoleum des Aga Khan sehen und gut fotografieren. Vormittags legte dann unser Schiff ab und wir fuhren zurück Richtung Luxor. Die Rückfahrt verbrachten wir an Bord auf dem Sonnendeck. An diesem Tag war es sehr windig. Abends legte das Schiff an und fuhr morgens früh weiter. 8. Tag – Ausschiffung und Fahrt von Luxor nach Hurghada Gegen 10: 00 Uhr erreichten wir Luxor an. Der Aufenthalt auf dem Schiff endete mit einem Mittagessen und um 14: 00 Uhr starteten die Busse zurück nach Hurghada.

Sonstige Tipps & Empfehlungen

Warme Kleidung im Januar nicht vergessen: Wir waren im Januar auf der Nilkreuzfahrt und schon vormittags waren die Temperaturen bei Besichtigungen schon recht hoch. Daher empfehlen wir den Winter für eine solche Fahrt. Abends wird es recht kalt und man sollte Pullover und für die manchmal auftretenden Winde eine Windjacke im Gepäck haben. Bakshish: Ägypter erwarten für jede kleine Dienstleistung Bakshish. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Kofferträger oder einen Polizisten handelt. Denkt einfach beim Annehmen von Gefälligkeiten daran, dass viele Ägypter sehr arm sind und daher in Ägypten nichts umsonst ist. Befindet ihr euch z. B. an einer Sehenswürdigkeit und bietet euch ein Ägypter (Aufsichtspersonal vor Ort, Polizist) an, ein Foto von euch zu knipsen, erwartet er danach Bakshish für diese Handlung. Erklärt er euch ungefragt etwas zu der Sehenswürdigkeit und ihr geht darauf ein, erwartet er Bakshish. Stellt er sich für ein Foto zur Verfügung, muss auch Bakshish fließen. Daher entweder auf solche „Aufmerksamkeiten“ durch Ägypter verzichten, oder eben Bakshish geben. Basarverkäufer: Die oftmals lästigen und zudringlichen Basarverkäufer solle man am besten einfach freundlich ignorieren. Sie sprechen jeden Passanten an, bitten ihn in den Laden, versuchen, einem die Hand zu geben, stellen sich mit der Ware in der Hand in den Weg, benehmen sich also extrem aufdringlich (schade eigentlich, dass wir Touristen Ägypter so kennen lernen und in Erinnerung behalten, denn ich vermute, dass der „normale“ Ägypter ein solches Verhalten nicht für üblich hält und sich uns Ausländern gegenüber nicht so benehmen würde). Das muss man mögen oder es mit Humor nehmen können… Mag man es nicht, ist es hilfreich, sich taubstumm zu stellen, freundlich zu lächeln und den Schritt nicht zu verlangsamen. Zu Beginn unseres Ägypten-Aufenthalts kamen wir uns dabei unhöflich vor, aber ein ausführliches Aquisegespräch mit jedem Händler würde leider so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass nichts mehr vom Urlaub übrig bleiben würde. Wenn etwas gekauft werden soll, dann muss gehandelt werden. Als Kaufpreis sollten ca. 30-40 % des Ursprungspreises bezahlt werden. Oftmals werden Touristen von Basar-Verkäufern leider belogen. Selbst miterlebte Fälle: Kleiner Junge kommt mit fünf Armbändern in der Hand zu einem Mitglied unserer Reisegruppe und sagt „Alle fünf Bänder 1 Euro“. Wenn dann der eine Euro bezahlt wird und die fünf Armbänder übergeben sind, fängt der Kleine an zu schreien: „Nein, eine Kette ein Euro, gib mehr…“ Das gleiche haben wir bei Mitreisenden erlebt, die eine Art schlichtes Streichinstrument gekauft haben. Der Verkäufer spielte darauf, um Aufmerksamkeit zu erregen und rief immer: „Ein Euro, ein Euro.