Festival Shedwan Golden Beach Resort
EL Dahar - El Kornesh Road, Down Town, Hurghada, Red Sea, Egypt.

Hotelbewertung Festival Shedwan Golden Beach Resort
2 von 2 User (100%) finden diese Bewertung hilfreich.
Alter: 31-35
Reisezeit: im Januar 11
Verreist als: Paar
Kinder: keine
Dauer: 2 Wochen
Reiseart: Badeurlaub
Weiterempfehlung: Nein
Ø dieser Bewertung: 2.3
Es ist nicht alles Gold, was glänzt!
Schrift vergrößern A A Schrift verkleinern A AVorne Hui - hinten Pfui.
Klingt hart, ist aber an vielen Stellen des Hotel bittere Realität.
Sicherlich gibt es einige lauschige Plätzchen, wo es sich wirklich aushalten lässt, auch wenn mittlerweile fast überall der Zahn der Zeit nagt.
So sind z.B. die Poolanlagen und der Eingangsbereich in einem sauberen Zustand. Am Strand & den Gartenanlagen gibt es dennoch Potenzial zur Verbesserung.
Ob der Fehler in den Führungsspitzen oder zuständigen Angestellten zu suchen sind, bleibt fraglich. Jedenfalls sah sich keiner, während unseres Aufenthalts im Hotel, dafür zuständig Mängel und Verschmutzungen zu beseitigen. So trübten, innerhalb der Gartenlage, Schuttberge von abgepröckelten Steinen vom Wegesrand und Kabelreste von Elektroarbeiten, das Gesamtbild.
Abfall und Treibgut liessen die Begeisterung an manchen Strandabschnitten in Grenzen halten. Erst am letzten Tag sahen wir einen einzigen engagierten Beachboy mit einer kleinen Harke bewaffnet an uns vorbeihuschen.
Ein Blick hinter die Kulissen war ebenfalls alles andere als schön. So brauchte man nur neben dem 1. Pool einen Blick auf den Personalbereich werfen und dachte ein Tsunami hätte weitenteils alles verwüstet.
Prunkvoll ist anders, auch wenn die Bauweise der Anlage recht akzeptabel und alles sehr übersichtlich abgelegt ist. Die Anreihung der Gebäudekomplexe mit der Gartenanlage wirkt auf jeden Fall sehr idyllisch.
Die Lobby mit angrenzender Poolanlage lassen auf den ersten Blick ein positives Bild auf das Hotel zu. Der Fehler steckt denn im Detail.
Wenn man die Bauten und das überaltete Inventar aus der Nähe betrachtet, wirkt plötzlich alles viel ernüchterner. Das Hotel befindet sich auch momentan im Umbau. So wird sicherlich in geraumer Zeit eine neue Lobby mit Speisesaal dem Hotel zu neuem Anglitz verhelfen.
Wir hoffen, dass zukünftige Besucher davon schon profitieren können, denn auch wenn viele Arbeiter versuchten Herr der Lage zu werden, scheinen sich doch immer wieder kleine Organisationsfehler einzuschleichen, was das Vorhaben zum stocken bringt.
So fragten beispielsweise Freunde von uns, die bereits vor 2 Jahren das Shedwan besuchten, ob die Strandbar am äussertesten Ende der Lagune nun fertig sei. Leider war von diesem Bauvorhaben bei unserem Besuch nur noch das Grundgerüst und ein Haufen Müll zu erkennen.
Schade ist auch, dass das einst so schillernde Amphietheater nicht mehr für Urlauber zugänglich ist. Abendliche Animationsshows werden wohlmöglich für immer woanders stattfinden.
Das Publikum ist vom Alter und Herkunft sehr gemischt. Von 1 – 80 Jahre war alles vertreten. Es sind aber vorwiegend Familien aus Russland und deutsche Urlauber höheren Alters anzutreffen. Vereinzelt sah man auch Jugendliche, Pärchen und Leute aus anderen Ländern im Shedwan. Wie auch in jedem anderen Hotel Hurghadas ist der Anteil von russischen und kroatischen Besuchern am höchsten.
