archivierte Hotelbewertung Planhotel La Gemma Dell' Est

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von Barbara & Tom2008-12-014.08333333333
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46 von 50 User (92%) finden diese Bewertung hilfreich.
Aus: Deutschland
Alter: 36-40
Reisezeit: im Dezember 08
Verreist als: Paar
Kinder: keine
Dauer: 2 Wochen
Reiseart: Badeurlaub
Weiterempfehlung: Ja
Ø dieser Bewertung: 4.9

Sansibar, Juwel im indischen Ozean

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Hotel
5.0
Sonnen

Zunächst einmal - und das ist unsere Erfahrung nach mehr als 10 Jahren Afrikareisen - möchten wir vorwegschicken, dass jeder, der sich auf einen Urlaub in diesem faszinierenden Land einlässt sehr schnell erkennt: die Uhr tickt hier anders als bei uns (oder anders gesagt: die Uhrzeit spielt keine Rolle), afrikanische Zeit habe ich das im Spass mal genannt. "Pole pole", also langsam, langsam, ist die Lebensphilosophie und Devise der Menschen. Die meisten haben eh nichts zu tun, die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch und der Verdienst gering, viele hocken rum, beschäftigen sich mit sich selbst, meistens sind es die Frauen, die die Familie ernähren. Nun, der Reisende wird im Laufe des Urlaubs viele Eindrücke gewinnen und sich die ein oder andere Frage stellen, nicht jedwedes Verhalten können wir erklären, wir befinden uns in einem uns fremden Kulturkreis, wir sind in Afrika ! Also, machen wir uns die Lebensphilosophe der Eiheimischen zu Eigen ("pole pole", langsam langsam und "hakuna matata" kein Problem) und geniessen fernab von Zivilisationsstress unseren Traumurlaub auf der Sklaven- und Gewürzinsel Sansibar.
Die gepflegte Hotelanlage liegt in Nungwi, im Norden der Insel. Die Deluxe Rooms und Suiten sind terassenförmig mit 3 Stockwerken am Hang und inmitten eines traumhaften, sehr gepflegten tropischen Gartens gelegen. Flammenbäume mit ihren fiedrigen Blättern und roten Blüten, Bougainvillen, Hibiscus und Oleander zaubern ein Farbenmeer. Es gibt Club Villen für Familien und eine Präsidenten Villa mit privatem Pool und Butler-Service. Weitere Villen befinden sich im Bau (kein Baulärm). Es gibt insgesamt 138 Zimmer, davon 98 Deluxe Zimmer und 16 suiten sowie private Villen. Wir hatten ein Deluxe Zimmer - alle haben Meerblick - traumhaft schön. Die Zimmer sind zweckmäßig, geräumig und geschmackvoll ausgestattet, Deckenventilator, Klimaanlage, Telefon, Minibar, Moskitonetz, Fernseher, Safe (inklusive), das Bad mit WC, Dusche, großem Waschbecken und Bidet. Alles Bestens, wir haben soooooooooooo gut geschlafen in unseren großen Betten und das Frühstück oft verpasst. Angeblich gibt es auch einen Babysitter, room service und Tiere sind wohl erlaubt - haben wir nicht in Anspruch genommen.
Die Hotelkette mit Hotels auf den Malediven, in Kenia, Ägypten und der Toskana gehört zu einer schweizer Hotelgruppe mit Sitz in Lugano. Im Juli 2005 wurde die Anlage eröffnet, sie ist daher sehr gepflegt, sauber und entspricht westlichem Standard und Anspruch an ein 5 Hotel. Wir haben Gäste unterschiedlicher Nationalitäten und Altersstruktur angetroffen, junge Paare, Honeymooner, Familien mit kleinen und größeren Kindern, ältere Paare. Die Gäste kommen überwiegend aus Italien und Südafrika aber auch andere Nationalitäten waren vertreten. Viele Gäste verbringen nur ein paar Tage oder eine Woche im Hotel und reisen dann weiter oder gehen auf Safari. Wir sind 2 Wochen geblieben. Dieses mal kamen wir zum Bade- und Tauchurlaub nach Sansibar. Die Anlage verfügt über ein Conference Center, viele Firmen nutzen dieses Angebot und laden ihre Mitarbeiter zum offside ein, daher sind auch häufiger größere Gruppen zu Gast.


