archivierte Hotelbewertung Hotel Nana Beach

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von Tobi2008-08-013.25
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Die Bewertung wurde 1749 mal gelesen.
40 von 67 User (60%) finden diese Bewertung hilfreich.
Aus: Deutschland
Alter: 46-50
Reisezeit: im August 08
Verreist als: Familie
Kinder: 2
Dauer: 2 Wochen
Reiseart: Badeurlaub
Weiterempfehlung: Nein
Ø dieser Bewertung: 3.9

Nana Beach im Vergleich...

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Hotel
5.0
Sonnen

Die gesamte Anlage macht einen sehr freundlichen und weitläufigen Eindruck. Das liegt wohl zum einen daran, dass die einzelnen Gebäude durchwegs nur 2-3 Stockwerke haben, und auch sehr vielgestaltig und abwechslungsreich architektonisch gestaltet sind. Zum anderen muss der Architekt ein absoluter Gartenliebhaber gewesen sein. Nirgendwo finden sich langweilige Wege oder Plätze, die nicht durch großzügige Beete mit exotischen Pflanzen unterbrochen wären. Alles Grün wird sorgfältig gepflegt und bewässert, es ist eine Freude, durch die Anlage zu spazieren und diese gärtnerische Vielfalt zu genießen.
Von allen Hotels, die wir in Griechenland bisher besucht haben (eben das Nana Beach, das Marine Palace auf Kreta und das Atlantica Aegean Blue in Rhodos), hat das Nana Beach sicher die allerschönste Gartenanlage. Von der Architektur her war das Marine Palace allerdings noch einen Deut schöner.


Lage
4.5
Sonnen

Das Hotel liegt zwischen den zwei benachbarten Orten, Hersonissos und Malia. Beide kann man bequem zu Fuß erreichen, je nach Fitness dauert das 20 bis 40 Minuten. Beides sind typische Touristenorte mit unzähligen Souvenirläden, Modegeschäften, Juwelieren, Autoverleih, Hotels und Tavernen. Ein Spaziergang in den Abendstunden ist allemal lohnenswert.
Das Nana Beach erstreckt sich über ein riesiges Areal von der Hauptsrasse bis an den Strand. Eigentlich sind es ja Strände: Ein sehr langer, felsiger Abschnitt und zwei Buchten. Der "Felsenstrand" ist komplett mit Naturstein- Terrassen bebaut. Die Terrassen liegen, verbunden durch Brücken und Treppen, alle auf unterschiedlichem Niveau und bieten jeweils Platz für 4-12 Liegen. Allerdings bietet sich dieser Teil nicht zum Baden an: Die Einstiege, die es wohl gibt, sind allesamt durch Algen sehr, sehr rutschig, und bei höherem Wellengang ist es nicht leicht, herein- oder wieder herauszukommen. In den Buchten gibt es Sand-Kiesel Strand, des sich besser zum Baden eignet. Allerdings muss man beim Schwimmen auch aufpassen, denn es gibt immer wieder felsige Untiefen, an denen man sich leicht Schrammen holen kann.
Wenn wir auch hier mal vergleichen dürfen: angesichts der Ortslage ist unter den drei Hotels sicher das Marine Palace der Sieger; es ist überaus geschickt in den Fischerort Panormo eingegliedert, der sich darüber hinaus noch sehr viel mehr Ursprünglichkeit bewahren konnte als Malia oder Hersonissos, die Nachbarorte des Nana Beach.
Was den Strand anbelangt, sind die drei von uns besuchten griechischen Hotels ziemlich gleichwertig, einen karibischen Sandstrand gibt es nirgends. Allerdings haben die Felsterrassen des Nana Beach einen besonderen Charme, wir waren oft auch des Nachts dort, um einfach nur das Meer zu hören und zu entspannen...