Lage
Das Hotel befindet sich direkt in Downtown.
Sicherlich nicht die edelste Gegend, aber dafür recht spannend, um einmal in das wahre Leben Hurghadas einzutauchen. Wenn man weiss, wie man den wirklich aufdringlichen Strassenhändlern entgegenzutreten hat, findet man gute Einkaufsmöglichkeiten und sogar manchmal nette, ehrliche Menschen. Ebenfalls nahe dem Hotel gibt es Diskotheken, Bars und Restaurants.
Das grosse Plus des Hotels ist nach wie vor der Strand und die Lagune, die für viele Urlauber Platz schafft und trotzdem noch ein kleines bisschen Privatsphäre zulässt (wenn man nicht gerade zum 100. mal von den Strandhändlern auf die Nutzung von Zusatzangeboten hingewiesen wird).
Würde hier noch, wie schon oben beschrieben, mehr auf Sauberkeit geachtet werden, wäre der Strand sicher mitunter ein Highlight aller Hotels in Hurghada.
Lärmbelästigungen von Ausserhalb hingegen waren gering. Auch der relativ nahe Flugverkehr und die momentanen Baumaßnahmen im Shedwan liessen uns persönlich nicht so leichtaus der Ruhe bringen.
Fakt ist, wenn man nicht gerade weiblich, jung und schön ist, hat man es auf jeden Fall schwerer, in den Genuss eines guten Service zu kommen.
Bei uns fand zumindestens keinerlei Service statt !!!
So hiess es immer Getränke direkt selber zu holen, um nicht lange warten zu müssen oder ganz in Vergessenheit zu geraten. Kein Problem, aber unter diesem Aspekt ist der Servicegedanke neu zu überdenken.
Auch die Tatsache, dass man beispielsweise mit 2 randvollgefüllten Kaffeetassen in den Händen Probleme hat die Tür zum Aussenbereich zu öffnen und 3 gerade untätige Kellner einen nur verschmitzt angrienen und auf arabisch ihren Senf dazugeben, wirft ebenfalls neue Fragen zu der Thematik auf. Wir könnten noch etliche Beispiele an dieser Stelle nennen aber zum Verständnis reicht das sicherlich schon. :)
Die Freundlichkeit hingegegen war stehts vorhanden, was aber auch daran lag, dass wir uns ohne grössere Beschwerden, ruhig und besonnen verhielten. Erst wenn man wirklich mal Klartext reden musste, wurde man irgendwie zum nörgelnden Touri abgestempelt und auf Kommunikations-probleme mangels fehlender Deutsch- / Englischkenntnisse hingewiesen.
Vielleicht hätte man aber mit viel Trinkgeld die Gunst des Servicepersonals erschleichen können. Wer weiss, wer weiss?
Gastronomie
A La Carte Essen? Fehlanzeige!
Es war eher mit typischer Schul- oder Kantinenspeissung zu vergleichen.
Eine Art Massenabfertigung innerhalb des Speisesaals.
Organisationstalente gab es nur wenige, sodass es ab und an etwas chaotisch wirkte, was die Kellner dort fabrizierten. Das Abräumen und Eindecken von Geschirr oder die Getränkebestellungen war manchmal ein Spektakel für sich. Dennoch waren trotz Planlosigkeit zumindestens alle immer sehr freundlich, dass wir sie so weitgehend unterstützten und uns meist selbst bewirteten :)
Die Auswahl der Speisen war eigentlich relativ gross, auch wenn sich alles ständig wiederholte. Leider war es dennoch manchmal schwierig leckere Happen zu ergattern. Wir haben sicher nicht am Hungertuch genagt und klar ist auch, dass in einem anderen Kulturkreis die Zubereitung der Speisen eine andere ist, aber man hätte mindestens Wert auf Qualität legen können.
Zähes Fleisch, halbgares Gemüse oder versalzenes Essen, führten dann zwangsweise zu einer ganz neuen Art von Gaumenfreude.