Lage
5.5
Sonnen

Wie oben bereits erwähnt ist das Hotel im Nord-Westen der Insel in Nungwi gelegen, Entfernung zum Flughafen ca. 1 h (50 km) mit dem PKW.
Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten außerhalb der Hotelanlage haben wir nicht wahrgenommen oder gesehen und auch nicht gesucht, wenn wir ehrlich sind. Wer muß auch bei AI noch einkaufen gehen ??. Wer am Abend rausgehen und Party machen möchte wird wohl einige Zeit unterwegs sein, denn die Kneipe um die Ecke gibt es nicht. Die Bevölkerung ist arm, überwiegend islamisch und Fremden gegenüber eher zurückhaltend, aber sehr freundlich und für 1 $ Tip bekommt man (fast) alles. Mit dem Taxi kann man sicher und komfortabel (klimatisiert und mit Verischerungsschutz) reisen, Preise sind Verhandlungssache, die verkehrenden Busse sind eher etwas für Experimentierfreudige. Ein Taxiservice für einen Tag nach Stonetown und zurück (der Fahrer wartet natürlich während der Stadtführung) kostet 50 - 80 $ - Verhandlungssache. Tip: Stonetown kann man sich getrost schenken, es sei denn, man möchte durch enge, verwinkelte, stinkende und vollgemüllte Gässchen laufen - der Markt ist interessant, gerade auch der Fischmarkt -ich wusste gar nicht, dass ich so lange die Luft anhalten kann. Auf eigene Faust nach Stonetown ist nicht empfehlenswert, selbst mit Karte und Kompass bewaffnet würde man in dem geschäftigen Treiben sehr schnell die Orientierung verlieren, findet man doch nirgens Straßennamen. Wir sind schon seit 10 Jahren Afrikareisende. Wir mögen dieses Land als Urlaubsdomizil aber wir stellen auch immer wieder fest, wie weit entfernt die westliche Zivilisation ist. Ausflüge aller Art werden im Hotel oder am Strand von Einheimischen angeboten - von Safari über Schnorchel- oder Sundowner-Tour mit Dhaus bis Stadtführung in Stonetown oder Besichtigung einer Gewürzfarm, das Angebot ist sehr groß und vielfältig, es lohnt sich allerdings, Preise und Leistungen zu vergleichen, insbesondere die der einheimischen Anbieter. Mancher preiswert ausgehandelte Ausflug, als Schnäppchen am Strand gebucht, entpuppt sich später als Reinfall. Preise sind auch hier Verhandlungssache. In den Augen der Einheimischen sind wir Europäer reich, also werden zunächst auch Mondpreise verlangt. Es lohnt sich immer, zu handeln - ein Viertel des ursprünglich genannten Preises kann so erzielt werden wobei eine gewisse Geduld und Verhandlungsgeschick erforderich sind, aber man ist ja im Urlaub und hat eh Zeit und nichts besseres vor. Auch das Hotel bietet Ausflüge und einige Freizeitaktivitäten an, z. B. Tennis, Windsurfing, Segeln, Schnorcheln, Kajak oder Wasserski, Tischtennis, Billiard und Tauchen (Wassersportzentrum mit Tauchbasis am Hotelstrand). Daneben noch zahlreiche andere Betätigungsmöglichkeiten wie Beachvolleyball, Spa (z. B. Rückenmassage 50 €, Thai Massage 100 €), Outdoor-Fitnesscenter mit einer überschaubaren Anzahl von Fitnessgeräten, Wassergymnastik etc. oder einfach den ganzen Tag den Cocktail of the day probieren, baden im Meer oder im Salzwasserpool mit Jacuzzi und relaxen. Beachboys gibt es natürlich auch. Ein Tip: die beste Zeit, Geschäfte am Strand zu machen ist der späte Nachmittag, wenn die Beachboys "Kassensturz" machen, feststellen, dass sie den ganzen Tag über nichts geschafft haben ausser dumm rumlaufen und nach weiblichen Touristen Ausschau halten und noch schnell einen Dollar oder Euro oder Shilling verdienen möchten. Am Strand gibt es einige nette "Geschäfte", in unseren Augen Baracken, in denen Malereien mit afrikanischen Motiven, Holzschnitzereien oder Skulpturen, Handschmuck, Körbe etc. angeboten werden. "Looki looki is free, come to my shop, hakuna matata, no problem, today special price, special offer" so oder ähnlich werden es die flanierenden Strandbesucher zu hören bekommen und eingeladen, einen Blick auf die angebotene Ware zu werfen. Der lange, breite und weisse Strand lädt jedenfalls zu ausgedehnten Strandspaziergängen und Muschelsuchen ein, Beachboys inklusive.


