Reisetipp Museumsdorf St. Marie among the Hurons
Kategorie: Sehenswürdigkeiten |
Museum
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von 6 Gesamtbewertung
5
“Museumsdorf "Saint Marie among the Hurons"”
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im August 06,
Michael ,
41-45
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Wassertemperatur: 6°
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Allgemeine Beschreibung Museumsdorf St. Marie among the Hurons
Das Museumsdorf Saint-Marie among the Hurons ist die Rekonstruktion einer mit Palisaden bewehrten Missionsstation, die beim heutigen Ort Midland am Ufer des Wye
River zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtet wurde.
Die Fahrzeit von Toronto beträgt ca. 90 Minuten. Die eindrucksvolle Rekonstruktion steht an der gleichen Stelle, wo sich die Holzhäuser ursprünglich befanden direkt am Highway 12 gegenüber der bekannten Kirche „Martyrs-Shrine“. Diese Kirche wurde im Gedenken an zwei Missionare, die im 17. Jahrhundert mit den Indianern lebten und als Märtyrer starben, im Jahre 1926 errichtet und auch schon vom Papst besucht.
Neben zahlreichen nachgebauten Holzhäusern der ersten europäischen Gemeinde im Inneren Kanadas kann man auch das "Huronia Museum & Huron Indian Village" besuchen.
Zur Geschichte der Missionsstation:
1615 drang Samuel de Champlain als erster Europäer in dieses Gebiet vor.
Saint-Marie among the Hurons wurde dann im Jahr 1639 auf dem Gebiet der hier lebenden Wendat-Indianer (andere Schreibweisen: Quendat oder Wyandot), auch Huronen genannt, von französischen Missionaren (Jesuiten) gegründet. Ziel war es, den Missionaren eine Stätte der Erholung und den „bekehrten“ christlichen Huronen einen Ort der Sicherheit zu schaffen. Außerdem war das Dorf eine Repräsentanz der französischen Kultur inmitten Neufrankreichs und Pelzhandelsstation. Für die Mission war es wichtig, unabhängig zu leben, wobei die Huronen bereitwillig ihr Wissen mit den Europäern teilten. Die Franzosen legten Gärten an und brachten auf Kanus aus Birkenrinde ihren Viehbestand aus Quebec mit. Bereits 1648 lebten etwa 20 Prozent aller französischen Einwanderer in Sainte-Marie.
Nach außen hin schien sich die Gemeinde gut zu etablieren. Doch die kulturellen Unterschiede brachten viele neue Konflikte. Gegen die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten wie Grippe, Masern und Parasiten hatten die anfangs 25-30.000 Wendat-Indianer aber keine Abwehrstoffe und keine Medizin, so dass etwa die Hälfte von ihnen daran starben. Darüber hinaus flammten immer wieder alte Konflikte zwischen den Völkern der Wendat-Indianer und Irokesen auf. Im Juli 1648 attackierten die Irokesen das Dorf.
Einer der Jesuitenpater, Vater Antoine Daniel, und viele Huronen kamen ums Leben. Ein Jahr später wurden die Franzosen Jean de Brebeuf und Gabriel Lalemant mit Hunderten von Wendat-Indianern gefangen genommen und getötet. Die beiden Leiter der Mission starben unter Folterqualen. Die Überlebenden flüchteten in alle Himmelsrichtungen, während sich die wenigen Zurückgebliebenen in Saint-Marie auf einen neuen Angriff vorbreiteten, der allerdings nie kam.
Im späten Frühjahr des Jahres 1648 setzten die Jesuiten mit ihren Wendat-Glaubensbrüdern die Mission in Brand und verließen das Gebiet mit Booten und Kanus. Nach der erfolglosen Gründung einer neuen Siedlung auf Christian Island zogen sich die Jesuiten in Begleitung von einigen hundert Wendat-Indianern 1650 nach Quebec zurück.
Schon bald überwucherte die Natur das Huronengebiet und damit auch die Ruinen von Saint-Marie among the Hurons.