Service
3.0
Sonnen

Der Service im Nana Beach war (für ein 4 Sterne Haus) bestenfalls Durchschnitt. Wir hatten übrigens ein grünes Armband, konnten aber außer dem Rabatt beim Autoverleih keinen großen Unterschied zu den Blau-Band Urlaubern erkennen. Mit normalem Englisch kann man sich mit allen Servicekräften unterhalten, Deutsch ist eher die Ausnahme. Die meisten Mitarbeiter sind freundlich und zurückhaltend.
Besonders positiv aufgefallen sind uns die Barkeeper an der Poolbar (Matthäus) und der Veranda Bar. Sehr aufgeschlossen, freundlich, schnell und kundenorientiert. Das waren die richtigen Leute am richtigen Platz. Viele liebe Grüsse!
Eher negativ fiel die Zimmerreinigung auf: sehr oberflächlich und unzuverlässig, trotz des üblichen Bakschisch, das wir am ersten Tag im Zimmer deponierten. Die Restaurantkräfte erschienen uns zu einem guten Teil überarbeitet und lustlos oder demotiviert. Insgesamt hatten wir den Eindruck, ohne das belegen zu können, dass die Servicekräfte hier überfordert oder unter zu hohem Leistungsdruck waren. Ein kleiner Tipp an die Hotelbetreiber: kapitalistische Gewinnmaximierung auf diese Art bringt nur einen kurzzeitigen Erfolg, sobald sich die Qualitätsminderung aber herumspricht, sind die Lorbeeren (sprich die 4 Sterne) schnell zerdrückt und verwelkt...
Den weiteren Service des Hotels haben wir nicht in Anspruch genommen, daher auch keine Bewertung. Im Vergleich zu den anderen Hotels: Mit Ausnahme der Barkeeper das Schlusslicht dessen, was wir bisher in Griechenland gesehen haben.


Gastronomie
2.5
Sonnen

Als Gast ist man zuerst mal überrascht von der schieren Anzahl der Bars und Restaurants. Die meiste Zeit über haben wir aber im Hauptrestaurant und in der Pergola und im Strandrestaurant gegessen. Die Anmeldeprozedur für die Spezialitätenlokale war und zu umständlich, da wir nicht auf Tage hinaus planen wollten.
Die Essen sind in den drei genannten Lokalitäten identisch. Man kann also hingehen, wo es einem besser gefällt. Im Hauptrestaurant ist es angenehm klimatisiert, und das Show-Cooking gibt es auch nur hier. Am Strandrestaurant hat man einen sehr schönen Blick aufs Meer, aber keine Klimaanlage, und manchmal auch Wartezeiten, wenn man unbedingt auf der Terrasse sitzen möchte. Mittags waren wir immer in der Pergola, da man dort (mittags) in Badekleidung essen konnte.
Die Qualität des Essens war OK, was uns negativ überrascht hat, war erst mal die nicht-konstante Qualität. Es ist mir passiert, dass ein und dasselbe Essen (beim Show-Cooking) das erste mal wunderbar gewürzt und knackig auf den Teller kam, die zweite Portion hingegen fad und latschig. Wenn schon Show-Cooking, dann bitte aber auch einen echten Koch hinstellen, der sein Handwerk versteht. Vielleicht ist das aber auch das oben bereits angesprochene Service-Qualität Problem.
Die Vielfalt der Hauptgerichte ist nicht übermäßig. Ich schätze, dass es ca. 60 Hauptspeisen und Zutaten gibt, die in wechselnder Zusammenstellung immer wieder auf den Tresen kommen. Manche sehr häufig: Nudeln mit Soße und Pommes gibt’s (glücklicherweise!) jeden Tag, auch Moussaka und Fisch gibt’s fast immer. Auch hier fiel uns die wechselnde Qualität auf: Manchmal war der Fisch knochentrocken und ungenießbar, am nächsten Tag wunderbar auf den Punkt gebracht. Am Buffet sieht man das aber nicht immer sofort, so dass man aufs probieren (und zurückgehenlassen) angewiesen ist. Der Chef der Küche sollte hier unbedingt eine strengere Qualitätskontrolle einführen, da die Qualifikation der Beiköche offensichtlich sehr unterschiedlich ist. Zum Glück gibt’s auch immer noch die Bars, an denen es tagsüber immer frische Pizza, Hot Dogs, Sandwich, Pommes und Hamburger gab. Die waren wirklich immer gleichmäßig gut (wer es halt mag), besonders auch für die Kids.
Beim Nachtisch war die Auswahl eher mau: 4 Sorten Obst, Eis, und zwei, drei Torten oder griechische Teilchen: das haben wir schon viel, viel reichhaltiger gesehen.
Im Hauptrestaurant sollte man tunlichst auch vor 21: 00 essen, denn obwohl die Öffnungszeiten wesentlich länger sind, fühlt man sich zu späterer Stunde dort nicht mehr richtig wohl. Die Servicekräfte beginnen spätestens dann mit dem Herrichten der Tische fürs Frühstück, und haben kaum mehr Zeit für die Abendessen-Gäste. Diese Tische sind dann natürlich auch nicht mehr benutzbar. Also bitte nicht später als 20: 00 zum Essen gehen. Da das aber auch die meisten Gäste bald kapiert haben, gibt’s dann natürlich Gedränge in den Restaurants. Lange Schlangen beim Show-Cooking sind infolge dessen eher die Regel als die Ausnahme.
An den Bars war die Getränkeauswahl gut, die Barkeeper konnten fast jeden Wunsch erfüllen, auch wenn etwas mal nicht auf der Karte stand. Das ist eine Klasse Leistung, die wir extra noch mal erwähnen möchten.
Die Selbstbedienungs-Getränke waren guter Standard: Kaffee, Espresso, Cola, Fanta, Sprite, Wasser, Bier. Allerdings gab es nur kleine 200ml Plastikbecher: zu klein, um z. B. ein Wasser mit zum Sport zu nehmen. Hier sollten unbedingt auch noch 0, 5l Becher her. Auch für das teilweise stark schäumende Bier sind 0, 2l definitiv zu klein.
Ein letzter Kritikpunkt sind die Öffnungszeiten der Bars: spätestens um 18: 00 sind alle Pool nahen Bars zu. Wer gerne länger in der Sonne oder im Wasser bleiben möchte, hat verloren. Es gibt nichts mehr zu trinken, denn in die Main-Bar würde ich nicht mit Badehose gehen... Unser Vorschlag: Die Poolbar sollte doch bitte bis zum Sonnenuntergang offen bleiben, oder bis die letzten Gäste die Liegen räumen. Nicht jeder Gast will sich bereits um 18: 00 zum Abendessen herrichten.
Wenn wir hier mal Bilanz ziehen, so ist das Nana Beach das klare Schlusslicht der drei Vergleichshotels. Sieger ist das Marine Palace, gefolgt vom Aegean Blue. Das Marine Palace hatte mit Abstand die besten Köche, eine ausgezeichnete Qualität, interessante Abwechslung und eine große Auswahl an Nachspeisen. Auch war die Qualität der Drinks an den Bars einen Tick besser als bei den Konkurrenten, der einzige Kritikpunkt dort ist das Fehlen einer Poolbar. Im Aegean Blue war das Essen ebenfalls qualitativ auf konstantem, hohen Niveau, mit viel Abwechslung und großer Nachspeisenauswahl.