Der Supergau war, dass die Hälfte der Urlauber mit Magenbeschwerden den Apotheker aufsuchten mussten, nachdem am Vorabend ein fast rohes Fischgericht serviert wurde !!!
An das Kuchenbuffet, was immer imposant erschien, trauten wir uns nach 2 Tagen nicht mehr herran, da Plätzchen, Kekse, sowie Frucht- und Schokotorten ein irgendwie seltsamens Geschmackserlebnis waren. Lecker ist jedenfalls anders!
Der Vorteil bei der Sache war natürlich, dass wir nach dem Urlaub keinen Schreck bekamen, als wir uns auf die Waage stellten. :)
Andere Urlauber, die bereits in den vergangenden Jahren das Shedwan besuchten, waren aber regelrecht schockiert, wie sich die Qualität der Speisen innerhalb eines Jahres verschlechtert hat.
Auch beim Heimflug waren wir erstmals mehr als erstaunt, als wir berichtet bekamen, dass in anderen Hotels (zu einem fast identischen Reisepreis) zum Beispiel die Nutzung von 5 Themenrestaurants zur Verfügung stand. Man musste lediglich einen Tisch im Vorfeld bestellen und wurde daraufhin, wie sonst üblich, nach allen Regeln der Kunst mit kulinarischen Köstlichkeiten und super Service verwöhnt. Na Prost Mahlzeit :)
Dafür, dass wir einen All Inklusiv Urlaub gebucht haben, war es sehr verwunderlich, dass es in den Zimmer keinerlei kostenfreie Getränken oder zumindestens Wasser gegeben hat. Getränke durfte man nur an den dafür vorgesehenden Bereichen und Bars zu sich nehmen. Bei Bedarf konnte man dann aber gnädigerweise im oder vor dem Hotel diese käuflich erwerben.
Sport Unterhaltung
Der erste Eindruck trügt leider auch hier.
Tägliche Wiederholungen der Abläufe machten manche Dinge bereits in der ersten Woche zur Qual. Auch wenn es sich um ein ständig änderndes Publikum handelt, fragen wir uns immer noch, warum innerhalb unseres 14 tägigen Aufenthalts das Showprogramm und die abendliche Disko nie wirklich änderte..
Musik wurde einfach stupide immer gleich runtergeleiert. Momentan sind sicherlich nicht nur wir etwas WAKA WAKA, denn Shakiras gleichnamiger Hit wurde täglich, ohne Rücksicht auf Verluste, mindestens 10 mal gespielt. Ähnlich war es mit anderen Sommerliedern der vergangenden Jahre.
Sogar die Kleinsten konnten nach nur ein paar Tage alle Synchrontänze der Minidisko auswendig. Sichtlich Spass hatten dann aber die russischen Urlauber, die täglich auf´s neue den DJ mit Gekreische und wilden Verrenkungen huldigten. Ob das am Alkohol lag? :)
Jedenfalls wurden wir nur belächelt als wir Änderungsvorschläge hatten und auch mal Musikwünsche äusserten.
Der Abend wurde aber jeweils durch Animationsprogramme wie Bauchtanz, Fakir- & Feuershows und einem hauseigenen Sänger abgerundet. Beim ersten Mal ist dies auch wirklich amüsant und ganz nett anzuschauen, um auch mal das Positive an dieser Stelle zu erwähnen. :)
Zusatzangebote am Tage gab es zu genüge.
Wir fanden die Preise aber für das Urlaubsland fast utopisch. Wellnessangebote wie Pediküre, Maniküre, Haareschneiden und Massagen zu Preisen, die mit denen in Deutschland zu vergleichen sind. Auch beim Ausleihen von Kinderquads, Tretbooten und Kanus das gleiche Szenario. Aber was nun machen vor Schreck wenn die Kleinen quängeln? Da Bedarf es dann einer gehörigen Portion Verhandlunsgeschick ,um die Kosten zu senken oder halt einem grossen Urlaubsbudget.