Service
5.0
Sonnen

Der Service im Hotel, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft war sehr gut, meistens jedenfalls (an der Rezeption waren die Angestellten etwas schwer von Begriff). Das Personal spricht englisch - wenn es will (und natürlisch swahili, was uns animierte, unsere swahili-Sprachkenntnisse zu vertiefen, kaltes Bier und Rotwein können wir nach 2 Wochen intensiven Vokabeltrainings nun perfekt ordern, meistens haben wir auch bekommen, was wir bestellten, und wenn nicht, hakuna matata, kein Problem). Für besonderen Service oder zuvorkommendes Verhalten haben wir immer 1 Dollarnote als Trinkgeld bereit gehalten - wir wurden jederzeit zuvorkommend behandelt, selbst der Rotwein zum Abendessen hatte dann die richtge Temperatur. Alles kein Problem "hakuna matata". Nach 2 Wochen ging uns die Freundlichkeit der Bediensteten schon fast auf den Keks - wir haben wohl zu viele Dollar gelassen, aber wenn man jeden Morgen 20 mal gefragt wird "jambo, habari, wie gehts, gut geschlafen ?" reicht es dann auch, vor allem, als sich herumgesprochen hatte, dass wir etwas swahili sprechen und uns jeder irgendwelche Begriffe auf swahili beibringen wollte. Nun, wir haben das einzig richtige getan: Angriff ist die beste Verteidigung, wir haben ihnen deutsche Begriffe beigebracht, oder sagen wir, wir haben es nicht ernsthaft versucht aber sie animiert, sie zu lernen, was eine angenehme Freizeitbeschäftigung für uns war."Eichhörnchen" zum Beispiel oder "Zahnstocher". Witzig, wenn man jemanden sieht, dem beim Aussprechen fast die Zunge oder die Lippe oder einfach das ganze Gesicht abbricht, und freuen tun sie sich dabei, süß, hakuna matata, kein Problem.


Gastronomie
4.5
Sonnen

Es gibt mehrere Restaurants, Bars und Snackbars, Pizzeria (Coral Cove), Meeresfrüchte (Sea Breeze), Café Moressco, Sunset Lounge, Lobby Lounge etc. Zwischen 7 und 24 Uhr findet der Hungrige oder Durstige Speis und Trank, die Auswahl ist groß, die Qualität und Auswahl jedoch keine 5 Sterne wert. Speisen im Buffet Restaurant (Hauptrestauant) sind oftmals nur noch warm, es wird nicht nachgelegt, die Angesgellen des Hotels essen mit den Hotelgästen gemeinsam und werden bevorzugt behandelt. Nun, es verhungert niemand, es gibt jeden Tag Pasta und Fisch vom Grill, beides nach Wunsch zubereitet (meistens gelingt es auch). Aufgrund der vielen italienischen Gäste mag es nicht verwundern, dass die Pasta mit frischem Parmesan immer ausgezeichnet war - nach 2 Wochen hing sie mir allerdings zum Hals raus. Im Meeresfrüchterestaurant "Sea Breeze" kocht ein Chinese - nichts gegen Chinesen, aber den Lobster esse ich doch lieber Natur mit etwas Knoblauch und Limette als mit Oyster- oder Sateé Sauce, aber das ist ja Geschmackssache. Das Meeresfrüchterestaurant ist übrigens nicht AI, ebenso der Grill am Strand mit Steaks, Fisch und Meeresfrüchten (Lobster 40 €). Jeden Freitag ist das Hauptrestaurant geschlossen und es ist "African Dinner" angesagt, am Strand, mit Holzkohlegrill und schön romantisch. Wir haben uns diese kulinarische Extravaganz erspart, kennen wir dies oder ähnliches von unseren vergangenen Reisen. Das Essen wurde mit viel Mühe und sehr geschmackvoll angerichtet, im Anschluss kann der gesättigte Gast Kunstgegenstände heimischer Händler - als Massai getarnt - erwerben (was machen eigentlich Massai auf Sansibar ???), naja, wenn nicht gerade Freitag ist, also afrikanische Nacht, kann man am Strand prima Pizza essen, die ist mal so oder so, Rezepte scheinen die nicht wirklich zu haben, auch die Hamburger schmecken mal so oder sind nicht geniessbar, keine Ahnung, hakuna matata, kein Problem. Eis, Kuchen und Nachmittagstee an der Beach Bar gibt es auch noch - wer kann eigentlich soooooo vieeeeel essen den ganzen Tag bei 33 Grad im Schatten ???