Die Fahrzeit von Toronto beträgt ca. 90 Minuten. Die eindrucksvolle Rekonstruktion steht an der gleichen Stelle, wo sich die Holzhäuser ursprünglich befanden direkt am Highway 12 gegenüber der bekannten Kirche „Martyrs-Shrine“. Diese Kirche wurde im Gedenken an zwei Missionare, die im 17. Jahrhundert mit den Indianern lebten und als Märtyrer starben, im Jahre 1926 errichtet und auch schon vom Papst besucht.
Neben zahlreichen nachgebauten Holzhäusern der ersten europäischen Gemeinde im Inneren Kanadas kann man auch das "Huronia Museum & Huron Indian Village" besuchen.
Zur Geschichte der Missionsstation:
1615 drang Samuel de Champlain als erster Europäer in dieses Gebiet vor.
Saint-Marie among the Hurons wurde dann im Jahr 1639 auf dem Gebiet der hier lebenden Wendat-Indianer (andere Schreibweisen: Quendat oder Wyandot), auch Huronen genannt, von französischen Missionaren (Jesuiten) gegründet. Ziel war es, den Missionaren eine Stätte der Erholung und den „bekehrten“ christlichen Huronen einen Ort der Sicherheit zu schaffen. Außerdem war das Dorf eine Repräsentanz der französischen Kultur inmitten Neufrankreichs und Pelzhandelsstation. Für die Mission war es wichtig, unabhängig zu leben, wobei die Huronen bereitwillig ihr Wissen mit den Europäern teilten. Die Franzosen legten Gärten an und brachten auf Kanus aus Birkenrinde ihren Viehbestand aus Quebec mit. Bereits 1648 lebten etwa 20 Prozent aller französischen Einwanderer in Sainte-Marie.
Nach außen hin schien sich die Gemeinde gut zu etablieren. Doch die kulturellen Unterschiede brachten viele neue Konflikte. Gegen die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten wie Grippe, Masern und Parasiten hatten die anfangs 25-30.000 Wendat-Indianer aber keine Abwehrstoffe und keine Medizin, so dass etwa die Hälfte von ihnen daran starben. Darüber hinaus flammten immer wieder alte Konflikte zwischen den Völkern der Wendat-Indianer und Irokesen auf. Im Juli 1648 attackierten die Irokesen das Dorf.
Einer der Jesuitenpater, Vater Antoine Daniel, und viele Huronen kamen ums Leben. Ein Jahr später wurden die Franzosen Jean de Brebeuf und Gabriel Lalemant mit Hunderten von Wendat-Indianern gefangen genommen und getötet. Die beiden Leiter der Mission starben unter Folterqualen. Die Überlebenden flüchteten in alle Himmelsrichtungen, während sich die wenigen Zurückgebliebenen in Saint-Marie auf einen neuen Angriff vorbreiteten, der allerdings nie kam.
Im späten Frühjahr des Jahres 1648 setzten die Jesuiten mit ihren Wendat-Glaubensbrüdern die Mission in Brand und verließen das Gebiet mit Booten und Kanus. Nach der erfolglosen Gründung einer neuen Siedlung auf Christian Island zogen sich die Jesuiten in Begleitung von einigen hundert Wendat-Indianern 1650 nach Quebec zurück.
Schon bald überwucherte die Natur das Huronengebiet und damit auch die Ruinen von Saint-Marie among the Hurons.
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1 Bewertungen Museumsdorf St. Marie among the Hurons Reisetipp bewerten
Museumsdorf "Saint Marie among the Hurons"
Sehr schön und informativ - vor allem auch mit Kindern - ist ein Besuch im Museumsdorf "Saint Marie among the Hurons". Zu besichtigen ist eine ganz aus Holz gebaute und gut rekonstruierte Missionsstation aus dem frühen 17. Jahrhundert. Gut informierte als "Huronen" und "Jesuiten" verkleidete Laienschauspieler führen heute durch das Museumsdorf und zeigen wie die Siedler, Indianer und Missionare vor fast 400 Jahren lebten. Zu sehen sind Wohnhäuser, Wigwams aus Birkenrinde, herumlaufende Schwe... weiterlesen
im August 06
75% hilfreich
Gesamtbewertung 6.0
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