Beim Windsurfen, wo wir einmal unser Glück versuchten, gab es nur einen ``Lehrer´´, der kaum über Fremdsprachenkenntnisse verfügte. Der deutschen und englischen Sprache mächtig waren nämlich meist nur die Verkäufer der Dienstleistungen. Zum Glück wollte dann niemand zusätzlich Geld für die Art Kickboxeinlagen haben, die wir fabrizierten, um uns mit Händen und Füssen zu verständigen. :)
Kostenfreie Zusatzangebote wie Fuss-, Volley- und Wasserball, Botscha, Outdoorschach, sowie die Nutzung des alten Fitnessraumes und Trockensauna waren denn leider nur ein kleines Trostpflaster.
Zimmer
Unser Zimmer war leider nur ein Schatten seiner Selbst.
altes Mobiliar, kaputter Fernseher, dreckiger Kühlschrank und Gardinen, Wasserflecken an der Decke - um nur einen kleinen Teil der Mängel zu nennen. Irgendwie mit alter Jugendherberge zu vergleichen, was uns aber nicht veranlasst hat ,einen Aufstand zu machen.
Wir sind ja nicht in den Urlaub gefahren um im Hotelzimmer zu hocken :)
Auf dem Balkon war es denn aber doch erträglich, da wir einen direkten Blick auf die Gartenanlage und das Rote Meer hatten. Die Entfernung zum Strand betrugt ungefähr 150 m und zum Speisesaal ca. 250 m.
Also wirklich eine Zentrale Lage.
Einziges Manko war denn aber die Hellhörigkeit durch die geringe Isolierung. So waren wir immer fast live dabei, wenn morgens die Musik am Strand ertönte und abends das Animationsprogramm mit meist russischen Kommentaren und wummernden Bässen, die Nacht zum Tag machten.
Süsse kleine zutrauliche Kätzchen bevölkerten das Hotelgelände.
Wie heisst es so schön? Des einen Freud ist des anderen Leid.
Wir hatten keine Probleme, aber Zimmernachbarn mussten mit dem ständigen Geruch von Katzenurin leben.
Tipps & Empfehlung
Was bleibt zum Schluss noch grossartig zu sagen?
Ja natürlich hatten wir dennoch unseren Spass!
Die Zeit fernab von Alltagsstress, Pflichten und den kalten Tagen in Deutschland haben wir reglich genossen!
Dazu trug aber leider weder das Hotelmanagment, das Personal, das Animationsteam oder der Reiseveranstalter selbst bei.
Um sich rundum gut versorgt und willkommen zu fühlen, fehlt hier noch das nötige Fingerspitzengefühl von einigen Beteiligten, der Mut zur Veränderung im Organisatorischen und natürlich der letzte Feinschliff in der Hotelanlage.
Potenzial hat das Shedwan Golden Beach allemal, um wirklich wieder konkurenzfähig gegenüber anderen Hotel in diesem Ort zu werden.
Übrigens wurden innerhalb der Hotelanlagen z.B. Tauchkurse, Schnorcheltrips, Safaris und vom jeweiligen Reiseveranstalter Ausflüge angeboten. Hier sollte man aber über seinen eigenen Schatten springen und diese Dinge ausserhalb des Hotels buchen. Auch wenn die Verkäufer in Down Town nicht unbedingt auf den ersten Blick seriös erscheinen, bieten diese die identischen Leistungen für fast 50% weniger an.
Ps: der nächste Urlaub kommt bestimmt ;)
Zusatzangaben zur Hotelbewertung Festival Shedwan Golden Beach Resort
| Was für ein Zimmer wurde bewertet? | Doppelzimmer Spartipp mit Blick zum Garten |
| Entsprach das Hotel der Katalogbeschreibung? | Nein, schlechter |
| Ist die Anzahl der Sterne des Hotels berechtigt? | Nein, schlechter |
| Wie wurde das Preis/Leistungsverhältnis empfunden? | sehr schlecht |
| Mit welchem Veranstalter wurde verreist? | Keine Angaben |