Sport Unterhaltung
4.5
Sonnen

Zur Unterhaltung hatten wir oben bereits etwas gesagt. Strand, Liegestühle und Schirme am Strand sind inklusive, Duschen, WC am Strand, Pool, Kinderpool, alles piko bello tip top, immer sauber, nichts zu meckern. Sonnenschirme und Liegen am Strand waren jederzeit in ausreichender Zahl vorhanden - also, notorische Liegenreservierer müssen nicht um 5 Uhr aufstehen und zum Strand pilgern sondern können gemütlich frühstücken, hakuna matata, kein Problem.
Tauchen auf Sansibar Die PADI-Tauchbasis "scuba-do", früher "the crab" ist gut ausgestattet, Tauch- und Schnorchelausrüstung kann man leihen, wir reisen allerdings immer mit unserer eigenen Ausrüstung. Ein Tauchgang kostet 45 $, Tauchpakete sind etwas preiswerter. Die Tauchboote (2 Schlauchboote) verlangen dem Tauchsportler schon vor dem Tauchgang alles ab, da die Fahrt zu den Tauchplätzen bei rauher See recht hart sein kann. Das Tauchrevier ist mit der Südküste Kenias (Diani Beach) zu vergleichen oder Mauritius, viele Schwebeteile im Wasser, Sichtweiten bis 10 m, keine Großfische, dafür sehr Artenreich, interessante Kleinstlebewesen, schöne Korallengärten, Rochen, Kaiserfische, Wimpelfische, Muränen, Schnecken, etc. Die gesamte Vielfalt des indischen Ozeans erwartet den Taucher oder Schnorchler - man muß sie nur entdecken.


Zimmer
5.0
Sonnen

Zu den Zimmern gibt es nicht viel zu sagen, alles perfekt, immer sauber. Jeden 2ten Tag einen Dollar aufs Kopfkissen gelegt und es gab ein Blütenmeer auf dem Bett. Wichtig vielleicht: Stromspannung 220-240 Volt, wir brauchten keinen Adapter da westliche Steckdosen vorhanden sind, kein Problem also, hakuna matata


Tipps & Empfehlung

Innerhalb der Anlage selbst reicht ein Triband-Handy nicht (Quadband erforderlich), außerhalb schon. Internetzugang bei der Rezeption gegen Gebühr.
Für die Einreise nach Sansibar benötigt man ein Visum. Wir wollten besonders schlau sein und haben dieses bereits in Deutschland bei der Botschaft beantragt, Kostenpunkt 73 € inkl. Versandkosten der Pässe. Auf Sansibar hätte uns das Ganze 50 $ gekostet, außerdem standen wir mit all unseren Mitreisenden, die kein Visum beantragt hatten, in der gleichen Schlange und spätestens bei der Gepäckausgabe waren alle Reisenden wieder glücklich vereint. Übrigens: bei der Ausreise wird nochmals abkassiert, 30 $. Das Ausreiseprozedere hat uns doch recht beunruhigt da gegen Zahlung eines geringen Trinkgeldes (1 $) weder unser Reise- und Sportgepäck noch unser Handgepäck kontrolliert wurde. Unbemerkt hätte man so also diverse Dinge mit an Bord der Maschine und nach Frankfurt nehmen können. Es war ein beklemmendes Gefühl, Gedanken an Bomben-und Selbstmordattentate in der Maschne kamen uns erst später - hakuna matata, kein Problem.
Fazit:
Wer nach Sansibar reisen möchte, ist in diesem Hotel sehr gut aufgehoben. Was zu meckern finden wir Deutschen ja bekanntlich immer und überall. Sieht man von den kleinen Schwächen ab und hält es wie die einheimische Bevölkerung (Hakuna matata, pole pole, kein Problem, langsam langsam) wird dieser Urlaub unvergessen und traumhaft sein.


Hinweis zur Hotelbewertung: 6 Sonnen = sehr gut ... 1 Sonne = sehr schlecht

Zusatzangaben zur Hotelbewertung Planhotel La Gemma Dell' Est

Was für ein Zimmer wurde bewertet? Doppelzimmer Superior mit Blick zum Meer/See
Entsprach das Hotel der Katalogbeschreibung? Ja
Ist die Anzahl der Sterne des Hotels berechtigt? Nein, schlechter
Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? angemessen
Mit welchem Veranstalter wurde verreist? Thomas Cook

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Reiseangebote Planhotel La Gemma Dell' Est

 
 
 
 
 
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