“ Bei Übergabe des Geldes hieß es dann: „Nein, 6 Euro, ein Euro war nur für das Spielen auf dem Instrument“. Sparen beim Einreisevisum: Es wurde schon mehrfach bei Holidaycheck erwähnt, aber das kann gar nicht oft genug gesagt werden: Bei der Einreise nach Ägypten auf dem Flughafen von Hurghada NICHT nach links zu den Schaltern der Reiseveranstalter (z. B. ETI) gehen, um ein Visum zu erhalten, denn dort kostet es 25,- Euro. Das ist viel zu viel. Über allen Schaltern steht zwar ein großes Schild, dass das Visum 15 US-$ kostet, aber die Reiseveranstalter nehmen ihren Gästen 25,- Euro ab. Also: Geht geradeaus zu einem der 4-5 kleinen Bankschalter (Bank of Eqypt, Bank of Alexandria, Bank of Cairo etc.) und kauft euer Einreisevisum dort (Einfach „Visum“ sagen). Dort könnt ihr auch gleich Geld tauschen (möglichst um kleine Scheine bitten für spätere Käufe und Bakshish). Es handelt sich um das gleiche Visum, wie das, was ihr bei den Reiseveranstaltern erhaltet, das bei der Bank aber nur zwischen 11,- und 12,- kostet. Ich habe 11,- bei der Bank of Alexandria bezahlt, meine Freundin, die gleichzeitig am Schalter nebenan bei der Bank of Cairo anstand, bezahlte 12,- Euro. Danach müsst ihr euch nicht mehr bei den Schaltern der Reiseveranstalter anstellen, sondern wendet euch direkt Richtung Zoll. Ich hatte mich vorsichtshalber noch an der langen Schlange des ETI-Schalters angestellt, da ich dachte, dass außer des Visum-Verkaufs an Touristen noch die Anwesenheit erfasst wird. Der Mitarbeiter dort sagte nur zu mir 25,- Euro. Ich zeigte ihm mein Visum und danach hatte er kein Interesse mehr an mir oder an meinen Reiseunterlagen. Daher spart euch das Anstellen an diesem Schalter. Draußen warten dann die Busse der Reiseveranstalter. Trinkwasser: Wir haben uns die Zähne mit Mineralwasser geputzt. Wasser ist an Kiosken außerhalb des Schiffes preiswerter als auf dem Schiff. Immer daran denken, oft die Hände zu waschen. Die Nilkreuzfahrt auf der MS Grand Star haben wir in Kombination mit einem Badeaufenthalt im Hotel „Shedwan Golden Beach“ gebucht. Das Hotel fanden wir nicht so toll. Es ist schon recht alt und die Zimmer sind abgewohnt. Trotzdem war der Urlaub insgesamt ein Traum. Fazit: Nilkreuzfahrt immer wieder!!! Ich würde jedoch in Zukunft ein Schiff wählen, bei dem sich die Fenster öffnen lassen, ansonsten war die MS Grand Star ein sehr schönes Schiff mit wundervollem Aufenthalt und fast perfekter Rundum- Betreuung bei angemessenem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hinweis zur Schiffsbewertung: 6 Sonnen = sehr gut ... 1 Sonne = sehr schlecht

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Zusatzangaben zur Schiffsbewertung

In welchem Gewässer fand die Reise statt? Nil
Wie war die Sprache an Bord? Deutsch
Entsprach das Schiff der Veranstalterbeschreibung? Ja
Sind die Anzahl der Sterne des Schiffs berechtigt? Ja
Waren Sie mit der Reiseleitung zufrieden? Ja
Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? sehr gut
Wo wurde die Schiffsreise gebucht? Reisebüro
Wann wurde die Schiffsreise gebucht? langfristig (> 3 Monate vor Reiseantritt)
Wohin soll die nächste Urlaubsreise gehen? Spanien - Mallorca & Ibiza
Wie oft wird im Jahr verreist? 1-2 mal