Sport Unterhaltung
4.5
Sonnen

Das Sport und Unterhaltungsangebot stammt zum großen Teil von TUI, und ist somit in allen Family Club Hotels zumindest ähnlich. Es ist also auch nicht direkt dem Hotel zuzuschreiben, sondern eher dem Reiseveranstalter. Außerdem wechseln ja bekanntermaßen die Baddies jedes Jahr, so dass eine Wertung nicht notwendigerweise nächstes Jahr noch Gültigkeit hat. Wir hatten in diesem Jahr ein durchschnittliches Baddie-Team, was die Sport- und Fitness- Fraktion angeht. Kritikpunkt ist hauptsächlich die soziale Interaktion: Die Teammitglieder waren lieber unter sich oder allein, als sich zumindest ab und an mal unter die Gäste zu mischen.
Die Kinder waren begeistert von "Ihren" Baddies, dort also eine klare Empfehlung sowohl für den Kids-Baddie als auch für die Maxi-Baddies.
Es gab auch die bekannten TUI-Shows, allerdings waren hier die Anfangszeiten unglücklich gewählt: Die Kinder-Disco war von 20: 00-20: 30, die Show von 21: 30-22: 30, also eine Lücke von einer Stunde, die wir als etwas schwierig zu füllen empfanden, wenn unser Jüngerer die Show sehen wollte.
Aber es gab ja auch noch ein hoteleigenes Angebot: Der Fitness Raum im Nana Beach war sehr gut ausgestattet, und alle Geräte bis auf die Butterfly Maschine waren auch wirklich einsatzfähig. Das hatten wir auch schon schlechter gesehen: im Aegean Blue gab’s nur vier Ausdauer-Geräte und zwei davon waren kaputt und wurden trotz Reklamation nicht innerhalb der zwei Wochen, die wir dort waren, repariert.
Auch das internationale Animations-Team verdient Anerkennung: deren Shows waren super, lustig, frech, spontan. Nicht so auf Perfektion getrimmt wie die TUI Abendunterhaltung, aber gerade das machte den Reiz aus. Auch die griechischen Folkloreabende und Tanzveranstaltungen mit Band waren gelungen.
Meine ganz persönliche Meinung: Ich würde mir mehr "Abwechslung" wünschen. Es müssten keine 10 TUI (Musik-) Shows einstudiert werden, dafür sollten die Baddies mehr Zeit für den Gästekontakt haben. Die eingesparten Shows sollten durch "lokale" Unterhaltung ersetzt werden. Einheimische Bands und Tanz- oder Folkloregruppen durften durchaus häufiger eingesetzt werden als ein oder zwei Mal pro Woche.


Zimmer
4.0
Sonnen

Wir hatten ein Familienappartement mit zwei getrennten Schlafzimmern, was besonders unserem größeren Sohn entgegenkam, der ja doch schon fast den ganzen Tag und besonders die Nacht lang seine eigenen Wege geht. Die Zimmer hatten jedoch eine altmodische Schlüssel-Schliessanlage, so dass nur zwei Schlüssel zu bekommen waren. Für mich bei einem Hotel dieser Größe etwas verwunderlich, auch unter Kostenaspekten.
Die Zimmer waren zweckmäßig ausgestattet. Beide Räume hatten eine eigene Klimaanlage, die aber nur funktioniert, wenn der Schlüsselanhänger innen im Zimmer eingesteckt ist. Da man aber den Anhänger mit etwas Kraftaufwand vom Schlüssel trennen kann, stellt das nur ein logistisches Problem dar (war die Putzfachkraft schon da...) Wir hatten auch eine große Terrasse mit einem schönen Blumenbeet davor, die wir aber nur zum Trocknen der Badesachen in Anspruch nahmen. Gleiches gilt für den Kühlschrank: Da es bis auf wenige Ausnahmen immer etwas zum Trinken gibt, brauchten wir den nicht.
Den Zimmern sieht man die mangelnde Pflege schon an. Wir hatten das bereits im Rahmen der Servicebewertung erwähnt, es war nie wirklich sauber. Die Betten waren knapp bemessen, mit 182 cm ging es grade noch so, größere Menschen könnten Probleme haben. Leider überträgt die große Matratze alle Bewegungen von einer Seite auf die Andere: Wenn ich mich umgedreht habe, hat auch meine Frau geschaukelt. Das ist aber sicher individuell unterschiedlich zu bewerten.
Wieder zum Vergleich: Die Unterschiede in den Zimmern waren nicht besonders groß. Am schönsten waren sie definitiv im Marine Palace: auch dort gab es getrennte Räume für Kinder und Eltern, Klimaanlage, Safe (sogar kostenlos), und die Räume dort waren (vor allem das Bad) schöner eingerichtet und besser gepflegt.


Tipps & Empfehlung

Wenn Ihr vor der Auswahl steht, eines der drei von uns besuchten Hotels zu buchen, schaut Euch die Bewertungen genau an. Nicht jeder sieht die gleichen Punkte wie wir, und jeder gewichtet auch einzelne Aspekte anders. Wenn wir allerdings letztes Jahr beim Nana Beach den jetzt auf Holidaycheck zu beobachtenden Abwärtstrend schon gehabt hätten, hätten wir es wahrscheinlich nicht gebucht. Allerdings gibt es auch beim Marine Palace einen deutlichen Abwärtstrend zu sehen, so dass unser Eindruck, den wir vor zwei Jahren gewonnen hatten, mittlerweile überholt sein könnte (Die Bewertungen deuten zumindest auch beim Essen eine Verschlechterung an, darüber hinaus eine überdurchschnittliche Zunahme osteuropäischer Gäste, die nicht immer kompatibel mit unseren Vorstellungen eines Family Club Hotel Aufenthalts sind). Wenn wir noch mal eines der drei Hotels nehmen müssten, wäre das vermutlich das Aegean Blue. Aber angesichts des Servicetrends werden wir uns wohl eher von Griechenland als Urlaubsland verabschieden.


Hinweis zur Hotelbewertung: 6 Sonnen = sehr gut ... 1 Sonne = sehr schlecht

Zusatzangaben zur Hotelbewertung Hotel Nana Beach

Was für ein Zimmer wurde bewertet? Keine Angaben
Entsprach das Hotel der Katalogbeschreibung? Nein, schlechter
Ist die Anzahl der Sterne des Hotels berechtigt? Nein, schlechter
Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? eher schlecht
Mit welchem Veranstalter wurde verreist? TUI

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Reiseangebote Hotel Nana Beach

 
 
 
 
 
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